Freitag, 29. August 2014

Noch eine Inspiration aus der Flow

Als ich ein Kind war habe ich es geliebt Postkarten aus dem Urlaub zu schreiben.

Heute ist es eher so, dass man eine SMS bekommt oder sogar gar nichts.
Ich liebe es noch immer, Postkarten zu erhalten und wenn ich erfahre das
jemand "weg" fährt, dann frag ich immer ganz lieb, ob er/sie mir eine Karte
schickt.
So habe ich dieses Jahr sogar aus China Post bekommen, weil eine junge
Frau ( unsere Hunde lieben sich ) zum beruflichen Austausch dorthin musste.
Irgendwann schreib sie mir über Facebook ... " Ansichtkarten/Postkarten
kennen die hier gar nicht, ich such und such ...
Sie war zwei Monate in China und eines Tages lag die Postkarte in meinem
Briefkasten.
Oder mein Patenkind, dass mit der Klasse nach Paris fährt, Postkarten kauft
und sie mir dann vorbei bringt, weil er vergessen hat sie abzuschicken.
Aus London habe ich auch schon Post erhalten.
Oder aus dem Siegtal .
Ich liebe es zum Briefkasten zu gehen und überrascht zu werden.

Und so sind jetzt zehn Karten die in der Flow waren unterwegs um
andere zu überraschen.



Und als ich dieses Karten zur Post brachte, konnte ich nicht widerstehen und
habe drei neue Karten mitgebracht.
Mal sehen wann die auf die Reise gehen.

Euch ein schönes Wochenende, ich habe nichts geplant und das sind oft
die Wochenenden die besonders gut werden.



Donnerstag, 28. August 2014

Inspiration aus der Flow

Vor einiger Zeit hat jemand bei Facebook eine Aktion losgelassen.

Facebook mit Kunst zu überschütten.
Es war nicht meins. Ich konnte nichts damit anfangen.
Ich habe mir eine Malerin angeschaut und da kam
nichts für mich rüber.
Ich habe ihre Bilder im Internet gesucht ... nichts.

Ich schlage die "Flow" auf und wer schaut mich da an.
Frida Kahlo ... die Künstlerin . Ich bin sofort fasziniert
und denke , den Namen hast du doch schon mal gelesen.
Aber da ...


Nun gut. Ich hielt es für Zufall. Las sehr interessiert den Bericht
in Flow, entschied mich ein Bild daraus in meiner Wohnung aufzuhängen.
Frida ging mir nicht mehr aus dem Kopf.
Und dann heute beim Besuch der Stadtbücherei - die Kleine und ich
waren auf der Suche nach einem Buch über Eulen - steht da ein
kleines Buch und ruft. Nimm mich mit.

Und so lese ich seit heute Nachmittag in der Biografie von
Frida Kahlo.


Montag, 25. August 2014

Komme gerade vom Einkaufen ...
Traurig, denn mein Lieblingsobst- und gemüseladen hat
von jetzt auf gleich geschlossen.
Für immer.
Ich fühle mich orientierungslos.
Gerne bin ich hier einkaufen gefahren.
Es war auch immer Zeit für ein Schwätzchen.
Sie hat ihn zu gemacht, weil er nicht mehr lief, sagt sie.

Also bin ich erst einmal in den Supermarkt, nun also
dort auch Obst und Gemüse.

Auf dem Nachhauseweg flogen die Gedanken.
Es gibt so viele Dinge die ich machen möchte und nicht losgehe.
Die Liste ist lang.
Nicht das mir die Zeit fehlt oder das Geld.
Nein, sie bleiben in meinem Kopf.
Die Besitzerin des Laden beginnt nach 20 Jahre etwas Neues.
Von jetzt auf gleich.
Ich plane und bleibe in meinem Alltag. 

Warum werfe ich mir das jetzt vor ?
Das ist total unnötig. Ich tue das was ich kann,
an der Stelle an der ich bin.
Ich träume von selbstgebackenem Brot, selbstgemachten
Joghurts, Marmelade .
Selbstversorgung.
Träume halt.
Das ist doch wunderbar das ich noch Träume habe.
Vor allem Träume, die ich durchaus realisieren könnte
Zumindestens die kleinen Träume.
Und ich tue es nicht, weil ... ich einfach träumen möchte.

Weil es mich aus meinem Alltag, der mir manchmal sehr
eintönig vorkommt, ausbreche . Indem ich träume.
Aber mein Alltag ist nicht eintönig.
Er besteht aus vielen, kleinen Dingen die sich wiederholen.
Schönes und auch weniger schönes.
Meine Sicht auf meinen Alltag ...
Ich bin Hausfrau, Mutter, Frau , Nachbarin, Freundin, Tochter ,
Träumerin, Organisatorin, Heilerin ... eintönig liest sich anders.

Und darum brauche ich nicht neidisch sein auf die die aufbrechen.
Ich ... bin ja schon angekommen.

Bei mir.

Euch allen eine schöne Woche. 




Sonntag, 24. August 2014

Ferien vorbei und der Sommer anscheinend auch

Heute morgen begann der Sonntag bereits um sechs Uhr.
Ich bin immer wieder erstaunt, dass meine Tochter so früh
auf ist, egal wie spät sie samstags ins Bett geht.

Und so bin ich heute zeitig aufgestanden und fand die Wohnung
einfach nur kalt.
Der Sommer scheint eindeutig vorbei. Mein erster Gedanke
war ...Heizung.
Mein zweiter ... wärmer anziehen und Kaffee kochen.

Durch die Sorgen und Aufregungen der letzten zwei Monate habe
ich sowieso das Gefühl den Sommer verpasst zu haben, fast wie
den Frühling als ich in meiner Depression fest hing.

Und ich habe das Gefühl, den Kontakt zur Natur verloren zu haben.
Den dünnen Faden den ich gewoben hatte über Jahre, er scheint
zerrissen. Was geblieben ist, ist eine wahnsinnige Sehnsucht nach
DRAUSSEN .

Auf dem Balkon ist fast alles ertrunken oder verfault, in der Zeit,
in der ich nicht zu Hause war. Und somit ist mein Plan vom
Gemüsegärtchen misslungen und ich ziemlich desillusioniert.

Die Versuche dieses Jahr an eine eigene kleine Garten zu kommen,
sind gescheitert. Und Ausflüge in die Natur sind viel zu selten.
Ich will in den Wald, Bäume spüren , riechen ...
Hier um mich herum werden immer mehr Bäume gefällt. Aus
Sicherheitsgründen, sagen Stadt und Vermieter.

Ich merke, der Herbst zieht auch in meine Gedanken. Ich
halte bereits Rückblick.

Euch einen schönen Sonntag.

Freitag, 8. August 2014

...und noch mal Borken

Am Mittwoch habe ich meinen historischen Rundweg durch Borken fortgesetzt.

An manchen Stationen komme ich in alltäglichen Situationen nicht vorbei.
Der Marktplatz von Borken ist auch aus historische Sicht ein interessanter Ort.
Im 8.Jahrhundert war er der Standort eines sächsischen Gehöfts. Gemeinsam
mit einer von Karl dem Großen errichteten Missionskapelle bildete es den
Siedlungskern, aus dem Borken entstand.

An dieser Stelle sass ich nun heute Nachmittag umgeben von zwei großen
Kastanien und einer Linde.

Die kleine Maus spielte am Brunnen der sich auf dem Marktplatz befindet.


Ihr seht das Bildnis des Janus. Ein römischer Gott. Im Prospekt steht er wird als Torgott verehrt
und steht unter anderem als Sinnbild für den Blick in die Vergangenheit und Zukunft. Der Künstler
heißt Jürgen Goertz.

Als ich so auf der Bank sass, hatte ich tatsächlich das Gefühl zwischen zwei Welten zu sitzen.
Die historischen Gebäude, soweit sie noch erhalten sind und das Jetzt und Morgen vor Augen.

Unsere Schritte lenkten uns auch zu zwei weiteren Türmen, die einmal der Befestigung Borkens
diente.

Der Holkensturm, der einmal als Wohnung des Stadtkommandanten diente. Als ich das dem
kleinen Mädchen an meiner Seite erklären wollte, merkte ich , dass ich mir gar nicht sicher
war, von welchem Zeitalter ich sprechen soll. Doch sie sagte einfach : " In früher Zeit " .
Es war ihr egal ob Soldaten oder Ritter. Für sie sind es Ritter . Wir haben uns die "Stadtmauer"
angesehen und ich habe ihr ein wenig erzählt, wie gefährlich es für die Menschen ausserhalb
der Mauer war .

 Im Vordergrund der Bildes Pflaumenbäume. Voller Früchte.

Im Anschluss sind wir weiter zu unserem zweiten Turmziel, dem Diebesturm.
So wurde er früher genannt und seine Bedeutung erklärt sich von allein.




Meine Begleiterin war sehr fasziniert von der kleinen Kanone, die davor stand.


Sonntag, 3. August 2014

Heute also Xanten

Wieder durften wir das Auto für ein paar Stunden nutzen, darum war Xanten unser
Ziel.
Es musst wohl überlegt sein, was wir uns dort anschauen wollten, denn die Interessen der
vierjährigen Tochter, der neugierigen Mutter und dem nicht-so-fitten Vater musste ver-
einigt werden.

Zwei Ziele haben wir uns vorgenommen.
Die Kriemhildmühle und den Dom.

Der Dom ist ein Muss für mich, einfach weil wir auch einen Dom haben. Den Aachener Dom.

Zuerst also zur Mühle. Wir näherten uns ihr vom Westwall her und durften sehen, wie der Müller
das Segeltuch löste . Unser Kind war ganz außer sich, weil jemand auf dem Windmühlenflügel
herumkletterte.




Hier ein wenig Mühlengeschichte . Auch zu finden unter folgendem Link. Kriemhildmühle

...Der Nachtwächterturm wurde 1778 an den Kaufmann Gerhard Schleß verkauft, der die Wände erneuern ließ und den Turm als Gartenhaus benutzte. Heinrich Schleß, sein Sohn, entschloß sich, den Turm wirtschaftlich zu nutzen. Er ließ das Dach und den oberen Teil der Rundmauer entfernen, erhöhte den Rumpf und richtete in dem Turm eine Windmühle in Verbindung mit einer Ölmühle ein.
Diese Mühle, heute Kriemhildmühle genannt, verkaufte Schleß später an die Müllerfamilie Hermanns, Besitzer der Walbecker Mühle. Sie gelangte dann in den Besitz der Stadt Xanten bis zum heutigen Tage. Windmühlen, die auf Festungstürmen errichtet wurden, wie in Rees oder Zons, werden im Niederrhein wegen ihrer eigenartigen Form auch Bärwindmühlen genannt.

Quelle: kriemhild-muehle.de



Den Dom haben das Kind und ich alleine besichtigt, der Vater ruhte sich lieber draußen im Schatten
aus. Mit der Kleinen kann man sehr gut Kirchen besichtigen, wenn man sich auf das Kind einlässt.
Sie ist dann auch leise, egal wie laut und auffällig sie vorher draußen gewesen ist. Immer wieder
interessant die Veränderung an ihr zu sehen.

Auffällig für mich war, dass ich ihn mir prächtiger vorgestellt habe. Er ist toll und imposant, gar
keine Frage, aber ich habe es nicht so mit den vielen großen Gemälden. Und davon gab es sehr
viele . Auf den Seiten des Dombauvereins kann man wunderbare Fotos sehen, die auch im
Vorfeld sehr schön fand. Aber davor stehend war es mir von allem zu viel. Prächtig ist für
mich irgendwie anders.
Mit meiner Tochter waren wir schon um den Dom herumspaziert und ich habe ihr die Funktion
der Wasserspeier erklärt. Angesichts der vielen Regenfälle der letzten Zeit und dem Wasser
was von unserem im Verhältnis kleinen Dach fließt, konnte sie sich das gut vorstellen.
Für mich sind Wasserspeier magisch und erwarte immer,dass sie von den Dächern springen
und lebendig werden.
Innen habe ich bei einem Altar etwas gesehen , was mich an den Film Illuminati erinnerte, ein
großes Dreieck mit einem Auge drin. Leider habe ich keinen Fotoapparat dabei, dass hätte ich
euch gerne gezeigt.

Der Kreuzgang war kühl und wunderschön . Hier ein paar Eindrücke.




Den Martinusaltar hat meine Begleiterin sofort erkannt. Klar , die Geschichte kennt sie, hat
sie doch schon den armen Mann gespielt. Lach
Die Figur des Hl.St. Viktor erinnerte uns beide an eine Frau .
Wie immer wenn wir in einer Kirche sind, zünden wir eine Kerze an. Heute zündete
das kleine Mädchen eine für ihren Vater an und was mich echt rührte, betete ein
Vater unser.Allein.  Die zweite Kerze war für die Oma. Der geht es gesundheitlich super,
aber der Wunsch des Kindes, lass Oma nicht alt werden , sonst muss sie sterben.
Oma ist 78 . Und das ist ja kein Alter. 


In der Stadt selber fielen mir die Zeichen der Jakobspilger ein und ein irgendwo vergrabener Wunsch
rief nach mir.
Und ... es war Stoffmarkt mitten in Xanten. Und ich hatte nicht genug Geld dabei. Unfassbar.
Ich traute mich gar nicht gucken zu gehen, soviele Farben, Muster . Alles flatterte in der leichten
Sommerbrise. Knöpfe, Reißverschlüsse. Ein Marktstand bunter als der andere.
Rundherum sassen in Eisdielen und Cafe´s Männer mit Kinder, Männer mit Tüten ... und
die Frauen ...
waren auf dem Markt .





Samstag, 2. August 2014

... und auch ein bißchen Urlaub

Auch wenn die Zeit in Borken emotional eine furchtbare Berg- und Talbahnfahrt
ist, habe ich es mir nicht nehmen lassen , auch Zeiten für mich zu finden.

Mache ich irgendwo Urlaub, dann interessiert mich auch die Geschichte und nicht
nur das Einkaufszentrum des Ortes.
Am ersten Tag nach meiner Anreise, trieb es mich erst einmal in das Tourismusbüro.
Ich bekam einen Stadtplan sowohl von Borken, als auch von den umliegenden Orten.
Einen Plan für einen historischen Rundgang, einen Busfahrplan um in die umliegenden
Orte zu kommen.
Hier in der Nähe gibt es dann auch noch den Pröbstinger See . Leider schaffe ich das
in der Zeit die mir hier noch bleibt nicht, aber meine kleine Tochter war mit ihrem
Bruder mal da.
Auch das Schloss Ahaus musste ich von meiner Wunschliste streichen. Und auch ein
Besuch in Ganderen passt leider nicht in den Zeitplan. Schade, da hätte ich so gerne
jemanden besucht, zumal wie nur eine dreiviertel Stunde Autofahrt von einander ent-
fernt sind.

Und so habe ich mich darauf beschränkt, mir das anzuschauen, was mir quasi vor die
Füße fällt.

Der Kuhmturm in Borken war früher eine Teil der Stadtbefestigung.




Laut des "historischen Rundgangs" leitet der Name Kuhmturm sich von dem Wort Kump ab. Kümpe waren
mit Brettern verschalte tiefe Gruben , in denen Rinderfelle mit Zugabe von Lohe in zwei Jahren "ledergar"
wurde.
Borken gehörte laut dieser Quelle zu den stärksten Festungen des Münsterlandes.



Das gusseiserne Schild hängt an dem rotgemauerten Denkmal vor dem weißen Haus. 
Hier befand sich einst die Borkener Stadtmühle und lag direkt an der Aa . Es war 
eine Kornmühle, der gegenüber eine Ölmühle bzw. später eine Lohmühle stand.

Alle diese Informationen habe ich aus dem Prospekt der den Touristen kostenlos zur Verfügng steht.

Historisch gesehen ist dies eine wirklich interessante Stadt, für die ich mir noch mehr Zeit zum
erkunden wünsche. 
In die Wälder ringsherum bin ich noch nicht einmal gekommen.