Donnerstag, 26. November 2015

Erkenntnisse

Jahrelang, um genau zu sein, 10 Jahre lang war mir nicht klar warum mein
Ex-Ehemann und Vater meiner drei großen Kinder sich nicht mit mir unterhalten
kann/konnte bzw. will/wollte.
Es ging mir nicht in den Kopf, ich konnte es bis zu einem gewissen Grad zwar
nachvollziehen, aber da waren/sind immer die Kinder und ich habe/hatte die
Einstellung wir bleiben Eltern, egal was passiert.
Über die Jahre habe ich mich daran gewöhnt und je älter die Kinder wurden,
desto mehr regelten sie das selber. Gut so.
Er ist immer noch mit unserem Scheidungsgrund zusammen, ihr Angebot vor
ein paar Jahren, wir könnten doch Freundinnen werden, habe ich nicht angenommen.
Der Mann selber wirkte immer wie auf der Flucht vor mir, wenn ich seinen "Tanzbereich"
kam und war nicht in der Lage sich mit mir zu unterhalten. Seine Freundin schon.
Und heute kam dann die Veränderung.
Er wollte zu unserer Tochter, die aber nicht da war. Also bin ich zu ihm runter und
nahm in Empfang, was er ihr zugedacht hatte. Plötzlich spricht er mit mir. Also mehr
als Hallo und Tschüss. Über unseren ehemaligen Arbeitgeber, über unsere Kinder !!,
über unsere ehemalige Werkstatt - Huch. Zehn Minuten. Wow.
Und ich ?
Gehe zurück in die Wohnung. Setze mich auf mein Sofa . Wundere mich.
Ziehe mich kurz in mich zurück. Ja, ich habe mich gefreut, wie ein normaler Mensch
behandelt zu werden. Genieße es . Dann ist das Gefühl vorbei und ich merke.
Es gibt keine anderen Themen die uns verbinden.
Ich warte auf kein weiteres Gespräch mehr. Ich bin frei . 



Abends ist Mutter-Tochter-Stunde. Da gehöre ich ganz meiner kleiner Tochter.
Heute haben wir zusammen fern gesehen. Die Sendung heißt woozle goozle .
Ihre Lieblingssendung, die ich noch nicht mit ihr geschaut habe. Heute kam das
Thema Erdöl.
Und wie wir Menschen mit dem Erdöl Tiere töten.
" Mama, wir aber nicht - oder ? Wir werfen unseren Müll nicht in das Meer,
wir wohnen ja weit weg ."
Ich traf eine Entscheidung.
Die Wahrheit. " Doch mein Schatz, auch wir töten Tiere mit unserem Plastikmüll "
Dann erklärte ich ihr kindgerecht wie unser Plastik ins Meer kommt. Worin in unserem
Alltag  überall Erdöl/Plastik ist.  Das wir auch eine Teilschuld haben und wie wir es
vielleicht nicht ganz verhindern können, aber versuchen können Plastik zu vermeiden,
wo es in unseren Kräften steht.
Keine Frage vom Kind. Schweigen. Ich kenne das, die Fragen kommen ein anderes Mal.

Erkenntnis: Mein Baby ist kein Baby mehr. Sie sorgt sich um Delphine, Fische , Wale im
Meer. Sie wird wach .





Samstag, 21. November 2015

Leseraum ...
 Das Buch ist klasse. Ich liege voll in meiner Zeit, 50 Seiten pro Tag.Ich hätte nicht gedacht das ich diese Disziplin habe. Aber bei einem
guten und packenden Buch sollte das keine Schwierigkeit sein. Außerdem
gab es mir die Möglichkeit den Fernseher auszuschalten.

Leseraum ...

Vorlesen gehört für mich mit zu den schönsten Beschäftigungen mit
meiner Tochter. Gestern war dann im Kindergarten eine Buchausstellung
mit reduzierten Büchern ( Mängelexemplaren) und seitdem gibt es drei Neue
in unserem Kinderregal.

Stolze Mutter ....

Sie schwimmt. Hurra. Nach nur 5 Schwimmstunden schafft sie alles was
zur Seepferdchen-Ausbildung gehört. Nächste Woche dann die Prüfung.
Aus dem tiefen Wasser ist sie jetzt schon nicht mehr raus zu bekommen.
Sprungbrett springen , tauchen . Eine Stunde ist schnell um . Ein toller
Start ins Wochenende.

Zwicken und Zwacken ...

Ja irgendwie höre ich mich an wie eine alte Frau. Hier tut es weh und
dort. Nichts lebensbedrohliches und doch beschäftigt es mich, weil
es auch weh tut.
Da habe ich mir wohl irgendwann in den letzten Tagen den Gaumen
verbrannt, es nicht bemerkt und wundere mich über die Verletzung
desselbigen. Mein Zahnarzt hat sich schräg gelacht. Er schaut in meinen
Mund, denn es tut sch... weh und sagt: Pizza, Lasagne oder Kartoffelgratin ?
Ich so : Wie jetzt ? Er: Sie haben eine ordentliche Brandblase, da kann man
nichts machen ausser abwarten und nichts essen und trinken was reizt. - grins.
Super ... nichts dergleichen gegessen diese Woche .

Geschämt ...

Ursprünglich wollte ab diese Woche zur Tafel, denn sie ist in meine unmittel-
bare Nachbarschaft gezogen.
Bei Henriette lese ich immer mit und wollte das auch machen.
Es würde meine Haushaltskasse entlasten .
Ich sag Euch, ich habe mich nicht getraut. Ich stand auf der anderen
Straßenseite und traute mich nicht rüber. Man steht für 15 Minuten in einer Schlange
an einer sehr befahrenen Straße und in dieser Zeit sind einige KiGa-Mütter vorbei-
gefahren. Ich habe es nicht geschafft mich von der Bushaltestelle ( steht genau gegenüber
der Tafel) zu lösen und mich anzustellen. Ich habe mich geschämt.

Gehört ...

"Take me to Church " von Hozier. Gelesen bei jademond

Ein Ohrwurm begleitet mich seit der Chorprobe am Mittwoch.
"Klänge der Freude " anhören kann man es sich hier . Es ist nicht unser
Chor, aber so ähnlich hört es sich bei uns an.


Ohrwurm des Kindergartenkindes : Kleiner grüner Kranz

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende.


Sonntag, 15. November 2015

Leseraum und DVD-Regal

700 Seiten in 14 Tagen ....


Ich habe mir in der Bücherei ein Buch von  Elisabeth George  
ausgeliehen. Lange habe ich nichts mehr von ihr gelesen, doch eine
Leseprobe hat mich neugierig gemacht.
Das es ein neues Buch ist, kann man es nur 2 Wochen ausleihen.
50 Seiten pro Tag ist mein Ziel . Am Wochenende hat es gut
geklappt.



Dann habe ich noch einen Fehlkauf getätigt.
Ich habe keine Möglichkeit ins Kino zu gehen, also kaufe ich mir
DVD´s ( sofern man sie nicht ausleihen kann oder ich sie unbedingt besitzen
möchte)  der gewünschten Filme.
SAN ANDREAS sollte es sein. Nur leider habe ich beim Bestellen nicht richtig
hingeschaut und erst beim Anschauen gemerkt, was für eine Katatrophe von
Film ich mir zugelegt habe. Grottenschlecht. SAN ANDREAS QUAKE





P.S. über Paris blogge ich nicht, weil ich auch nicht über Kenia, Indonesien, Nigeria,
Brasilien und all die anderen Katastrophen blogge. Das könne andere Medien besser.
Trotzdem beschäftigen und beängstigen mich diese Themen.


Dienstag, 10. November 2015

Jetzt ist sie 6

Wow, Wow, Wow

Jetzt ist das kleine Mädchen sechs Jahre alt und nicht mehr "klein".
Am 03.11. hatte sie Geburtstag und feierte mit ihren Freunden eine
Gruselparty.

Alle waren verkleidet und
große Schwester und Mutter hatten Muffins gebacken. Die Verzierungen lieferte die
große Schwester.



Seit zwei Tagen geht sie in den 500 Meter entfernten Supermarkt alleine einkaufen.
Stolz wie sonst was, kommst sie mit dem was auf dem Einkaufzettel steht zurück.
Als sie das erste Mal loszog stand die große Schwester unentwegt am Fenster.
Man kann von uns aus ihren Weg verfolgen. Mit Tränen der Rührung in den Augen,
denn da ging ihre kleine Schwester. Brot und Käse für sie kaufen.

Und ich als Mutter .... bin mächtig stolz auf meine beiden Mädchen.