Freitag, 30. November 2012

Beschenkt




Es geht mir besser.

Ich schreib das hier jetzt, denn nachdem ich in den letzten vier Wochen gepostet habe, wie verzweifelt und traurig ich bin, habe ich von vielen Seiten Zuspruch erhalten.

Bei drei Menschen möchte ich mich hier jetzt öffentlich bedanken.

Minerva vielen Dank für Dein für mich völlig überraschendes Kraftpaket. Es kam zur richtigen Zeit.

Martina, Du hast mich heute echt kalt erwischt. Vielleicht hast Du meine Rührung gesehen.

Sonja, schön das Du den Ausflug am Dienstag mit mir gemacht hast.

Und danke an alle, die mir geschrieben haben, die an mich denken, mich aufmuntern.


Zur aktuellen Situation ist zu sagen, dass ich meinen finanziellen Rahmen akzeptiert habe und versuche, das Beste daraus zu machen.
Mit jedem Tag fühle ich meine psychische Kraft wieder ein Stückchen mehr zurückkommen.
Meine Ärztin hat mir empfohlen eine neue Kur zu beantragen, da werde ich mich in den nächsten Tagen nochmals mit der Krankenkasse auseinander setzen.



Merkwürdiges

An Samhain ist mir etwas merkwürdiges passiert.

Da meine Tochter das Zimmer mit mir teilt und an diesem Abend sehr unruhig war, habe ich mir quasi im Dunkeln ( eine Kerze brannte) drei Karten gezogen.

Vergangenheit - Gegenwart - Zukunft

Bevor ich mir die Karten anschauen konnte, wurde sie wach und ich räumte sie zur Seite.
Am nächsten Morgen wollte ich sie mir herausnehmen, doch ich fand sie nicht. Irrtümlicherweise habe ich angenommen, sie doch wieder unter das Kartendeck gemischt zu haben. Also setze ich mich noch mal in aller Ruhe hin und zog drei neue Karten.
Irgendwie passten diese nicht zur mir, aber ich akzeptierte sie.

Gestern nun fand ich die drei Karten wieder. Und sie sind so klar. Ich wußte sofort, dass es die drei Karten waren, die ich im Dunkeln gezogen habe.

Vergangenheit - Hast du dein Leben genau verplant ... Erlebst du deinen Alltag nur noch angespannt und straff organisiert ...

Gegenwart - es ist Zeit ein Entscheidung zu treffen ( ähnlicheWorte begegneten mir in dieser Woche in einem Gespräch über meinen Glauben) - Möchtest du lieber bei dem bleiben, was du kennst, weil dir dies als der leichtere oder einfachere Weg erscheint ...

Zukunft - Entscheide dich jetzt dafür, nach Hause zu kommen





Mittwoch, 28. November 2012

Begegnungen

Es war mein ganz großer Wunsch diese Frau einmal persönlich kennenzulernen.
Die Frau  hinter den Worten.


Blaue Augen - das erste, das mir auffiel - die mir das Gefühl gaben auf meine Seele zu schauen.
Geerdet , in sich ruhend.
Im Hier und Jetzt.
Und doch ist da noch mehr, das ich nicht (be)greifen kann, weil ich nicht offen genug bin.

Anfangs fühlte ich mich unsicher, doch mit der Zeit lockerer. Ich öffnete mich.

Das Zeit verging im Flug und so war ich traurig, als sich unsere Wege trennten.
Aber haben sie das ...?

Es fühlt sich an wie Anfang von etwas Neuem.

Den Duft den sie mit sich trug, begleitet mich bis zu Hause. Und am Abend auf dem Sofa war
sie doch noch da.


Ich danke der Göttin, dass ich diesen Menschen kennenlernen durfte.



Das habe ich mir mitgenommen:

Das Bild steht zwar Kopf, aber es passt zu meinem Leben.

Sonntag, 25. November 2012

Die kommenden Gedanken wurden durch das Lesen des Blogeintrags und den dazugehörigen Kommentar "Ökologisch, ökologischer, verrückt? " bei der wilden wölfin in mir ausgelöst und darum bin ich ihr auch dankbar fürs Mitteilen.


Worum es geht.

Ich stehe an einer Weggabelung und mache mir so meine Gedanken wohin ich mich wenden soll. Unter anderem ist einer meiner größten Träume wieder ein Haus und einen Garten, vielleicht sogar einen kleinen Selbstversorgerhof zu haben. 
Die Realität ist meilenweit von meinem Traum entfernt. Soll ich ihn aufgeben ? Soll ich ihn eine Schublade packen und irgenwann wieder hervorholen. 
Haus und Garten, das gab es mal in meinem Leben. Es war eine tolle Zeit, eine sehr befriedigende Zeit. War es das ? 
Das Haus war wirklich sehr groß und manchmal wuchs mir die Arbeit über den Kopf. Einzig der Garten mit seien 1200 qm war genau so wie ich ihn haben wollte. Tiere, Blumen, Kräuter, Gemüse -alles da. Und mir nie zu viel. 
Vielleicht braucht es gar kein Haus mit Garten. 
Braucht es vielleicht nur einen Garten ? 
 Passt das noch zu mir ? Der Gedanken dahinter ist möglichst viel Ökologisches in mein Leben zu integrieren. Also Obst und Gemüse aus eigenem Garten.
Die nächste Schrebergartenkolonie ist 12 km entfernt und in unserer Kleinstadt gibt es kaum Mietwohnungen oder Häuser mit Garten, schon gar nicht welche die für mich erschwinglich sind.
Macht es also Sinn im Sommer jeden Tag 24 km zu fahren, damit Obst und Gemüse aus dem eigenen Garten sind ? In unserer Kleinstadt gibt es einen Obstbauern, gerade mal 4 km entfernt und einen Bauernhof bei dem ich Huhn, Ei, Gemüse und Obst kaufen kann. Entfernung 3 km. Wir haben einen Bioladen, auch der ist nur 3 km entfernt.
Was mir fehlt ist die Arbeit im Garten, in der Natur. Mit meinen Händen zu schaffen. Dafür würde ich gerne viel weiter fahren. 
Was ist der richtige Weg ? 
Während ich diese Gedanken schreibe, komme ich einem Lösungsansatz näher. Ich werde mit der Schrebergartenkolonie Kontakt aufnehmen. Dort sind zur Zeit zwei Parzellen zu pachten. Und schau mir das einmal an. Welche Regeln gibt und kann ich mich dort so entfalten, wie ich mir das in meinem Kopf vorstelle. 
Ein erster kleiner Schritt...

Und es stellt sich für mich die Frage, was ist für mich ökologisch.

Da ist es mir gelungen, einige Dinge meiner Liste abzuhaken:

Punkt 1: Mein Zweitgeborener, der auch so eine Liste führt, hab mir eine Spardose geschenkt.

Punkt 12: Mit einem Großteil unserer Familie (  7 von 11 Mitgliedern) waren wir heute in einem Spaßbad.

Punkt 45: Ich habe heute eine Kartoffel-Pilz-Cremesuppe ausprobiert. Leider viel zu scharf, muss ich noch ein wenig varieren, bevor ich das Rezept hier teile. Ach, und vegetarisch war es zufällig auch.

Punkt 52: Ja, ich habe mir in der Bücherrei ein Hörbuch ausgeliehen und ganz ehrlich, ich bin froh, dass es nur geliehen ist. Es ist ein Buch von Tanja Kinkel und heißt  " Im Schatten der Königin". Ich weiß nicht, ob es an der Vorleserin liegt, aber CD 1 gestaltete sich langweilig und monoton, dass ich die anderen Teile gar nicht mehr hören möchte.

Punkt 70: Und zwei Bücher habe ich gelesen, endlich habe ich mir die Zeit genommen. " Die Hüterin der Quelle " von Brigitte Riebe war einfach der Knaller.

Donnerstag, 22. November 2012

im dunklen Loch

...
genau da fühlte ich mich heute Morgen angekommen.

Ich bin zu einer Beratungsstelle gegangen, die meinen Behördenbrief prüfte. Und was durfte ich erfahren, Ehrlichkeit lohnt sich nicht.
Auf den ersten Blick.
Da der Große ausgezogen ist, muss unser Haushalt mit viel weniger Euros auskommen. Da zwei Behörden Probleme machten sich abzusprechen, wollte ich heute erfahren, ob das alles seine Richtigkeit hat. Rein rechtlich gesehen alles im grünen Bereich.
Der zweite Sohn ist jetzt im zweiten Ausbildungsjahr und ich bin sehr stolz auf ihn. Finanziell ist es aber so, dass die Behörde davon ausgeht, dass er in meiner Familie lebt und somit bis auf einen kleinen Betrag alles in die Haushaltskasse zu geben hat. Bisher wurde dieses Loch mit dem Unterhalt seine Bruders gestopft, aber das ist nun anders.

Ich bin in ein sehr großes emotionales Loch gefallen. Fünf Euro pro Person pro Tag für Essen, Kleidung usw. - wie soll ich das schaffen. Gibt er alles ab, sind es sieben Euro.
Ich hab viele Tränen geweint, war ja der Göttin sei Dank allein zu Hause.

Ich hab viel böse Gedanken habt. Da gibt es Leute die bekommen den vollen Bezug für sich und ihre Kinder und wohnen mit einem Partner zusammen, der volles Gehalt bekommt. Warum die und nicht ich ?  Oder andere, da wohnt der Sohn seit zwei Jahren nicht mehr zu Hause und die Familie kassiert die vollen Bezüge für ihn.
Warum bin ich so ehrlich ? Weil ich sonst nicht schlafen könnte ? Kann ich jetzt auch nicht -wie soll ich Weihnachtsgeschenke kaufen, neue Schuhe und so weiter.

Ja, ich bin auf Arbeitssuche. Aber bisher ohne Erfolg. Das hilft mir nicht unbedingt dabei aus meiner Depression zu kommen.

Als ich als selbständige Lega-Trainerin gearbeitet habe, ging es mir zumindestens seelisch besser.
Aber das habe ich ja aufgegeben, damit ich nicht mitten in einem Therapieverlauf ... na ja, ist ja jetzt egal.

Vor lauter Tränen bin ich eingeschlafen .

Ich wache auf und fühle auf einmal ein Wut in mir, die so unendlich groß ist. Wieso lasse ich mir von einer Behörde vorschreiben wie ich zu leben habe. Klar, noch bin ich gebunden und muss mich an die Spielregeln halten. Aber es bringt mich nicht weiter zu jammern. Im Gegenteil. Das Loch wird tiefer und schwärzer.

Es gibt immer ein Licht am Ende eines Tunnels.
So abgedroschen sich das anhört. Ich will dieses Licht am Ende meines Tunnels finden. Das geht, wenn ich die Augen öffne. Wenn ich mich öffne für die Möglichkeiten die das Leben mir bietet. Wenn ich abwäge. Wenn ich weitergehe.
Ich möchte mir in die Augen schauen können, darum werde ich nicht zum Sozialbetrüger.
Ich möchte mir in die Augen schauen können , darum gehe ich weiter auf meinem Weg. Und halte die Augen auf.
Und wenn das große, dunkle Loch sich wieder auftut, gehe ich hindurch. Nehme es an und lasse los.


Montag, 19. November 2012







Heute morgen drängte mich meine innere Stimme wieder zum Berg zu fahren. Um 8.00 Uhr morgens war ich der einzige Mensch dort.
Ich machte mich auf, weil ich dachte ich würde heute die Göttin treffen, in welche Form auch immer.
Räucherwerk habe ich mitgenommen.
Es war so nebelig, der Weg war kaum zu erkennen.
Mein Körper wollte laufen, laufen . Doch mein Kopf hatte lauter Einwände. Das ist anstrengend, mach eine Pause. Als ich anhielt, trieb mein Körper mich weiter. Und dann blieb ich stehen ... Meine Füße lenkten mich vom vorgegebenen Weg ab, mein Kopf hielt Szenarien von Abstürzen und Brüchen bereit . Ich blieb auf dem Wanderweg. Es fiel mir schwer meine Gedanken bei meine Füßen zu halten. Schritt für Schritt. Ein innerer Kampf, der mich so beschäftigte, dass ich nur meine lautes Atmen und Stampfen hörte.
Als ich total ausser Atem war, blieb ich stehen. Ich hatte die halbe Berghöhe erreicht. Rundherum Nebel. Wie Riesen schauten Windräder aus dem Nebel. Sie drehten sich unaufhörlich. Ein heller Streifen Licht kämpfte sich durch den Nebel. Die Sonne schickte ihre ersten Strahlen.
Ich kam zu Atem und nahm die Aussicht in mich auf. Atmete sie ein. Lies sie auf mich wirken.


Später ging ich weiter zu einem abgelegen Aussichtspunkt. Es drängte mich den Weg zu verlassen und einen schmalen Weg am Bergrand zu folgen. Ich musste mich konzentrieren nicht abzurutschen.
Und dann stand ich am äußern Rand des Berges. Wenn ich nach Nordwesten schaute, sah ich das riesige Industriegebiet, Baustellen für Umgehungsstraßen die in das Feld gegraben werden. Eine Siedlung, die größer ist, als ich sie mir beim Durchfahren vorgestellt habe . Drehte ich mich nach Südosten, sah ich Bäume, Felder einen See den ich von unten nicht hatte sehen können. Ein Reiher zog seine Kreise.
Der schmale Weg ging noch ein Stück in ein Birkenwäldchen. Eine Feuerstelle. Ich entzündete mein mitgebrachtes Räucherwerk und wartete.
Nach einer Weile wurde ich unruhig. Wie lange dauert es bis so ein Räucherstäbchen abgebrannt ist.
Kein Tier war zu hören oder sehen. Auch der Reiher war fort.
Es war still. Bis auf den Baulärm der Brückenbaustelle und der Arbeitslärm aus dem Industriegebiet.
Ich dreht mich weg und hörte auf die Stille.
Sie machte mich nervös.
Ich schloss die Augen.
Nachdem das Räucherstäbchen verlosch ging ich den schmalen Weg zurück und machte mich auf das letzte Stück bis zum Bergplateau.

Ein mit Steinen verlegter Weg führt steil zwischen zwei aufgeschütteten Halden aus schwarzen Steinen. Noch nie sind diese beiden Wegeinfassungen mir so riesig und erdrückend vorgekommen.
Und ich fühle eine so männliche Kraft, Hitze, Schweiss, Angst und Stolz. So als wäre ich von vielen
Männern umgeben. Die Traurigkeit war so spürbar. Körperlich .
Dann war dieser Moment vorbei. Ich setzte meinen Weg fort.

Auf dem Bergplateau angekommen erwartete mich die Sonne in ihrer vollen Kraft.


Samstag, 17. November 2012





Ich hatte mir vorgenommen wieder mehr auf mein Bauchgefühl zu hören und heute bekam ich durch eine Mail die Bestätigung, dass meine Intuition ( in diesem Falle) leider wieder sehr gut funktioniert, wenn ich mir Zeit für sie nehme.

Vor drei Jahren war es für mich total normal, zentriert zu sein. Mich selbst wichtig nehmen, auf mich und meinen Bauch zu hören.
Irgendwo ist es mir verloren gegangen. Ich finde es gerade wieder.
Kleine Schritte.
An Vollmond den Kontakt zur Mondin suchen. Minutenlang - aber immerhin.
Meine Heilsteine reinigen und dann auch wieder tragen.
Räucherstäbchen abbrennen und den Geruch genießen.
Am Sonntag eine Karte für die Woche ziehen und auf mein Regal, Altar will ich es
noch nicht nennen, stellen.
Die Ruhe in der Kapelle suchen in den Kontakt mit ihr kommen. Maria ist für mich die Göttin in einer Ihrer Gestalten.
Auf den Berg gehen und mich im Wind spüren.

Dieser Berg zieht mich magisch an. Am liebsten würde ich ihn täglich besuchen.
Entstanden durch den Abbau der Steinkohle in unsere Stadt.
Zu wissen, dass Vater und Großvater mit ihrem Schweiß und ihrem Blut, mit an ihm gearbeitet haben.
Auf die Siedlung zu schauen in der ich geboren und groß geworden bin.
In die Ferne zu schauen. Die Eifel zu sehen. Die Niederlande. Kleine angrenzende Dörfer.
Andere Berghalden.  Die Weite , die Enge. Alles.
Meine Wurzeln.
Hier.

Ich lass die Kamera in der Tasche und nehme die Eindrücke auf. Es ist kein wilder Berg, es wurden Wege angelegt und doch ...
Bäume wurden zu einem kleinen Wald.
Vor 30 Jahren, als es noch verboten war ihn zu besteigen, hat mein Vater mich sonntags querfeldein mit hochgenommen auf seinen Berg. Dort, in der Wildnis habe ich meinen ersten Schmetterling und
mein erstes freilebendes Reh gesehen.
Daran erinnere ich mich immer, wenn ich den Weg hinaufgehe.
Die Schienen, die die Gruben miteinandern verbanden. Wir sind sie damals entlang gelaufen, weil sie da schon nicht mehr befahren wurden..
Heute gibt es sie nicht mehr, Nur einen Grüngürtel.

Sonntagspaziergänge mit den Eltern durch das umliegende Feld. Es war so endlos.
Heute wird es durch Umgehungsstraßen geteilt. Für mich sind es große Wunden die in die Natur gegraben wurden.
In der Regenzeit bildeteten sich in den tiefergelgenen Feldern so große Seen, dass dort Vögel zu beobachten waren. Im Winter fuhren einige mutige Kinder mit ihren Schlittschuhe darüber. Hier haben wir Kaulquappen gefangen und in die Schule geschleppt.
Ein alter Bauernhof mitten im Feld, war für mich immer ein Anziehungspunkt. Verfallen, Wildwuchs, Trampelpfade, Träume.

Zu wissen, dass all dieses Land einmal von Wäldern bedeckt war. Das Menschen es urbar gemacht haben, Wälder zerstört haben, sich und ihre Familien von diesem Land wie auch immer ernährt haben.
Meine Familie lebt bereits seit hunderten von Jahren hier. Es waren Tagelöhner, Hofpächter, Bergleute unter ihnen. Sie alle haben von diesem Land genommen und auch etwas von sich wiedergegeben.

Was kann ich Mutter Natur wiedergeben ?
Ich stelle diese Frage und setze meine Wanderung fort.




( Blick von einem nicht kultivierten Berg zum anderen )


Sonntag, 11. November 2012

Familenausflug

 Eindrücke von einem Familienspaziergang
Es war so schön sonnig.
Eine kleine Fee klettert und die großen Geschwister passen auf.
 Die Aussicht von Berg zu Berg.
 Auch der Hund durfte mit. Aber schön an der Leine, ist ja schließlich Naturschutzgebiet.
Luftiger Begleiter

Mittwoch, 7. November 2012

Alleinerziehend mit Kind(ern) - wenn das Leben Angst macht

Wenn das Leben alles von dir fordert


Ausgelaugt - so fühl ich mich heute.

Der Nervenstress der letzten Tage hat mich ganz schön mitgenommen.
Ich kann einfach nicht gescheit mit Geldsorgen umgehen.
Nicht zu wissen, was finanziell in den nächsten zwei Monaten auf mich zu kommt,
macht ich nervös, angressiv und verzweifelt.


Und doch kam mir heute der Gedanke, dass diese ganze Situation auch ihr Gutes hat.
Es erinnert mich an eine Zeit, in der ich in mir zentriert war und mit solchen Schwierigkeiten anders und für mich viel gesünder umgehen konnte.

Seit der Trennung vor sieben Jahren bin ich immer wieder in große finanzielle Not geraten, aber so panisch wie in der letzten Woche, habe ich mich selber noch nie erlebt.
Kontrollwahn - anders kann ich meinen Zustand, der mich seit Tagen beherrscht, nicht beschreiben.
Als könnte ich die Gedanken und Entscheidungen anderer Menschen, in dem Falle Beamte, die über meinen Finanzen entscheiden, beeinflussen ,  in dem ich alle Eventualitäten überdenken und abschätzen versuche.

Wenn dieses finanzielle Desaster letzte Woche nicht entstanden wäre, wäre heute mein Abreisetag zur Kur gewesen.
Heute morgen steige ich ins Auto ein um zum Einkaufen zu fahren. Stille. Auto startet nicht. Mal wieder. Nun muss ich bis zum Wochenende warten, bis das der Mann wieder zu Hause ist.
War ja nicht weiter schlimm. Ich bin aufs Fahrrad umgestiegen und habe alle Einkäufe auf diesem, heute sehr feuchten Weg erledigt. Ich war sehr entspannt, was sicherlich mit Kind auf einem Autobahnrastplatz nicht so gewesen wäre.

Der Regen in meinen Haaren und in meinem Gesicht hat mich mich selbst spüren lassen. Der Einkauf war bedachter, nur das was auf dem Zettel stand, die Transportmöglichkeiten sind auf dem Fahrrad begrenzt.
Kurz um da war sie wieder - die Sammlerin - die Situationen so nimmt wie sie sind und für sich das Beste daraus macht.
Das versuchte ich dann auch auf das Finanzchaos zu übertragen und konnte Licht am Ende des Horizontes sehen. Eine  Andeutung von Gelassenheit.

An Samhain hatte ich eine Karte fürs kommende Jahr gezogen :

V e r t r a u e n

Ich möchte wieder lernen, mir selbst zu vertrauen und darauf zu vertrauen, dass für mich gesorgt wird.

Sonntag, 4. November 2012

Neue Aussichten



Das Löwenkind ( 22) ist heute ausgezogen.
Er wohnt jetzt in Köln/Hürth und stellt sich den neuen Herausforderungen.


Auch für uns als Familie ist ein Schritt in ein neues Leben.

Die Mutter braucht jetzt abends nicht mehr warten ( was gerade schon tut ).
Der Bruder braucht sein Zimmer nicht mehr teilen.
Die Schwester hat einen Ansprechpartner weniger.
Die kleine Schwester einen Erzieher weniger.

Ja, für uns alle beginnen jetzt neue Aussichten.


Donnerstag, 1. November 2012

Mein Samhain














Gerne hätte ich mein Samhain draußen gefeiert, im Freien. Am liebsten im
nahegelegenen Feld.
Doch da ich erst spät nach Hause kam, hatte ich nur die Gelegenheit in
meinem Zimmer ein kleines Ritual zu machen, bevor die Kleine wieder
einmal wach wurde.

Ich zündete Kerzen an und suchte meine innere Ruhe.
Ich schloss meine Augen und dann hatte ich ein wunderschönes
Erlebnis.
Ich hatte Kontakt zu meinen Ahnen.
Wunderbar beschenkt . Voller Unterstützung.
Ein Augenblick des Glücks.

Zum Abschluss legte ich mir noch die Karten für die nächsten zwölf Monate.