Samstag, 31. Mai 2014

Achterbahnfahrt

Mein Innenleben gleicht einer Achterbahn.

Gut drauf und einige Stunden später wieder gefangen im Gedankenkarussell.
Körperliche Symptome spüren und sich dann immer wieder sagen,
du bist gesund, fällt schwer.
Irgendwann versagt der Verstand und das Gefühl nimmt mich gefangen.
Kann nichts anderes denken, nichts anderes reden.
Freunde schreiben mir kurze Nachrichten in denen steht : " Du bist
gesund " .
Und ... schütze Dich vor ... ( Ich weiß was sie meinen, denn es steht
ganz deutlich in ihren Nachrichten.
Suche Halt im Tagebuchschreiben. Analysiere , schaue auf alte Ver-
haltensmuster. Und wenn ich die versuche zu ändern, kommt schnell
das schlechte Gewissen, dass genau soviel Unruhe verursacht wie
die "Schmerzen".
Die "Schmerzen " manifestieren sich und Montag geh ich sowieso zum
Arzt, hab da seit Wochen einen Termin. Ob er mir helfen kann ?

Dieses Auf und Ab mach unendlich müde, so dass ich mich am liebsten
mehrmals täglich hinlegen möchte um zu schlafen. Den Kreislauf unter-
brechen, erwachen "schmerzfrei" bis der Kopf wieder rundläuft.
Doch da ist eine nette kleine Göre die möchte meine ganze Aufmerksam-
keit, denn Barbie passen die Reitstiefel nicht und Ken hat seinen Kopf
verloren. Das sind die wirklichen Probleme ... lach.
Und so versuche ich immer wieder das zu machen was mein Haus-
arzt mir am Mittwoch vorschlug.
Hier der Dialog:

Arzt: "Fassen sie mit ihrer Hand freiwillig auf die heiße Herdplatte ? "
Ich : " Nein, ich bin ja nicht bekloppt !!! "
Arzt:  " Gut , dann denken sie doch immer wenn sie kontrollieren wollen
          - Herdplatte - "
Ich: " Werde ich versuchen, kann ja nicht schaden "
Arzt: " Dann mache sie sich eine Liste ... das muss ich tun ( z.B. Kochen,
         Betten machen, Radfahren mit Kind usw. ) und dass muss ich nicht
         tun ( .. kontrollieren, auf Schmerzen warten usw. )
Ich : " Ist bestimmt nicht einfach  "
Arzt : " Nein, aber ein Weg "

Und dann vertraute er mir etwas an.
Arzt: " Wenn ich unter Stress stehe, habe ich einen Kloß im Hals. Und dann
denke ich, ich habe Kehlkopfkrebs. Und das macht mich verrückt . "
Ich weiß was ich ihnen erzähle. Aber es geht. Versuchen sie es  "

Und so bin ich am Mittwoch nach Hause gefahren und habe unzählige Male
an diesem Tag " Herdplatte " gedacht und musste jedes Mal lachen.
Und am Abend bin ich zur Chorprobe und da musste ich an gar nichts denken
Nur singen und war tatsächlich " schmerzfrei " bis zum nächsten Tag.

Euch die ihr mich immer noch begleitet, ein schönes Wochenende.


Dienstag, 27. Mai 2014

Seelenarbeit

Heute ist Seelenarbeit angesagt.
Ich höre meine Körper, ganz laut und auch "schmerzhaft" , doch
ich verstehe meine Seele nicht.
Ich habe mir heute Zeit zum Zuhören genommen und doch verstand ich
die Botschaft nicht.
Dann bei einem längeren Gespräch mit einer Bekannte, kam die Einsicht.
Doch wie jetzt umsetzen ?
Ich bin noch längst nicht in meiner Mitte angekommen, aber zumindestens
habe ich einen nächsten Schritt gesehen.
Ich habe wieder mit Reiki begonnen.
Es ist schon komisch, da habe ich quasi ein Hilfsmittel bei der Hand und
doch benutze ich es seit längerm nicht mehr.
Im Rückblick habe ich quasi damit aufgehört, als ich sah, dass ein Veränderung
notwendig wurde. Als könnte ich sie so aufhalten.
Bin von Pontius nach Pilatus gelaufen, nur um nicht bei mir zu sein.

Kennt ihr das auch ?
Da weißt du was zu tun ist und dann handelst du genau entgegen-
gesetzt ?

Genau wie andere Blogger es manchmal tun, möchte ich einige
Beiträge nicht mehr öffentlich schreiben.
Ich möchte über meine Seelenarbeit klar und deutlich schreiben
können, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, was
andere dazu sagen.

Darum habe ich vor einige Beiträge mit einem Passwort zu versehen.
Leider weiß ich noch nicht wie das bei "Blogger" funktioniert, darum
wäre ich über Tipps sehr dankbar.

Und um mir jetzt was gutes zu tun, gehe ich mit dem Hund ins Feld.
Es regnet und ich liebe es einfach so im Regen spazieren zu gehen.



Sonntag, 25. Mai 2014

Veränderungen

Ich habe vor einiger Zeit ein Buch gelesen . " Ich liebe die Anfänge " von Barbara Salesch.

Ich muss ganz ehrlich sein, lieben wäre jetzt übertrieben,
aber ich weiß das Veränderungen zum Leben gehören
und ich weiß, es ist besser mit ihnen zu fließen, als gegen
sie anzukämpfen.

Da ich mich vom Vater meiner jüngsten Tochter getrennt habe,
wird sich die Gestaltung unserer Wochenenden und freien Tage
verändern.
Ich sehe das als Chance aus einem vorhandenen Muster auszubrechen.
Ich werde alleine für die Gestaltung verantwortlich sein und ich werde
bei Ausflügen nicht auf ein Auto zurückgreifen können, da ich keins
habe.

Im Moment sehe ich nur die Dinge die nicht gehen.
Letztes Jahr waren wir mit dem Auto zum Mittelaltermarkt nach Krefeld
unterwegs, dieses Jahr müssten wir eine mehrstündige Fahrt mit dem
öffentlichen Personennahverkehr auf uns nehmen.
Ich will immer raus in die Natur und sehe nur Ziele die mit langen
Fahrten zu bewältigen sind. Die Natur um unsere Kleinstadt ist für
das Kind ausreichend groß für Entdeckungen und auch unsere Klein-
stadt hat Ecken in den sie auf jeden Fall noch nicht war.
Und dann gibt es Ausflugsziele die sie liebt und ich langweilig finde.
Das Schwimmbad, der Wasserspielplatz ( der im Sommer halt auch
Wasser hat ) unsere Wiese vor dem Haus um Picknick zu machen und
Ball zu spielen. Omas Garten findet sie toll mag aber nicht die
anstrengende Fahrt dorthin. Für sie mit ihrem kleinen Rad geht es
immer bergauf und wir brauchen fast eine Stunde bis dort, mit
Unterbrechungen. ( Ich alleine brauche 10 Minuten mit dem Rad)

Und es muss ja nicht jedes Wochenende ein großer Ausflug sein.
Die großen Ausflüge kann sie dann mit ihrem Papa machen, der
wohnt ja 200 km von uns entfernt .

Da fällt mir gerade ein wie meine Eltern mit mir die Sonntag verbracht
haben. Mein Vater machte bei schönem Wetter schon mal eine Radtour
mit mir, nach dem Mittagessen wurde Musik gehört, gelesen ( heute heißt
das gammeln) oder ein Spaziergang gemacht. Entweder einmal ums Dorf
oder eine ganz bestimmte Runde durchs Feld. Dann gab es Kaffee und
Kuchen im Garten oder Wohnzimmer.  Das war Standard. Große Ausflüge
waren selten und immer ein Highlight. Wenn meine Eltern sich nicht mit
mir beschäftigt haben, habe ich gemalt oder gelesen. Oder was damals
üblich war Kassetten gehört.

Ich erinnere mich gerne daran. 

Während ich hier schreibe, fallen mir einige Sachen ein, die doch
gehen. Ich muss nur umdenken.
Und mit der Veränderung fließen.







Dienstag, 20. Mai 2014

Depression ... und wie es weiterging

Was meinen Kontrollzwang angeht, habe ich Fortschritte gemacht.
Ich habe ein offenes Gespräch mit meinem Zahnarzt geführt.
Über meine Depression, meine Ängste bzgl. der Zähne, meinen Kontrollzwang.
Tja und was sagte der. Sie bilden sich überhaupt nichts ein, ihre Zähne
dürfen schmerzen, denn sie haben eine ordentliche Entzündung .
Was für eine Erleichterung . In klaren Worten zu hören, ich bin nicht bekloppt.
Ich bilde mir nichts ein.
Den ganzen Tag hatte ich nicht einmal das Bedürfniss zu kontrollieren.
Der Zwang ist nicht weg, aber nicht mehr so ausgeprägt. Ich denke
wenn alles geheilt ist, verliert er sich.

Was die Depression angeht befinde ich mich gerade auf einem Hoch.
Ich habe den entscheidenden Schritt getan und das hat mich hochgespült.
Die nächste Sitzung bei meiner Therapeutin steht an und ich werde sehen,
was passiert.

Jetzt heißt es weiter gehen, die guten Tage genießen und Kraft schöpfen
für das nächste Tal.


Donnerstag, 15. Mai 2014

Depression oder einen Schritt vor dem Abgrund ( Wie es in mir aussieht)

... genauso habe ich mich letzte Woche Freitag gefühlt. Ich sehe es schon länger kommen, weiß gerade nicht, ob ich es hier schon mal erwähnt habe. Ich habe Depressionen, bin seit längerem,
auch mal mit größeren Pausen in Behandlung.
Am Freitag ging es mir so schlecht, dass ich sogar mit dem Taxi ( nicht ganz billig) zur
Therapeutin gefähren wäre, wenn ich den Bus verpasst hätte.

Im letzten Sommer merkte ich, dass es wieder los ging und das ich wieder Hilfe von außen
brauche. Und dann war ich in Kur und hatte so Phasen , da habe ich alle um mich herum mit
meinem Ängsten und Panikattacken genervt.
In diesen tiefen Tälern beschäftige ich mich mit meinen Zähnen . Ich mag da jetzt nicht
näher drauf eingehen, alleine der Gedanke an das Wort verursacht mir Schmerzen. Ich
kann vollkommen schmerzfrei sein und nur das Wort aussprechen und es tut was weh.

Den Grund für meine derzeitige Depression kenne ich. Und wenn ich die Ursache beseitigt
hätte, wäre mir die Wurzel-Gedöns-Aktion im letzten Jahr sicherlich erspart geblieben.
Und jetzt spitzt sich die Situation zu und ich merke wie ich innerlich über mich den Kopf
schüttel und manchmal denke ich werde bekloppt.

Mittlerweile habe ich Angst nicht mehr aus dem Tal rauszukommen. Der Vormittag
ist ja noch ganz ok, da kann ich mich einigermaßen ablenken, auch mal einfach den Hund
schnappen und raus . Den Kontrollmechanismus unterbrechen.
Doch je später der Tag je angestrengter werde ich. Und dann kommt der Abend, die
Kleine schläft und ich würde mich am liebsten hinlegen und schlafen um nicht denken
zu müssen.

Meine Therapeutin sagte in unserer letzten Sitzung , sie wäre mit ihrem Latein am Ende.
Wenn ich nicht bereit bin , den einzig möglichen Weg zu gehen, dann bliebe mir nur noch
Psychopharmaka.

Ich gebe ihr Recht. Ich weiß was zu tun ist. Ich trau mich nicht. Habe Angst zu verletzen
und verletze lieber mich.

Ich setze im Moment einen Fuß vor der anderen. Um das Problem zu umgehen.

Während ich diese Zeilen schreibe, denke ich so, Mensch ... , tu es einfach. Schlimmer
kann es nicht werden und ich könnte endlich wieder gesunden und Freude an mir selber
haben.

Danke fürs Mitlesen. 



Nachtrag: Ich habe diesen Post bereits am Montag geschrieben. Mittlerweile habe ich für
die nächsten Tage einen Ansatz gefunden um den Zwang zu unterbrechen. Das kostet mich
Kraft, macht mich aber auch stolz, wenn es funktioniert. Ich denke in Stunden, nicht in Tagen.
Menschen die zwischen den Zeilen lesen und mich kennen, macht Euch keine Sorgen darüber,
dass ich was Dummes vorhabe. So dunkel es in mir zur Zeit ist, ich hänge sehr an meinem
Leben.
Gruß die Sammlerin

Montag, 5. Mai 2014

Darf ich vorstellen. Das neue Hunde-Kind von Barbara und Stephan.
Freunde von mir.






Nala .

Seit gestern wohnt sie in ihrem neuen Heim. Eine Neufundländerdame.
Ronja wurde "Patentante". Ein nicht einfaches Amt , sie liebt Barbara und Stephan
über alles und mag weder andere Weibchen, noch dunkle Hundegesichter.

Und so hat sie das getan, was eine gute "Tante" tut, wenn sie merkt, dass ihr was nicht
geheuer ist. Sich anders beschäftigt.

Fußballspielen mit Stephan.

Und als ich mit ihr wieder nach Hause wollte, da klaute die kleine Nala Ronjas Leine und
trug sie ein Stück zurück und auch Ronja wollte nicht wirklich gehen.

Noch ist das "Kind" kleiner als die "Tante ".

Samstag, 3. Mai 2014



Irgendwo auf diesem Bild ist meine vierjährige Tochter versteckt. Und unser Hund.
Diese Obstwiese befindet sich ganz in unserer Nähe zwischen Schule und Friedhof.
Sowohl der Hund als auch das Kind finden es sehr spannend durch das hohe Gras
zu laufen.
Jeden Tag aufs Neue.
Es ist unsere Hunde-Morgen-Runde. Da hab ich unter der Woche nur 20 Minuten
Zeit und am Wochenende begleitet mich mein Kind. Das ist dann für den Hund
und mich nicht so entspannend. Geht aber nicht anders.

Eigentlich ist Ronja der Hund meiner 16-jährigen Tochter. Sie hat ihn 2008
aus dem Tierheim geholt und bis vor einem halben Jahr gab es für mich
keinen Grund für Beanstandungen.


Doch in letzter Zeit haben wir beide nicht das gleiche Verständnis von "um den Hund kümmern"
oder mit ihr " eine große Runde " zu gehen.
Ich habe mir das lange angeschaut, aber jetzt war es dem Tier anzusehen, wie unglücklich und
vor allem unausgelastet sie ist.

Ich habe die Verantwortung für sie übernommen und sie meiner Tochter genommen.
Jetzt bin ich jeden Tag mehr als einmal an der frischen Luft, da ich aufgrund meines
Lebens "ohne Auto" alle Wege zu Fuß oder mit dem Rad erledige.

Über den Konflikt mit meiner pupertären Tochter mag ich heute nicht schreiben.
Es ist sehr anstrengend konsequent und am Ball zu bleiben. Zusammen mit einer
sehr selbstbestimmten Vierjährigen ist das manchmal mehr als ich zu schaffen
glaube. Vor allem, weil ich niemanden habe an den ich mich mal anlehnen kann.

Aber bei solchen Spaziergängen wie oben genannt, werde ich von der Natur ein
wenig entschädigt.