Freitag, 29. März 2013

Fastenzeit zu Ende

Die Fastenzeit ist zu Ende.
Heute am Karfreitag sind die enthaltsamen Tage vorbei.
Gerade komme ich  aus der Kirche . Unser Chor sang die Karfreitagsliturgie.

Genau wie ich mich  jahrelang  intensiv mit den naturreligösen Jahreskreisfesten
beschäftigte, habe ich mir dieses Jahr vorgenommen, so oft wie möglich an
den christlichen Jahreskreisfesten teilzunehmen.

Vergangenen Sonntag hatten wir Palmsonntag. Die Kleine hatte im Kindergarten
ein Palmstock gebastelt.
In den Gottesdienst, in dem derselbige gesegnet wird, wollte sie nicht. Also
blieb sie bei ihrem Papa und ich ging allein.
Da es draußen sehr kalt war, entfiel die Segnung der Palmzweige in den Körben,
sowie der selbstgebastelten Palmstöcke vor der Kirche. Später , im Gotteshaus,
segnet der Geistliche vom Altarraum aus. Wenn das geweihte Wasser die ersten
beiden Bänke traf, dann war das ein gutes Ergebnis.
Die Menschen in den hinteren Bänken bekam nichts von diesem Segen ab.
Ja .. es hat viel mit Glauben zu tun . Lach.
Aber sie wussten sich zu helfen. An den Kirchentüren befinden sich kleine
Becken mit Weihwasser. Beim Rausgehen segneten sie sich ihre Büsche
selber.


Gestern dann, am Gründonnerstag war ich zum ersten Mal in einem Gottesdienst,
genau wie heute am Karfreitag. In frühester Jugend hatte ich zwar mal eine Kar-
freitagswallfahrt mitgemacht, aber das ist lang her.
Es ist schwierig etwas über die "spirituellen" Erfahrungen zu schreiben, da ich
keine Lust habe diese eventuell auszudiskutieren oder so.
Was mir gut gefiel, war die Schlichtheit. Denn katholische Kirchen sind ja für
ihren Prunk bekannt. Aber heute und auch gestern wurde auf viele Kleinigkeiten
verzichtet.
Selbst wir im Chor sangen ohne Begleitung der Orgel. Das war sehr schön und
eine neue Erfahrung. 
Früher habe ich diese beiden Tage immer als dunkel und traurig erfühlt, heute
habe ich für mich gelernt, dass sie aber auch voller Hoffnung sind.

Nun ist also auch meine Fastenzeit zu Ende.
Fazit: Mein Verzicht auf Fleisch ist mir schwerer gefallen, als auf Süsses und
Knabberkram. Die letzten acht Tage waren dahingehend sehr anstrengend.
Andererseits habe ich gelernt, dass ich manche Dinge nicht brauche und auf
andere auf keinen Fall freiwillig, langfristig verzichten möchte.


Freitag, 22. März 2013

Das Wochenende steht vor der Türe.
Die Wohnung füllt sich langsam. Gestern kam unser Student, heute der Papa der
Kleinen und die Freundin vom Sohnemann. So dass wir heute Abend mal eben
so sieben Personen am Abendbrottisch sind.
Morgen fahren wir dann alle gemeinsam nach Holland ins Center Parks. Wir machen
einen Tagesausflug. Und was das tollste daran ist, wir sieben treffen dann noch auf
die restlichen drei Familienmitglieder und ihre Begleiter.
Wenn alles läuft wie geplant werden wir also ein Trupp von zwölf sein.
Das ist das schöne an der Patchworkfamilie.
Mir ist das sehr wichtig, dass zu mindestens 1-2 x im Jahr alle aufeinander treffen.
Die Kinder werden uns Eltern höchstwahrscheinlich überleben und da ist es
wichtig, dass unser Nesthäkchen Kontakt zu all ihren Geschwistern hat und
nicht nur die,die sie öfter sieht. Was die Kinder aus diesem Geschenk, eine große
Familie zu haben,machen, bleibt ihnen überlassen.


Donnerstag, 21. März 2013

Bei Rabenschwatz bin ich auf den folgenden Satz gestoßen:

Ich habe aufgehört, als quasi Alleinerziehende zu denken.

Der Satz hat mich tief in meinem Inneren getroffen.
Der erste Gedanke der sich mir aufdrängte war, ich sehe mich als
Alleinerziehende, obwohl ich in einer Partnerschaft lebe.
Als nächstes dachte ich, dass ich meine Kinder nicht alleine
erziehe, denn es gibt Großeltern, Erzieher, Lehrer und Freundin-
nen die mich unterstützen.
Aber das Wort "Alleinerziehende" bezieht sich für mich nur auf
die Väter meiner Kinder und wie sie sich in meinem Leben als
"Erziehende" präsentieren.

Mehr möchte ich jetzt nicht schreiben, da ich weiß, das auch manche
meiner Familienmitglieder hier schon mal vorbeikommen.

Donnerstag, 14. März 2013

Fastenzeit - 4.Woche Zusammenfassung

Zwei Wochen sind seit meinem letzten Eintrag vergangen.
Viel Schnee ist zwischenzeitlich gefallen - lach. Hört sich doch anders an, als viel
Wasser ist seither den Rhein runtergelaufen.

Vergangenen Sonntag war Halbzeit in der Fastenzeit, so sagte es der Priester
im Gottesdienst ( der Chor musste mal wieder singen ).
Halbzeit also.

Auf Fleisch zu verzichten fällt mir leichter und am Sonntag hatte ich glatt
vergessen, dass wir mit Fleisch kochen wollten. Es gab Gemüsesuppe.
Und doch möchte ich nach der Fastenzeit Fleisch in meine Ernährung wieder
aufnehmen, aber halt viel weniger.

Eine Fressattacke hatte ich auch. Das hing aber mit dem monatlichen Hormon-
spiegel zusammen. Wie in alten Zeiten bin ich zwischen Kühlschrank und
Vorratsraum hin und her. Hat aber nichts genützt, ist ja nichts da. Die Hausfrau
hat nichts einkauft. Also habe ich mich mit Käse und Obstknabberteller
belustigt und die Reste der Chipsvorräte der Kinder geplündert . Hihi.

Am nächsten Tag konnte ich wieder ganz normal einsteigen. Neue Rezepte
habe ich auch gefunden. Und mein ältester Sohn kommt inspiriert ( evtl.
aus der Mensa ) mit vegetarischen Vorschläge nach Hause.

Geld sparen ist bei dieser Aktion nicht so wirklich möglich, da Obst und
Gemüse auch ihr Geld kosten.

Fazit: Es läuft gut. Ich mache weiter

Dienstag, 12. März 2013

Häkelnadel

Das Projekt meines Tages heißt Häkelnadel.

Kann es sein, dass es in unserer Kleinstadt mit ca. 27.000 Einwohnern nicht möglich
ist eine Häkelnadel zu kaufen.
Vor einer Woche habe ich mir in den Kopf gesetzt wieder zu häkeln.
Also räume ich meine Wollkiste auf und suche parallel nach meiner
Nadel.
Zwei Paar Stricknadeln fallen mir sofort in die Hände. Aber - da war doch irgendwo
auch eine Häkelnadel oder sogar zwei.
Als die Wohnung nichts mehr her gab, verlagerte ich die Suche in den Keller.
Fehlanzeige.

Beim nächsten Einkauf bin ich ins Stoffgeschäft. Ein Wollgeschäft gibt es seit
letztem Sommer nicht mehr. Auskunft der Verkäuferin: Häkelnadeln haben wir
nicht . Gucken sie doch mal ... und dann nannte sie diverse 1,00 € Läden in
unserem Städtchen.
Die habe ich heute alle bei Schnee und Wind abgeklappert.
Fehlanzeige.
Wolle geht überall.
Nadeln dazu, egal ob Strick- oder Häkelnadeln eher nicht.
Doch in einem Laden gab es Stricknadeln , Stärke 4, für einen Euro.
Die nützen mir nichts und die habe ich auch zu Hause.

Klar könnt ich mir jetzt welche online bestellen oder eben in die nächstgrößere
Stadt fahren.
Traurig finde ich es trotzdem.

Ich dachte Handarbeit boomt ?

Montag, 11. März 2013

Ja ne is klar

Heute war ich mal wieder ... richtig ! beim Arzt.

Aber diesmal um den Kurantrag auszufüllen. Morgen geht er direkt in die Post
und dann hoffe ich, dass es nicht so ein Desaster wird wie im letzten November.
Und weil ich so gut drauf war und gut in der Zeit lag, dachte ich mir, nutzt du
mal den kostenlosen Sehtest des ortsansässigen Optikers.

Ja ne is klar ... nachdem Test versuchte mir die junge Dame beizubringen,
dass ich (45,5 Jahre) im fortgeschrittenenen Alter ( so hat sie es nicht gesagt,
viel netter)wäre und das Alter es mit sich bringe, dass Frau auf eine Lesebrille
zurückgreifen sollte.

Ich mache nie mehr irgendwelche freiwilligen Tests oder Untersuchungen.
Nächste Woche kann ich mir mein Herz schallen lassen, wenn ich möchte.
Um festzustellen, wie dick oder dünn meine Herzwände (?) sind. Anhand
dieser Werte kann festgestellt werden, ob ich schon länger unter Bluthoch-
druck leide oder nicht.
Gerade bin ich mir nicht sicher, ob ich das überhaupt wissen will.

Also nicht, dass hier jemand meint ich hätte Depressionen. Nein. Keine Sorge.
Ich habe unheimlich viel Humor .
Ich denke, wenn ich zum Orthopäden gehe, weil mir meine Ferse schon mal
weh tut, dann bekomme ich auch noch hochattraktive Einlagen, die zu meinen
hochattraktiven Kompressionstrümpfen Kl III passen . Die trag ich ja nun schon
fast 10 Jahre.

Ich glaub mein Körper wird alt.
Also ich nicht !!!
Nur der Körper. Der Geist benimmt sich immer häufiger wie ein Teenager.
Böse Zungen behaupten, die Wechseljahre kommen.
Aber das lass ich mir nicht einreden. Meine Frauenärztin ist sich sicher,
das dauert bei mir noch fünf Jahre .

Übrigens sind meine Kinder davon überzeugt, ich würde auch schlechter
hören.
Nichts da. Keine zehn Pferde bekommen mich zum kostenlosen Hörtest.

Auf das die Woche besser werde, als die vergangenen.

Dienstag, 5. März 2013

Gesundheit

ist ein kostbares Gut.

Seit letzter Woche reihe ich mich ein in das Heer der Bluthochdruckpatienten.

Bei einer "Spassmessung" am Wochenende, stellte ich fest, dass mein Blutdruck
leicht erhöht war. In meiner Familie (Eltern, Bruder) haben/hatten alle damit
zu tun, also bin ich montags sofort zum Arzt. Erst mal keine Panik. Ein Termin
zur 24-Stunden-Überwachung wurde geplant. Am vergangenen Donnerstag
ging das Kopfkino mit mir durch. Also bin ich wieder zum Arzt und da waren
die Werte noch etwas höher. Ich bekam ein Notfallpräparat und direkt eine
Packung Tabletten, die ich dann brav genommen habe. Gestern fand die
24-Stunden-Überwachung statt und heute bestätigte meine Ärztin mir, dass ich
mit dabei bin.

Ich hoffe, den Schwindel den ich heute Morgen habe/hatte, weil ich aus Trotz
die Tablette erst nicht nehmen wollte, legt sich wieder und es geht mir ab morgen
wieder so gut, wie die letzten Tage.

Irgendwie bin ich traurig, dass ich es jetzt habe. Andererseits froh, dass wir es
zufällig gemerkt haben, bevor ich andere Probleme als mein EGO mit mir
herumschleppe.



Samstag, 2. März 2013

Freie Zeit

Die kleine Motte macht dieses Wochenende Urlaub bei Ihrem Papa und somit hat
die Mama 2 Abende und 2 ganze Tage für sich. ( Wenn ich die Großen mal ignoriere)

Am Freitag war es erst was komisch, als sie fuhr. Aber spätestens als das Bett mir
ganz allein gehörte, war es ein richtig gutes Gefühl.

Heute Morgen wurde ich dann liebevoll um 7.45 Uhr per sms geweckt und habe
ganz gegen die Regel vor dem Computer gefrühstückt.
Und, mit einer kurzen Unterbrechnung für den notwendigen Einkauf, habe ich
dort den ganzen Tag ! zocken verbracht. Boah - war das toll.
Jetzt wechsel ich zum Abendprogramm. In Ruhe Fernsehen oder Lesen, kommt
ganz drauf an mit dem gesunden Knabberteller bewaffnet auf dem Sofa.
Dann noch eine Nacht für mich ganz alleine.

Morgen fahre ich mit einer Freundin hier hin.

Und am Abend kommen wir dann alle voller schöner Erlebnisse wieder zusammen.

Was für ein tolles Wochenende.