Donnerstag, 23. Mai 2013

Der Salat welkt nicht

Passend für zu meinem letzten Post habe ich heute in meiner Küche einen vergessenen
Kopfsalat "gefunden ".

Am vergangenen Freitag war ich im Discounter einen Kopfsalat kaufen, da mein
bevorzugter Bauer keinen mehr hatte.
Die Tasche wurde von einem Familienmitglied ausgepackt und der Salat in einer
Schüssel verstaut, allerdings ohne ihn in den Kühlschrank zu stellen. Irgendjemand
hat dann die Tageszeitung darüber gelegt und heute habe ich ihn "gefunden ".
Er sieht aus wie "frisch" gekauft.
Kein Welkstadium.
Ich trau mich jetzt nicht wirklich ihn noch zu essen.
Mein Salat vom Bauern möchte deutlich eher verspeist werden.

Leider habe ich nicht auf das Herkunftsland geachtet, aber ich bin mir sicher,
dieser Salat ist nicht "unbehandelt".
Und das ist, was ich auch in meinem letzten Post meinte. Ich habe keine Ahnung
ob Produkte die ich kaufe, nicht schon längstens genmanipuliert sind.

Wenn ich die verschiedenen Information im Internet richtig verstanden habe, so
gibt es bei uns nur genmanipulierte Futterpflanzen , das heißt wir nehmen das
Zeug über Fleisch, Milch und Eier zu uns.

Aber wer sagt mir, dass wir nicht schon längsten auch in Gemüse damit belastet
werden  ?

Dienstag, 21. Mai 2013

Der Saatgutmulti

Auf der Suche nach einem Marsch gegen den Saatgutmulti in meiner Nähe, bin ich auf Veranstaltungen in Krefeld und Düsseldorf gestoßen.
Die wären von mir aus die nächsten.
Auf der Seite der Krefelder habe ich gelesen, dass sie auch nicht "marschieren" wollen,
sondern einen Info-Stand gemeinsam mit Greenpeace plazieren.
Die Aktion finde ich gut, denn an mir selbst merke ich, dass ich zwar auf FB und diversen
Blogs immer wieder gestreute Nachrichten finde, aber ich habe mir noch kein eigenes Bild
gemacht.

Die Frage, die ich mir stelle, ist eine Verbreitung von genmanipulierten Saaten
überhaupt zu stoppen ?
Ich meine, wenn auf dem einen Feld genmanipulierte Saat angebaut wird und
 auf dem anderen Feld nicht. Wie wird eine Vermischung verhindert ?
Den Wind kann der Mensch doch nicht aufhalten.
Das liest sich vielleicht naiv. Aber es ist eine der Fragen, die sich mir aufdrängen,
 während ich Informationen über diese Firma, ihre Verzweigungen usw. für
 mich zusammentrage. 

Im Prinzip bin ich gegen genmanipulierte Saaten . Ob ich sie bereits zu mir genommen
 habe,weiß ich nicht, denn aufgrund meiner Zöliakie esse ich viele Produkte in denen
Soja und Mais enthalten ist.
(Und da taucht die nächste Frage auf: Gibt es eine Kennzeichnungspflicht oder eine
 freiwillige Möglichkeit der Angabe ?)
Auf der anderen Seite arbeitet die Forschung an einem Weizen, der das Allergen
Gluten nicht enthalten soll und damit meine Ernährung vereinfachen soll.
(Auch an Medikamenten wird geforscht) . Was ist, wenn das nur möglich ist,
wenn das Gen verändert wird. Werde ich dann auf diesen Weizen verzichten wollen,
weil er genmanipuliert ist ?

Ich habe meine großen Kinder gefragt, ob sie diese Themen ( Ernährung, was ist drauf oder
drin z.B. in meiner Pizza) interessieren. Zwei von drei antworten mit - ist mir egal, Hauptsache
es schmeckt. Und texte uns jetzt bitte nicht voll.
Und diese Haltung findet sich fast nur in ihrem Freundeskreis ( Alter zwischen 15 und 26).

Ich möchte auf mich schauen. Die Vorstellung von einem Saatgutmulti beherrscht und kontrolliert
zu werden, fühlt sich nicht gut an. Einmal mehr fühle ich mich dem großen Ganzen ausgeliefert.
Ich mache mir sowieso Gedanken darüber, welcher der unzähligen Informationen die wir in der
Medienwelt finden, wahr ist ? Welche manipuliert ?

Zurück zum Saatgutmulti.
Wenn ich einkaufen gehe ist es oft schon schwer herauszufinden, woher kommen die Nahrungs-
mittel. Deutscher Salat, der in Italien ausgesät wird , darf als deutscher Salat deklariert werden.
Ist ja deutsches Saatgut. Lebensmittel aus der Region, das ist ein Radius von ca. 200 km. Region,
da habe ich immer ein ganz anderes Bild vor Augen.
Jetzt noch darauf zu achten, dass der Multi nicht seine Finger im Spiel hat ...




Sonntag, 19. Mai 2013

Pfingstwochenende,

das heißt in unserer Familie in erster Linie Kirchgang für die Mutter und in zweiter Linie
Schützenaufzug im Nachbarort für die Fahnenschwenker der Familie.

Also werden alle anderen Aktivitäten um diese beiden Termine herumgelegt.
Natürlich habe ich mir auch überlegt, wie ich diese beiden Tage verbringen möchte
und bin dann direkt auf eine Grenze gestoßen. Die Planung meiner Nächsten.
Das alles passt mir nicht, ich kann es aber nicht ändern.
Und da komm ich dann wieder an meine Grenze, an der ich mich mit meiner Diskrepanz
zwischen Wunsch und Wirklichkeit auseinander setzen muss.

Aber natürlich drehe ich mich nicht die ganze Woche nur um mich selbst.
Es gibt noch andere Themen die mir in der vergangenen Woche nahe gegangen sind.

Da ist die Frau, Anfang 50, die ich seit Jahren quasi nur als Grußbekanntschaft kenne.
Letzte Woche beim Einkaufen sehe ich sie mit einem Blindenstock. Ich dachte zuerst,
ich sehe nicht richtig, da ich mich noch nicht an meine Brille gewöhnt hatte. Es gab
jedoch kein Zweifel. Wie ich erfuhr, ist eine Augen-OP, die ihre Sehkraft verbessern sollte,
schief gegangen.
Erfahren habe ich es nicht von ihr, da ich im Auto saß, als ich sie sah, sondern von ihrer
Schwester die im Supermarkt um die Ecke arbeitet.
Abends lag ich dann im Bett und sagte erst einmal DANKE für das was ich alles für
selbstverständlich sehe.

Die Firma Monsanto ist in vielen Blogs und FB-Nachrichten ein Thema. Für den 25.Mai
gibt es einen Aufruf weltweit gegen diese Firma zu protestieren.
In meiner Bequemlichkeitszone fällt es mir leicht zu schimpfen, aber bin ich auch bereit
aufzustehen ?


Montag, 13. Mai 2013

Einen Blick weiter ...

Heute bin ich doch schon mal einen Blick weiter.

Es ist so einfach:

Blickwinkel ändern
und sich darüber klar werden was man will

Liest sich gut, schreib sich gut, aber dann.
Ist gar nicht so einfach.

Aber es fühlt sich richtig an und spannend.
Habe mich heute an Momente erinnert in denen ich meine
innerste Kraft fühlte und fühle.
Habe sie verglichen mit den Momenten in denen ich mich
ausgeliefert fühle.
Ich bin wie ein großes Passierschiff, dass vom Kurs abgekommen
ist und nun eine Wende fährt.
Es dauert - aber es geht.
Also ... los




Sonntag, 12. Mai 2013

Durchblick

Durchblick, das ist es, was ich mir in meiner jetzigen Lebenssituation wünsche.
Weitblick, um nicht in Ängsten von noch nicht eingetretenen Situationen (z.B.
Krankheiten) hängen zu bleiben.
Einen anderen Blickwickel auf Situationen in meinem Leben, um zu sehen
was tatsächlich Sache ist und nicht nur das was ich sehen will.


Ja, so ist das.
Da plagt mich seit ca. drei Wochen eine Zahnfleischentzündung. Ich gehe
regelmäßig zum Zahnarzt, der versorgt mich mit aktuen Medikamenten an
Ort und Stelle und in meinem Kopfkino habe ich bereits Zahnfleischschwund
und Zahnausfall.
Nächste Woche habe ich wieder einen Termin und ich kann nur noch daran
denken, dass der Arzt meine Ängste bestätigt . Es ist der Zahnarzt meines
absoluten Vertrauens, doch steigere ich mich förmlich ins Chaos hinein.
Ich muss tatsächlich aufpassen, nicht permanent vor dem Spiegel zu
kontrollieren.

Doch es gibt jemandem in meinem Chaos, der mir zuhört. Seit vier Wochen
gehe ich zu einer sehr guten Therapeutin. Nicht wegen meiner Zahnprobleme,
sondern weil meine Kur abgesagt wurde und ich damit nicht klar kam.
Im Zuge der Therapie stelle ich fest, dass ich wichtige Entscheidungen für mein
Leben mal wieder seit langem aufschiebe.
Vor langer Zeit, als ich mich mit dem Zusammenhang zwischen Seele und Körper
auseinandersetzte, habe ich mir ein Buch von Louise Haye zugelegt. Mir ist also
der Zusammenhang zwischen meiner Nicht-Entscheidung-Treffen-Problematik
und meinen Zähnen durchaus bewußt.
Aber gerade in meinem jetzigen seelischem Chaos wünsche ich mir einen gesunden
Körper auf den ich mich verlassen kann.
Doch davon bin ich ziemlich weit entfernt.
Meine Augen lassen mich im Stich - ich trage jetzt Brille.
Mein Lymphödem - lieber nicht darüber nachdenken
Mein Gewicht - dasselbe Problem wie immer
Mein Blutdruck - nur durch Tabletten im Griff
usw.
Das hier ist keine Klageschrift, vielmehr einer Bestandaufnahme meines jetztigen
Seins.
Die schönen Seiten meines Lebens sind mir durchaus bewußt und ich bin sehr dankbar
dafür.
Das was ich oben beschrieben habe ist meine Mobilitätsbremse.