Donnerstag, 27. März 2014

Was machst du eigentlich den ganzen Tag ... Teil 2

Am Anfang dieser Woche, also am Montag, als die letzte Klausur dieses Monats
geschrieben war, bekam die 16-jährige abends Besuch von ihrer Mutter.
Dieselbe Mutter, die eine Woche vorher sehr ruhig geblieben war, setzte sich
auf die Bettkannte des Kindes und eröffnete ein Gespräch.

Das "Kind" erhielt folgende Informationen ( die ihr wohl in dem Maße nicht
bekannt waren )  -lächel in mich hinein

1. Es geht dich überhaupt nichts an, was ich machen, wenn du nicht da bist .
2. Wenn dir meine Auffassung von Ordnung nicht gefällt, es hält dich niemand
     auf, wenn du den Staubsauger oder Schrubber betätigst oder kochst.
3. Ich fühle mich in meiner Privatsphäre gestört, wenn dein Freund bei uns schläft,
    darum geht das nur noch an den Wochenenden und nicht mehr unter der Woche
   (z.B. wenn Ferien sind)
4. Auch du schläfst in den Ferien nicht auswärts.
5. Ton und Inhalt deiner "Klage" waren völlig daneben. Wage es dich nicht noch
     mal. ( Was dann passiert ist privat )
6. Du hast mir überhaupt nichts zu sagen, ich dir jedoch sehr viel.
7. Dir ist es zu anstrengend auf eine schlafende Schwester zu achten,
    ich mag nicht mehr mit dem Hund gehen, damit du nicht brauchst.


Die Mimik des "Kindes" war interessant .

Was ich daraus gelernt habe:

Ich bin gerne Hausfrau, aber zu einer Führungspersönlichkeit gehört auch,
dass sie deligiert. Ich deligiere jetzt.  - großes breites Lächeln.

Montag, 24. März 2014

Was machst DU eigentlich den ganzen Tag,

wenn ich in der Schule bin ?
Wenn ich nach Hause komme ist hier nie! aufgeräumt.


Diese Frage stellte mir meine 16-jährige Tochter letzte Woche
mit einem aggressiven Unterton,  kurz bevor
ich am Abend zu einem Treffen wollte und der Grund war, dass sie nicht
mit ihrer Freundin weiter Inliner fahren konnte, sondern nach ihrer schlafenden vierjährigen Schwester schauen sollte. Es war 19.15 Uhr und mein Abend
war gelaufen.
Ich ging nirgens mehr hin, sie übrigens auch nicht.

Und so gärt es in mir seit Tagen, denn bei der nachfolgenden
"Kommunikation" , sie weinte und klagte, ich antwortete ruhig und
stellte zu meinem Leidwesen fest - ich rechtfertigte mich .

Es war sicher ein Mutter-Tochter-"Gespräch" , dass so oder ähnlich
unzählige Male stattfindet. Und doch , für mich war es heftig. Ich
bin verletzter als ich zugeben wollte.

Meine Tochter ist nicht angepasst, oft sehr respektlos, manipulativ und
aggresiv. Versteckt das ganze hinter einer lieben Fassade, wenn es sein
muss, ansonsten trägt sie es sich vor sich hin.
Ich als Mutter merke immer erst in solchen Momenten wie oben beschrieben,
dass da was falsch läuft.
Meine Tochter ist fürsorglich, hilfsbereit, liebevoll. Auch das ist eine Seite
an ihr.
Ihre dunklen Seiten haben mich bisher nicht groß gestört, da ich es mich
nicht sehr betraf. Doch seit einem halben Jahr, seit sie in der Oberstufe ist,
wird mein Geduldsfaden immer dünner.

Und so frage ich mich zum Hundertsten Mal - wie erziehe ich meine
Tochter richtig. Im Hinblick auf die Vierjährige, die ich jetzt schon
strenger und konsequenter erziehen muss, da sie die Allüren der Großen
bereits jetzt zeigt.

Ich vermisse Respekt bei beiden Mädchen. Respekt vor mir. Respekt
zum Teil vor anderen Menschen und denke, was habe ich falsch
gemacht ? Bei der Kleinen kann ich gegenlenken, bei der Großen ?
Was lebe ich vor ?
Das ich keinen Respekt vor meinen Bedürfnissen habe ?
Dass ich auch respektlos über andere Menschen, nahestende oder auch
aus der Umwelt oder den Medien sprechen.
Wem zolle ich Respekt ?

Respekt, Achtung vor dem anderen - Mensch, Tier, Pflanze
Mir wird in vielerlei Hinsicht der Spiegel vorgehalten.
Heute mag ich reinschauen.

Und dann ist da noch ein anderer Gedanke ...

Oma erzählt von ihrer Kindheit/Jugend, in der sie hart arbeiten musste.
Natürlich wünsche ich das meinen Kinder nicht.
Aber ... in Watte packen ist auch nicht die Lösung.
Lieber alles selbst machen, damit das Kind sich nach einem harten
Schultag erholen kann.
Das ist tatsächlich ein Gedanke, der mich dazutreibt, meine Bedürfnisse
hinter die meiner Kinder zu stellen.
So wie es aussieht, tue ich keinem damit einen Gefallen.










Samstag, 1. März 2014

Rauhnächte 2013/ 2014 - Februar

Die Tarotkarte für den Februar war

Die Wiedergeburt

Zitat aus dem Buch " Das Taro t der Neuen Hexen " von Franklin/Manson
... dass eine bestimmte Erfahrung Sie veranlasst, Ihre Vergangenheit zu überdenken
         und das Muster Ihres Lebens und die Entscheidungen , die Sie zur gegenwärtigen Situation

         gebracht haben , zu erkennen ....


Es gibt eine sehr interessante Situation in diesem Monat.
Als meine alte Küche rausgeschmissen  und die neue eingebaut wurde, standen
für einen Moment zwei Männer in meiner Küche. Die Väter meiner Kinder. Nebeneinander.
Ich schaute sie mir an und dachte im ersten Moment :
 " Ach guck, mit denen hast du Kinder gezeugt " .
( Was ich wirklich dachte , schreib ich hier nicht - grins)

Im nächsten Moment verging mir das Lachen und ich sah ...
mich und meine Beziehungen zu diesen Männern.
Mich ... die wieder einmal auf dem Weg ist, kleiner und
kleiner zu werden. Sich aufzugeben. In manchen Situationen bereits
aufgegeben hat. In anderen wieder erwacht. 

Diese Erkenntnis beschränkt sich nicht auf den Februar,
im Gegenteil. Sie ist lediglich in diesem Monat "erschienen".

Und weil mir mein Selbstwertgefühl wieder einmal abhanden kommt,
 kompensiere ich es , in dem ich mich z.B. auf die Zähne in einem
 nicht gesundem Maße konzentriere.
Wo ich im Außen bleibe und es um jeden Preis vermeide in
mich zu schauen. 

Ich habe Angst vor dem was kommt, denn ich will
Entscheidungen für mich treffen.
Das wiederum passt sehr gut zu meinem nächtlichen Erlebnis in der 2.Rauhnacht.
Ich war draußen und hatte auf einem das Gefühl von etwas großem , dunklen
verfolgt zu werden. Schon lange bin ich nicht mehr so gerannt um in den
sicheren, erleuchteten Hausflur zu gelangen.
Die Angst vor dem was kommt, wenn ich mich auf mich besinne, hängt
mir im Nacken.