Samstag, 31. Dezember 2016

2016 geht

Dies ist mein dritter Versuch einen Jahresrückblick zu schreiben.

Projekte, die ich mir vorgenommen hatte, kamen nicht zustande.
Andere kamen in mein Leben ohne das ich sie geplant hätte.

Ich schließe das Jahr mit einem dicken Minus auf meiner Waage und
einem leichten Plus auf meinem Konto. Hätte mir das jemand vor
genau einem Jahr erzählt, ich hätte es für einen guten Witz gehalten.

Ein großer Wunsch ist für mich in Erfüllung gegangen, für einen Preis,
den ich noch nicht bereit war zu zahlen.

Lese ich in meinem Tagebuch und meinem Blog, dann liegt der Januar
und seine Probleme, Ängste und Sorgen so weit von mir entfernt.
Woran das liegt ?
Heute geht es mir gut.
In den letzten Monaten lösten sich einige Knoten und ich merke, wie
ich entspannter werde.
Meiner großen Existensangst gebe ich nicht allzuviel Raum , daher
beschreibe ich sie nicht schon wieder. Wer weiß , was in den
nächsten Tagen, Wochen und Monaten in meinem Leben geschieht.

Über Pläne und Projekte in 2017 schreibe ich heute nicht.
Sie bringen mich in Zugzwang, setzen mich selber unter Druck.
Neues wird kommen und wie im vergehenden Jahr, werde ich es mit
Euch teilen.
Und wenn es auch  nur zwei Menschen sind, die hier mitlesen. Dann
teile ich sie mit diesen.
Das Projekt, meinen Blog spannender, attraktiver und was weiß ich noch
zu machen, dieses Projekt nehme ich definitiv nicht mit.
Was ich mitnehme, sind all die aufmunternden Kommentare meiner
Leser und Leserinnen, wenn ich meinen Kummer mit Euch teilte.

Meine Lymphtherapeutin frage mich gestern : " Und was wünscht du dir
für 2017 ? " Meine Antwort: " Einfach überleben".
Darauf sagte sie: " Du bist die dritte Patientin heute die das sagt ".

Mehr braucht es auch nicht oder ?

Leben - mit meinen Kindern, Freunden und Lesern.
Leben - Lachen -Lieben

Ich wünsche Euch einen schönen Abschluss und einen nicht ganz so verkaterten Neustart. 

Eure Sammlerin


Donnerstag, 29. Dezember 2016

Früher war alles ...Gedanken zu meinem Leseverhalten

Früher war alles besser anders.
Das mit dem Besser haben wir alle schon gehört oder auch gesagt.
Im Zuge meines Rückblickes schaue ich auch auf früher.
Früher = die Zeit bevor ich meinen Mann kennenlernte und alles anders
wurde (lach)
Früher = die Zeit bevor ich das Internet und Spielkonsolen in mein Leben ließ

Früher konnte ich mich auf lange Texte konzentrieren, die Nachrichten im Fernsehen
wurden um 20.00 Uhr geschaut.
Heute fällt es mir schwer die Tageszeitung zu lesen. Zuerst schaue ich die Bilder,
dann die Überschriften, bleibe hängen an kurzen Texte. Interessiert mich ein langer
Text fällt es mir schwer ihn konzentriert bis zum Ende zu lesen.
Früher habe ich vielmehr gelesen und viel weniger fern gesehen. Gute Filme
schaute ich im Kino, wenn das Geld reichte.
Heute streame ich alles was mir gefällt, schaue mir Filme an zu allen möglichen
Tageszeiten ( wenn es in den Tagesablauf passt ).
Nachrichten ... aber das wisst ihr selber ...mit Nachrichten wirst du heute erschlagen.
Früher ging ich in die Bücherei, dort durfte man sich drei Bücher ausleihen für vier
Wochen - gut war. Manchmal kaufte ich mir auch ein Buch.
Heute habe ich im Schnitt fünf bis sechs Bücher aus der Bücherei hier stehen, lese
e-books, kaufe Bücher und lese doch viel weniger, als noch zu der Zeit als meine
Kinder klein waren und es noch kein Internet gab.

Lesen und Bücher ist seit frühester Kindheit mein Hobby. Mich konnte man immer
mit einem Buch vor der Nase antreffen, wenn ich nicht gerade mit meinem Strickzeug
durch die Gegend lief.
Heute erschlägt mich das Überangebot der Möglichkeiten.
Es gibt Blogs, Challenges, Newsletter usw.
Mein Händler vor Ort empfiehlt, meine Leiterin der Stadtbücherei ebenso
und fragt nach Rezensionen.

Früher war es schwer an gute Bücher ran zu kommen, Bücher die mein Interesse
bediente. Weil man entweder zur Buchmesse fahren  oder sich auf sein
Glück im Buchhandel verlassen musste.
Heute ist es schwer an gute Bücher ran zu kommen, weil ich so erschlagen werde
von den Möglichkeiten, dass ich am Ende nicht weiß, welches Buch ich nehmen
soll.

In meinem Kalender 2016 gibt es eine Liste mit Titeln, die ich in 2016 gerne ge-
lesen hätte und eine Liste über die Bücher, die ich gelesen habe. Die erstere ist
wesentlich länger. Hat lesen noch was mit Genuss zu tun oder muss ich lesen,
damit ich die Liste , die Leserunde ... schaffe ?

Bücher und Lesen sollen wieder zu meinem Hobby werden. Bei dem ich
entspanne, in andere Welten eintauche. In meinem Tempo. Ich lasse den
Druck nicht mehr an mich heran.

Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin. Durch " Das Jahr des Taschenbuches",
das Kielfeder ins Leben gerufen hatte. 

Ein Taschenbuch aussuchen, es lesen. Ich merkte, dass ich entweder Zeit für das
Taschenbuch hatte oder für eines der anderen Bücher in der "Warteschleife".
Anfang November, als ich mit meiner neuen Aufgabe begann, brachte ich alle
Bücher in die Bücherei zurück. Seitdem versuche ich nie mehr als ein Buch
auszuleihen.
An Weihnachten bekam ich zwei Bücher geschenkt, die ich erst lesen möchte,
wenn ich das ausgeliehene Buch zu Ende gelesen habe.

Ich werde sehen...

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Überall Rückblicke auf ein vergangenes Jahr. Ich liebe das.
Egal ob es im Fernsehen stattfindet oder in den Blogs.

Meinen Rückblick bereite ich gerade vor. Ich nehme dabei diesen Blog und mein
offline Tagebuch zu Hilfe.
Gerade in dieser Zeit "zwischen den Tagen " läuft mein Kopf-Kreativ-Programm auf
Hochtouren. Gleichzeitig besuche ich Freunde oder Freunde besuchen mich, denn wir
wollen die freien Tage nutzen.
Gestern war sogar Besuch aus Berlin hier.
Die junge Frau kenne ich schon seit über 20 Jahren, sie gehört familientechnisch zur
Familie meines Ex-Mannes. Aber ich war schon immer diejenige , die den Kontakt
zu dieser Familie gepflegt hat.
Und so war es wunderbar, dass sie ihre Mutter zur Zeit besucht und auf einen Kaffee
(und mehr), gemeinsam mit ihrer Mutter vorbeischaute.
Morgen besuchen wir eine Familie und übermorgen bekommen wir wieder Besuch.
Und das ganze ist stressfrei. Keine hektischen Vorbereitungen, einfach treffen und
reden und reden und reden.
Am Samstag steht das neue Jahr vor der Türe und ich werde es genau wie im vergangenen
Jahr bewusst alleine begrüßen.

Für alle die noch eine Idee suchen, um mit ihren Kindern, Freunden und Verwandten
zu feiern und den Kindern das Warten zu versüßen , habe ich hier eine Idee.
Heute morgen fand ich sie bei Jule und war ein wenig traurig, dass ich sie selber nicht
umsetzen kann. Aber mein Kind wird wie immer um 19.00 Uhr schlafen gehen.

Auf den Sonntag freue ich mich auch, am Abend findet ein Neujahrsgottesdienst statt
und alle Chöre unser Stadt singen gemeinsam. Heute Abend ist Generalprobe.
Über meinen Glauben habe ich mir auch mal wieder Gedanken gemacht. Nicht weil
ich zweifele, sondern wie es um die Außendarstellung bestellt ist.
Es gibt so viele Blogs und Seiten in denen sich Menschen über ihren alternativen ,
naturspirituellen Glauben mitteilen. Das finde ich spannend und inspirierend.
Lese ich auf einem Blog, wo der Schreiber/die Schreiberin christliche Gebete/Worte/
Lieder veröffentlich ist mir das unangenehm. Schon komisch und sicher ein paar
Gedanken wert.
Klar geworden ist mir das bei Facebook, nach dem Besuch eines Gottesdienstes.
Ein Teilnehmer schrieb einen Text in Bezug auf Jesus und Gott und ich dachte:
" Oh, das ist mir to much "
Lese ich ein Segensritual der Göttin, staune ich und denke, so was gibt es bei
uns nicht. Blödsinn. In mir ist eine Blockade, meinen Glauben nach außen ,
ausserhalb der Gemeinde, zu tragen.

Zu Weihnachten gab es neuen Lesestoff, den stelle ich euch noch vor und ich
gönne mir gerade einen Probemonat bei "audible". So muss ich beim Stricken
nicht immer den Fernseher laufen lassen und bekomme nicht jede Katastrophe
oder Werbung um die Ohren geschlagen.

 Ich wünsche Euch noch einen schönen Mittwoch.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Wenn das Christkind nicht rechtzeitig liefert

Ich kaufe nicht gerne beim bösen "a", aber manchmal ist hier vor Ort
nicht das zu bekommen,dass ich brauche.
Vor zwei Wochen bin ich zum ortsansässigen Händler, das
Weihnachtsgeschenk für die Kleine ordern.
Heute dann der Anruf. Lieferung 27.12.16

Toll.

Beim bösen "a" hätte ich es innerhalb 24 Stunden haben können,
aber ich wollte die heimische Wirtschaft ...
Nun denn.

Leider ist mein Geschenk, dass einzige Geschenk,
dass unter dem Weihnachtsbaum landet,
denn im Zweitberuf bin ich Christkind.

Nach zwei Stunden intensiven Nachdenken und Suchen im Netz ,
habe ich jetzt beim bösen "a" bestellt.
Zwei Gesellschaftsspiele, die standen gaaaannnzz unten auf der Liste.
Lieferung - übermorgen.
Jetzt noch eine Geschichte überlegen, warum ich dann ,
nach Weihnachten, ein Geschenk aus dem Ärmel zaubere.


Nicht das jetzt jemand denkt, das arme Kind.
Am zweiten Weihnachtstag regnet es hier Geschenke.
Halt nur unterm Weihnachtsbaum ist es bescheiden,
da wir diesen Abend alleine feiern.

Angesichts der Nachrichten in der Welt, ist das aber kein Problem.
Eher ein Reiskorn.







Samstag, 17. Dezember 2016

Es geht uns gut - oder ?

Nur noch eine Woche und dann ist Weihnachten.

Aber nein - nur noch eine Woche und dann sind Ferien.
Die Kleine und ich freuen uns schon.

Zeit für die schönen Dinge.

Bei ihr heißt das Zeit mir mir verbringen, spielen, hoffentlich Freunde treffen
und keinen Terminstress.
Und natürlich Weihnachten.

Für mich bedeutet es vor allem, das Kind ist entspannter.
Keine morgendlichen Kämpfe oder Vorwürfe.
Zeit zum Lesen und Handarbeiten. Rückbesinnung auf das vergangene Jahr.

In meine neue Lebenssituation habe ich mich eingelebt.
Mal ehrlich.
Es geht mir gut. Die Arbeit mit den Kindern macht mir Freude
und durch das Geld, dass ich verdiene, bin ich weniger abhängig vom Staat.
An diesem Punkt möchte ich mir keine Gedanken mehr machen, was ist im
März oder Oktober 2017.


Es geht uns gut.
Wir haben ein warmes Zuhause, genug zu essen und zu trinken.
Bei uns brennen täglich die Adventskerzen, nicht die Häuser.
Unser Wasser fließt, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, nicht weil
es eine Naturkatastrophe ist.
Wenn es dann mal wegen eines Rohrbruchs abgestellt wird, wissen wir ,dass
wir am Ende des Tages wieder frisches und sauberes, kaltes oder warmes
Wasser haben.
Wir leben in Häusern und Wohnungen - wir haben tatsächlich welche.
Wir leben nicht auf der Straße oder in Gemeinschaftseinrichtungen.

Wir haben die Wahl, ob wir die Zeit mit unseren Lieben verbringen wollen
oder nicht. Und wenn man sich nicht sehen kann, telefonieren wir.
Einige meiner Lieblingsmenschen arbeiten an Weihnachten, weil sie Ärzte,
Sanitäter oder Krankenschwestern sind.

Ich denke heute an all die Menschen, die keine Wahl haben.

Und zünde eine Kerze für sie an. 



(Das Wir seht für mich und mein Kind, aber Du kannst es gerne durch ein ICH ersetzen, wenn du den Text liest )


Dienstag, 13. Dezember 2016

Das Jahr des Taschenbuchs




Das Jahr des Taschenbuchs geht zu Ende und ich schulde Euch noch meine
Oktober - November - Dezember Lektüre.

Durch die Veränderungen in meinem Leben, bin ich zwar nicht zum Posten, aber doch
zum Lesen gekommen.
Meine Buchhändlerin freut sich immer mich zu sehen und ist schon gespannt auf mein
Leseprojekt in 2017 . Mal sehen, was mich inspiriert.
Ich möchte hier noch mal Kielfeder für diese geniale Idee danken.


Und hier meine Favoriten:

Oktober 2016


November 2016


Dezember 2016


Lesestoff fürs Kind

Zu unseren neuen/alten Ritualen gehört wieder, nach einer langen Pause,
dass abendliche Vorlesen.
Es ist eine halbe Stunde, in der wir nur Zeit miteinander verbringen, Telefon und Klingel
sind abgeschaltet.

Ihre Lieblingslektüre sind die Abenteuer der ??? Kids.
Bereits ich habe als Kind die Bücher rund um die drei ??? verschlungen.
Eine Besonderheit hat unsere Lektüre, denn der Titel lautet:
Die ???Kids und Du 
Am Ende eines jeden Kapitels darf der Leser entscheiden,welchen Weg
die Abenteurer einschlagen. Manchmal landet man in Sackgasse oder
gelangt durch Umwegen wieder auf den rechten Pfad.





Sonntag, 4. Dezember 2016

Noch immer habe ich keinen Rhytmus für mein Hobby, das Bloggen und die Blogrunden gefunden.
Mein Kopf ist mittlerweile so voll, dass ich mich nicht mal mehr auf lange Texte konzentrieren
kann.
Sehr traurig finde ich das.
Der letzte Monat im "Jahr des Taschenbuches" hat begonnen und ich habe vergessen, die letzten
gekauften Exemplare zu bloggen.
Jeden Abend nach den Nachrichten nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen. Oder ich
stricke  noch an meinem Pullover. Spätestens um 20.30 Uhr ist bei mir Schicht. Dann kann ich nicht
mehr.
Die Kleine steht, wie immer während der Winterzeit, morgens um 5.00 Uhr ( manchmal auch 4.30 Uhr) auf, der Tag ist wahnsinnig lang. Die Wochenenden beginnen früh.
Erholung  = Fehlanzeige

Mein ganzes Leben ändert sich im Moment dermaßen .
Zum Einkaufen in meiner Kleinstadt komme ich gar nicht mehr.
Weihnachtsgeschenke bestelle ich online, was ich hasse. Online-Banking habe ich
vorher gar nicht gemacht. Meine Karte benutzte ich nur zum Geld abheben.
Kochen müsste ich abends, dafür bin ich zu müde. Also esse ich weniger, konsumiere
weniger. Frühstück und Abendbrot. Hunger habe ich keinen. Dazu bin ich zu müde.
Selber basteln entfällt dieses Jahr komplett und die Weihnachtsdeko besteht aus einem
Adventskranz. Minimalismus mal anders.
Wenn es einen Vorsatz für 2017 gibt, dann den, dass ich wieder mein Leben und meine
Regeln leben möchte.

Den ganzen Tag Probleme von Kindern zu lösen und sich mit Kindern zu beschäftigen, hat den
Nachteil, dass ich keine Zeit habe mich mit Erwachsenen auszutaschen. Es sei denn mit meiner
Hausärztin, die ich mittlerweile wöchentlich sehe, da ich von einer Krankheit in die nächste
wandere.
Über WhatsApp schreibe ich mit meinen Freundinnen. Gesehen habe ich seit Oktober keine
mehr. Das wird sich auch im Dezember nicht ändern.
Ich werde einsam.
Sehen kann das niemand, denn im Außen bin ich der "positive" Mensch. Ich habe fast immer
gute Laune .Nicht aufgesetzt. Ich bin so.
Während meine Kollegen und Freunde zum Weihnachtsmarkt aufbrechen, finde ich keinen
Babysitter, der Zeit hat oder den ich mir leisten kann. Mit Kind und Kollegen/Freunden auf den Weihnachtsmarkt passt nicht. Sie wäre die einzige.

Nun denn.
Von Außen wird immer noch erwartet,dass ich glücklich bin und diese Erwartung erfülle ich im
Außen. In mir wird alles leerer. Ich lebe auf der Insel der Alleinerziehenden, deren Alltag sich um
Kind, Haushalt, Arbeit, Kind, Haushalt und Schlafen gehen dreht.
Am Wochenende dreht sich meine Welt um Einkaufen, Kochen, Kind und die Wohnungssuche,
denn wir haben nur noch zwei Monate Zeit.
Dann stellt die Lieblingsbehörde die Zahlung für diese Wohnung ein.


Das kleine Mädchen hasst die Schule immer noch. Weniger den Unterricht, denn da hat sie sich nun
gefügt. Aber die Betreuung von 13.10  - 16.30 Uhr. Den Kontakt zu ihren Freunden hat sie verloren,
während wir uns am Wochenende verabreden, können ihre Freunde nur unter der Woche. 


P.S. Ich lese den oben geschriebenen Text und denke , dass ich so niemals leben wollte.
Grau und ohne große Freude.  Jetzt bin ich da, wo ich nicht hinwollte. Ich muss schauen,d ass
ich da weg komme.




Dienstag, 29. November 2016

Das große Schweigen ... oder " Fresse halten" wie der Arzt sagt

Ich hätte es nie gedacht, aber ich kann es.
In der letzten Woche hatte ich  eine Kehlkopfentzündung ( mal wieder ) und meine Ärztin
hat mich krank geschrieben.
Ihre Therapie: Nicht reden

Und so schwieg ich mich durch den Tag. Eine ganz neue Erfahrung. Vor allem weil ich sie konsequent durchzog. Nach dem Arztbesuch bin ich erst einmal einkaufen. Im Supermarkt
meines Vertrauens fiel sofort auf Frau S. ist so still. Kein guten Morgen an alle.
An der Frischetheke lachte mich meine Verkäuferin aus " da bin ich mal gespannt wie lang
du das schaffst " und packte mir meine Waren zurecht. Ich hatte ihr meinen Einkaufszettel über-
reicht, wie in Kindertagen . 

Das Schweigen machte Platz zum Nachdenken. Wer keine Gespräche führt, verbringt Zeit
mit sich selber.
Als erstes fiel mir auf, dass mir meine Arbeit bzw. die Kinder fehlen. Sehr schön !
Dann wurde mir bewusst, dass mir die Zeit mit meinem Kind noch mehr fehlt, als
es mir im Alltagstrubel klar war.
Daher brauchte sie am Freitag auch nicht in die OGS und war bereits um viertel nach
eins zu Hause. Ein besonderes Geschenk, der große Bruder kam spontan in seiner
Mittagspause vorbei. Schön ...auch wenn ich nicht viel sagen konnte.

In dieser Zeit des krank seins - ich fühlte mich nicht krank, konnte nur nicht sprechen - habe
ich mein Tagebuch geführt. Geschrieben und geschrieben.
Zeit und Platz über Wünsche und Pläne in 2017 nachzudenken, rückzublicken auf das
vergangenen Jahr.

Das Schweigen tat mir sehr gut und ich habe es erst einmal mit in meinen Alltag genommen.
Seit gestern gehe ich wieder arbeiten, aber es ist ein fröhlicheres Arbeiten. Innerlich.

Vielleicht bin ich ja angekommen, in meinem neuen Leben.

Sonntag, 20. November 2016

Langsam komme ich in meinem neuen, hektischem Leben an.
Mein altes fehlt mir sehr, alle sagen , das legt sich ...ist das so ?

In der vergangenen Woche habe ich erfahren, dass mein Jahresvertrag definitiv nicht
verlängert wird. Ich habe also Arbeit für zwölf Monate.

Eine neue Wohnung habe ich auch noch nicht gefunden, unterstützt werde ich in dem Maße
nur noch bis Ende Februar, danach muss ich mit weniger Geld auskommen.
Ja ..trotz versicherungspflichtigem Arbeitsplatz und 20 Stunden bin ich immer noch Kunde
bei meiner Lieblingsbehörde.

Ob meine Arbeit mir Freude macht, kann ich noch nicht wirklich sagen. Aber sie ist in
Ordnung. Als jemand, der an verschiedenen Orten arbeitet, ist es nicht leicht sich alle
Namen zu merken oder Beziehungen aufzubauen. Irgendwie gehört man nirgends richtig
dazu.

Meine kleine Tochter lebt fürs Wochenende ... immer noch ... und findet die Nachmittagsbe-
treuung doof. Angst macht mir, dass sie letzte Woche, sie muss alleine nach Hause gehen,
von zwei Müttern im Gespräch mit einem Mann gesehen wurde, der einen Hund an der Leine
führte. Die eine hat ein Foto gemacht, die andere angehalten und meine Tochter angesprochen,
sie solle nach Hause gehen.
Das macht es mir nicht leichter.

Meine Therapie habe ich abgebrochen, ich komme mit dem Bus nicht rechtzeitig zurück.
Ist die Kleine abends gegen sieben im Bett, räume ich noch etwas auf und gehe ebenfalls
ins Bett. Freunde treffen oder Hobbys außer Haus pflegen findet nicht mehr statt.

Ich muss mich neu finden, neu sortieren.
Ich poste nicht , weil ich nichts zu erzählen habe. Ich lese gar nicht mehr, schaue abends
die Nachrichten.
Vormittags, wenn das Mädchen zur Schule geht, erledige ich den Haushalt, gehe einkaufen
und um elf mache ich mich wieder auf den Weg zur Arbeit.

Heute ist Sonntag und wir haben den ganzen Tag gekuschelt, Spiele gemacht, rumgealbert und
zusammen einen Kinderfilm geschaut. Gestern, am Samstag, war die Wäsche zu machen, eine
Freundin rief an und dann war der Tag auch schon um.

Das Mädchen vermisst ihre Freundinnen, denn die sind nicht nachmittags in der Schule. Am
Wochenende habe die Mädchen keine Zeit, in der Woche kommen wir meistens gegen siebzehn Uhr nach Hause, da lohnt es sich nicht, sich zu verabreden.

Nächste Woche beginnt die Adventszeit , besinnliche Zeit.
Euch eine schöne Woche, tut mir leid, wenn ich Eure Blogs nicht mehr besuchen kann oder hier
mehr schreiben.
Aber ... es soll ja besser werden.

Donnerstag, 3. November 2016

Mein erster Arbeitstag ... ein neuer Alltag

Die kleine Skorpionin und ich müssen uns umstellen.
Am Donnerstag war mein erster Arbeitstag und für sie ihr erster Tag in der Offenen Ganztagsschule.
Das heißt für die kleine Maus, morgens um 07.30 Uhr aus dem Haus und nachmittags
um 17.00 Uhr wieder zu Hause.
Viel Zeit für gemeinsames , draußen spielen oder generell spielen bleibt nicht. Denn seit
der Zeitumstellung geht sie wieder um 19.00 Uhr schlafen.

Morgens, wenn sie aus der Türe ist, erledige ich unseren zwei Personen Haushalt , gehe einkaufen
oder helfe meiner Tante im Haushalt. Arztbesuche usw.
Dann um 11.00 Uhr gehe ich zur Arbeit und komme um 17.00 Uhr wieder.
Die Arbeit ist ganz nett.
Ich kontrolliere Hausaufgaben ( während in der OGS meiner Tochter, jemand ihre Hausauf-
gaben kontrolliert) , ich mache Spiele , bastele , beaufsichtige Kinder ( während all das an
anderer Stelle , eine andere Mutter mit meinem Kind macht ).

Während ich also meine Zeit mit anderen Kindern verbringe, Geld verdiene, bezahle ich eine
andere Frau/Mutter dafür , dasselbe mit meiner Tochter zu machen.

Paradox oder ?

Sonntag, 30. Oktober 2016

Vom Glück wieder Arbeit zu haben oder zwei Herzen in einer Brust

Wie im letzten Post bereits erzählt bin ich ab nächsten Ersten wieder berufstätig.

Die Menschen um mich herum freuen sich oft mehr , als ich selber.
Also, als ein Teil von mir.
Der Teil der sich nicht freut ist der Mutter-Teil.
Ich frage mich nämlich werden wir es schaffen ?

Bisher war ich für meine Kinder in der Grundschulzeit immer am Nachmittag
zu Hause. War die Schule aus, konnten sie nach Hause kommen.
Auch für die Skorpionin war es so geplant.
Die ersten vier Schulwochen waren sehr holprig. Sie geht immer noch nicht
gerne zur Schule, aber akzeptiert die Notwendigkeit. Die Ferien waren herrlich.
Nie sprachen wir über Schule und allem was damit zu tun hat.
Am ersten Schultag nach den Herbstferien ging sie nur unter Tränen los.
Ab kommenden Mittwoch muss nun bis halb fünf am Nachmittag in der
Schule bleiben. Ich kann sie auch nicht mehr abholen , wie bisher.
Denn ich arbeite in der Betreuung einer anderen Schule im Stadtgebiet und
werde sogar nach ihr nach Hause kommen.
Ihre Angst vor dieser Situation macht mich hilflos und traurig.
Da kann ich mir hundertmal sagen, dass schafft sie, sie ist stark. Andere
Kinder schaffen das auch.
Ich möchte das nicht für mein Kind.
Im Prinzip habe ich einen ganz anderen Plan. Wenn ich könnte wie ich wollte,
würde meine Tochter nicht in dieses Schulsystem eingepfercht. Doch das
sind Träume, die ich nur träumen kann.

Der andere Teil von mir freut sich.
Der Druck vom Gesetzgeber, mir Arbeit zu suchen um aus der Bedürftigkeit raus-
zukommen, war schon enorm.
Diese neue Aufgabe ermöglicht mir zwar nicht das Rauskommen, aber doch einen
guten Schritt in die richtige Richtung. Der absolute Vorteil ist, dass ich mir über
Ferienzeiten keine Gedanken machen muss, was, bei einem Job im Büro zum
Beispiel, ein richtiges Problem hätte werden können.
Die neue Aufgabe ist etwas was ich schon immer gerne getan habe. Mit Kinder
arbeiten. Und ich habe da keine rosa Brille auf. Ich wollte nicht wirklich ins
Büro zurück und insofern ist es aus heutiger Sicht ein Lottogewinn.
Ich kann in meiner Stadt arbeiten. Mit meinem Rad komme ich zu allen Schulen.
Bei Sturm und Regen ist mein weitester Arbeitsweg knapp 45 Minuten zu Fuß.
Mit dem Rad dreißig.
Von meiner jetzigen Wohnung aus.
Auch die Sache mit dem Geld sehe ich positiv, denn einen großen Batzen meiner
Kosten kann ich nun selber tragen. Für den Rest bekomme ich noch etwas Unter-
stützung. Ein gutes Gefühl.

Jetzt kennt ihr die zwei Herzen in meiner Brust.

Schlagwort: angemessener Wohnraum

Der Arbeitsvertrag ist unterschrieben, der erste Arbeitstag in Sicht. Am 02.11.2016 geht
es los. Bis zum 31.07.17 bin ich nun wieder Teil der Gesellschaft . So nennt man das doch,
wenn man zu denen gehört,die wieder Steuern zahlen und der Gemeinschaft nicht auf der
Tasche liegen.
Doch halt stopp ...
Noch mal zwei Schritte zurück.
Ich bleibe im System. Als alleinerziehende Mutter verdiene ich mit einer
20-Stunden-Anstellung noch nicht genug um uns zwei durchzubringen. Und weil das so
ist, bleibt auch die Aufforderung bestehen mir "angemessenen Wohnraum " zu suchen.
Das wir jetzt keine Klagemauer. Doch möchte ich Euch an der Suche teilhaben lassen.
Ohne Schuldzuweisungen und Gejammer.

Angemessener Wohnraum ist wohl für jeden Menschen ein individuelles Bedürfnis.

Für mich bedeutet er zum Beispiel, dass wir fussläufig zur Grundschule wohnen. Nicht
weil wir nicht in der Lage sind zu laufen oder mit dem Rad zu fahren, sondern weil wir
beide bis 16.30 Uhr arbeiten ( Schule ist auch Arbeit in dem Fall) und zwar an unter-
schiedlichen Schulen.  ( Ich bin in der Betreuung an Schulen der verschiedenen Stadtteilen tätig).
Das heißt für meine fast siebenjährige Tochter, dass sie jeden Tag um halb fünf alleine nach
Hause gehen muss, denn die anderen vier Kinder werden mit dem Auto abgeholt. In ihrem
Tempo ist sie fünfzehn Minuten unterwegs. Ich brauche mit dem Rad durchschnittlich drei-
ßig Minuten.

Was mir auch noch wichtig ist, ist ein eigenes Schlafzimmer. Das habe ich früher schon mal
ausführlicher erklärt.

Balkon wäre toll, muss aber aber nicht zwingend sein.

Angemessener Wohnraum im Sinne des Gesetzgebers sieht in unserem Fall so aus.

- dem Kind ist auch ein Schulweg mit Busfahrt zumutbar.
- der alleinerziehenden Mutter steht kein eigenes Schlafzimmer zu, sie kann im Wohnzimmer oder
mit dem Kind in einem Zimmer schlafen.

Kommen wir zum alles entscheidenen Faktor . Die Miete.
In unserem Fall darf die Wohnung 401,70 Euro inklusive Nebenkosten zuzüglich Heizung kosten.
Größe bis 65 qm.

Da meine Tochter sich bereits am 01.09. umgemeldet hat, muss ich den angemessenen Wohnraum bis zum 28.02.17 finden. Danach zahlt der Gesetzgeber nur noch die angemessene Miete. Den Rest muss ich übernehmen.

Gestern erhielt ich das offizielle Schreiben. Obwohl ich wusste, dass es kommt, war ich doch wie vor
den Kopf geschlagen. Das ist heute vorbei.
Ich suche . Genau wie vorgestern, genau wie seit Anfang August.
Die Wohnungen hier in der Stadt beginnen mit 350,00 Euro Kaltmiete zuzüglich Nebenkosten.
Ich habe bereits sechs Wohnungen besichtigt, doch jedesmal hat sich der Vermieter gegen mich
entschieden. Telefonate ( wir rufen zurück) habe ich unzählige geführt. 

In unregelmäßigen Abständen werde ich hier über meine Suche berichten.





Mittwoch, 26. Oktober 2016

Guten Tag ... wir müssen das Wasser abstellen

Das war heute um 14.00 Uhr. Jetzt haben wir 20.30 Uhr und es gibt immer noch kein Wasser.

Da haben wir den Notstand.
Wir hatten gerade noch Zeit, zwei Putzeimer und die Wasserflaschen unseres Sprudlers zu
füllen. Dann kam nur noch braune Brühe.
Wasserrohrbruch.
Der zweite in einem Monat.
Der Vorteil diesmal, wir waren zu Hause und konnten uns ein wenig decken.

In jedem Bad stehen nun 10l Wasser für die Klospülung.
In der Küche 4 Liter was zum Trinken. Wie gut, das wir schon Mittag gegessen hatten,
als es klingelte.
Im Bad 1 Liter um Zähne zu putzen und Hände zu waschen.

Abendbrot ohne Tee. Wir trinken Saft und haben wahnsinnige Lust auf Wasser. Ist das
möglich . Wir trinken nie Wasser zum Abendbrot.
Das Schulkind meint , hoffentlich fällt nicht noch der Strom aus.
Galgenhumor nennt man das wohl.

Duschen fällt aus. Zähne putzen im Spargang. 1 Becher Wasser und 1/4 Liter zum
Waschen.
Geht klar, aber ist komisch.

Wasser ... macht ihr euch Gedanken solange ihr nur den Wasserhahn aufdrehen müsst ?
Ich verdränge das.
Das Buch von Marc Elsberg kommt mir in den Sinn. " Blackout "
Kein Strom - Europaweit.

Hier ist es nur ein Strassenzug. Acht Miethäuser. 48 Familien. Durchschnittlich vier Personen.
Babies und Kleinkinder. Kranke.

Morgen wird das Wasser wieder da sein. Daran wird gearbeitet, dass kann man sehen.
Und wenn nicht ?

Auf einmal ist sie ganz nahe, die Not der "Anderen". Natürlich kein Vergleich mit den
Armen dieser Welt. Denen , die immer ohne Wasser leben müssen. Verschmutzes Wasser.
Umkämpftes Wasser.
Wir wissen unser Wasser kommt wieder. Doch sind wir gestresst. Was trinken wir morgen ?
Wie waschen wir uns ? Womit kochen wir ?
Bei uns ist das bald vorbei - wie ein Spuk.

Die "Anderen" wachen morgen auf und haben immer noch kein sauberes Wasser.

Heute Abend bin ich nachdenklich.

Wasser - immer verfügbar.
Für uns. 

Samstag, 22. Oktober 2016

Kommunikation - ein mir wichtiges Bedürfnis

 
Kommunizieren wir heute mehr miteinander, weil wir mehr Möglichkeiten haben ?
War früher alles besser oder einfach nur anders ?

Es gibt Dinge/Handlungen die mag ich nicht.
Menschen sitzen an einem Tisch zum Essen . Einige schauen immer wieder oder
hauptsächlich auf ihr Handy oder Tablet.
Halt.
Ich mache das auch. Es ist so eine blöde Angewohnheit.
Meine Freundin ist frisch verliebt , wir treffen uns auf einen Kaffee und ihr Handy
bimmelt und bimmelt . Und sie liest und lacht . Dazwischen unterhält sie sich
mit mir.
Kennt ihr - oder ?
Manchmal finde ich das echt ätzend. Ich frage mich warum sitzen wir hier. Bin
ich als Gesprächspartner so überflüssig ? Manchmal mache ich es selber.

Meine Tochter und auch mein Sohn, haben oft ( vor ihrem Auszug) mit ihren
Freunden geschrieben. Wenn sie am Tisch saßen oder im Raum standen.
Ich kann mich erinnern, dass ich meinen Vater wahnsinnig gemacht habe,
wenn ich mit meiner Freundin ( sie wohnte nebenan) stundenlang das Telefon
im Flug blockiert hatte. Nur um am Schluss des Gespräches zu sagen, ich
komme jetzt rüber.

Seit meine großen Kinder ausgezogen sind ist es still geworden. Vor allem
mir fehlen die Ansprechpartner. Am Abend spüre ich das am Stärksten.  Darum
mache ich mir Gedanken über mein Bedürfnis zu kommunizieren.
Wir froh wäre ich jetzt über einen Menschen, der zwar in sein Handy tippt, aber
doch bereit ist mit mir zu sprechen.
Wenn die Kleine schläft, dann bin ich mit mir alleine. Selbst der Hund zum Unter-
halten ist ausgezogen. Ich fühle mich nicht einsam. Ich kann mir auch selbst ge-
nügen.
An manchen Tagen jedoch , gab es außer der Unterhaltung mit den Einzelhandels-
kaufleuten in meinem Supermarkt niemanden mit dem ich gesprochen habe.
Ich schaue mal wieder zu meiner Mutter, die seit 15 Jahren Witwe ist und zu der
ich mal gesagt habe, du musst dich einfach beschäftigen. Super. Tochter.
Heute denke ich da ein wenig anders.
Nach nur einem Monat fällt mir auf, wieviel wir miteinander geteilt und gesprochen
haben.
Bin ich zu anspruchsvoll ?

Mir fehlt die hörbare Ansprache.
Mir fehlt der Gedankenaustausch.

Letzte Woche auf dem Sofa kam mir der Gedanke, dass ich langfristig gesehen
nicht mit meiner Tochter alleine leben möchte. Ich möchte in einer Wohngemein-
schaft leben. Ob jetzt hier oder anderswo ist im Moment nicht wichtig. Aber
ich brauche Menschen um mich herum. Mit denen ich meinen Alltag kommuni-
zieren kann. Gefühle, Ängste, Träume ...

Was ich nicht möchte ist, Abend für Abend vor dem PC zu sitzen und zu schauen
wer online ist. Wen ich mal an quatschen möchte.

Ich möchte etwas ändern in meinem Leben.
Kommunikation nicht nur lesen. Auch hören.
Nicht nur am Leben der Fernseh- und Filmakteure teilnehmen.
Sondern am Leben echter, realer Menschen. Die mir auch mal auf den Keks
gehen.

Ich kann mich an eine Zeit in der Siedlung meiner Kindheit erinnern, da traf man
sich draußen . Groß und Klein. Wäsche aufhängen, Garten, Sandkasten.
Ich lebe in einem Miethauskomplex, bestehend aus drei Häusern mit 6 Familien.
Hier leben ca. 60 Menschen und du siehst nie jemanden. Außer er huscht zum
Auto. Alle haben Balkon - du siehst niemanden.
Wie soll da Kommunikation stattfinden ?
Auf dem Spielplatz selten Kinder. Wo sind die ?
Gut - während der Schulzeit , teilweise bis 16.30 Uhr in der Schule . Oder
mit Hausaufgaben beschäftigt.
Mein Gegenübernachbar ist gestorben und ich erfahre nur durch Zufall.
Meine Nachbarin liegt seit zwei Wochen im Krankenhaus und es ist nie
jemand von der Familie anzutreffen, um mal nachzufragen wie es ihr geht.
Manchmal komme ich mir vor wie Else Kling, weil ich horche, wer die
Treppe raufgeht.

Ich bin kein Mensch mit Kontaktschwierigkeiten. Wirklich nicht.
Und doch fehlt es mir an Kommunikation.
Zeiten für mich habe ich oft, vor allem seit mein Haushalt sich halbiert
hat. Ich muss nicht mehr mit dem Hund raus und auch diese Menschen,
die ich dort traf, fehlen mir.

Wie sagte mir eine ältere Dame heute morgen, mit der habe ich mich
über dieses Thema sprach.
" Es wird noch schlimmer. Wenn sie nicht mehr aus dem Haus können,
darauf angewiesen sind, dass jemand zu ihnen kommt. Zum Telefonieren
hat niemand mehr Zeit und zum Besuchen sowieso nicht ."





Dienstag, 18. Oktober 2016

Schlagwort: Minimalismus

Minimalismus ist in aller Munde und hält Einzug in die Haushalte.
Außer bei einigen wenigen Bloggern und Nutzern der sozialen Medien, bin
ich mir nicht so sicher, ob diese Menschen, das wirklich machen oder nur
drüber schreiben.

Absolut authentisch finde Maria und  einab. 
Hier geht es nicht nur um Minimalismus, sondern auch um Nachhaltigkeit, ein weiteres
Schlagwort. Aber wie gesagt. Diese beiden Blogs sind für mich authentisch.
Ich freue mich über weitere Vorschläge eurerseits.

Bei Facebook war ich in einer Gruppe und nach kurzer Zeit wieder weg. Fühlte sich
falsch an.

Über den Begriff mache ich mir so meine Gedanken.

Meine Mutter , Jahrgang 1936, findet diese Aktionen Minimalismus und Co. zum
Lachen. Sie kommt aus einer Zeit, da schrieb man das Wort Armut groß. Zehn
Geschwister hat(te) sie und bis auf zwei, sind alle über den Krieg gekommen.
Nach dem Krieg, mit 19 lernte sie meinen Vater kennen. Sie gründeten eine Familie
und ich kann mich an meine Kindheit erinnern. Viel Geld hatten wir nicht.
Viel gekauft haben wir auch nicht. Ich habe an anderer Stelle bereits über die
Küche und damit den Haushalt meiner Mutter geschrieben.
Kleidung zum Beispiel gab es zweimal im Jahr. Frühjahr und Herbst. Nicht
zwölf Monate im Jahr. Ich war die Ausnahme. Meine Füße ....

Heute habe wir uns so zu-gekauft, dass wir das Ablösen zelebrieren müssen. 
Wer Konsum meidet ist hipp.
Oder - jemand hat kaum Geld um etwas zu kaufen und macht aus der Not eine
Tugend.
Das fällt mir auch oft auch. Bei mir selber.
Wenn ich mir etwas nicht leisten kann, weil die zehn Euro pro Tag für zwei
Personen aufgebraucht sind, dann rechtfertige ich den Nicht-Kauf mit dem
Hinweis auf Konsumverzicht oder so.

Traurig. Aber ich schäme mich manchmal der Armut. Denn das ist es.
Kein Geld zu haben um sich das Notwendigste zu kaufen.
Kein zweites Paar Schuhe im Winter zum Wechseln, nicht aus Kult.
Seit zehn Jahren dieselbe Winterjacke nicht damit zu begründen, dass
ich Konsumverzicht betreibe, sondern schlicht nur Geld hatte für neue
Hosen. Ja - ich gehe in Second-Hand-Läden . Weil ich für manche Dinge
auch nicht bereit bin, viel Geld auszugeben. Nicht weil ich es nicht habe,
sondern weil ich es nicht möchte. In der Kleinstadt gibt es viel für Kinder,
aber Erwachsenenkleidung und dann noch Größe 50....

Bald lebe ich nicht mehr vom Staat und habe noch weniger Geld in der
Tasche. Da kommt es gut, dass die Kastanien gerade fallen und ich versuchen
werde mir das Waschmittel selber herzustellen. Es spart immerhin die Flasche
Waschmittel für 2,59 Euro mit der ich einen Monat hinkommen.
Mit zwei Personen habe ich zwei Maschinen Wäsche in der Woche.
Vielleicht komme ich auch zwei Monate damit aus.
 Ich finde die Aktionen, die echten, wirklich gut. 
Ich habe meinen Kleiderschrank von Kleidungsstücken befreit, die ich seit Jahren
nicht mehr angezogen habe. ( Danke Maria für Deine Berichte)
Im Kleiderschrank des Schulkindes liegt nur Wäsche, die sie wirklich anzieht und
nicht vielleicht irgendwann mal.
Wir bekommen viel geschenkt und verschenken.

Ich bin glücklich in meinem Leben und manchmal auch verzweifelt.

Minimalismus heißt für mich, mich mit Dingen zu umgeben, die ich minimal
brauche um mich in meinem Zuhause und meinem Leben wohl zu fühlen.
Manchmal bestimmt das mein Geldbeutel, manchmal einfach ich.

Ein einfacher Lebensstil.

Für jeden Menschen sieht er anders aus.
 

Montag, 17. Oktober 2016

Auszug, Bücher und so

Gerade im Moment geht mir die Frage durch den Kopf, warum ich mal gedacht habe, jeder Post sollte mir einem oder mehreren Fotos bestückt sein.
Was für ein Stress war bzw. ist das immer noch für mich ?
Ich laufe ja nicht durch mein Leben und denke , oh ich muss das noch für den Blog auf-
nehmen.
Meine Fotos finde ich auf meinem Handy, meinem PC, meinem Laptop und demnächst
auf meiner externen Festplatte. Denn eines meiner Hobbys ist das Fotografieren.
Aber für mich und meine Offline-Fotoalben.
Schreibe ich nun einen spontanen Post, kann ich ihn öfter nicht veröffentlichen, weil ich
das Foto nicht finde, was dazu passt.

Hier auf meinem Blog geht es mir um Text und Sprache.
Es ist aber auffällig, dass die Aufmerksamkeitsspanne - ich kenne es von mir selbst - kürzer
wird . Lange Texte lesen fällt mir schwerer, als vor meiner PC-Zeit.  Also vor mehr als
zwanzig Jahren. Je mehr ich an der Medienwelt teilnehme, je weniger kann ich mich auf
etwas dauerhaft konzentrieren. Beiträge im Fernsehen oder Texte in Zeitschriften ( die übrigens
auch selten länger als eine Seite sind).

Übungssache.


Nun ist er also raus, der große Junge. Freitag leerte er sein Zimmer, dass dann seit Samstag mein
Zimmer ist.
Nach 6 Jahren und elf Monaten habe seit zwei Tagen wieder ein eigenes Zimmer.
Gefühle über Gefühle.
Freude über den neu geschaffenen Freiraum.
Trauer um den Auszug des Sohnes.
(Jetzt sind alle drei Großen raus)
Dem kleinen Mädchen macht es Angst, dass die Mama nicht mehr mit ihr in einem Zimmer
schlafen möchte.
Das kleine Mädchen freut sich über mehr Platz für Häuser, Schlösser, Puppenküchen und Co.


In Zusammenarbeit mit der örtlichen Bücherei und der Grundschule, gab es zum Ferienanfang
einen Clubausweis.
Es soll die Kinder motivieren, Bücher auszuleihen , zu lesen. Nach fünf Büchern gibt es eine
Überraschung. Allerdings kann man nicht fünf Bücher in fünf Tagen ausleihen. Eine gewisse
Zeit sollte zwischen den Büchern vergehen.
Letzte Woche  waren wir mal wieder in der Bücherei und das Schulkind hat sich bei der Leitung gemeldet.
Ausgeliehen hat sie sich ein Buch für Erstleser.

Pimpinella

Was ich von der Aktion halte ?
Für die Erstleser viel zu früh. Gerade ein paar Buchstaben gelernt, werden sie angehalten ein Buch
zu lesen . Sie lernen gerade das Silben klatschen , vom Silben verbinden höre ich bei den Hausauf-
gaben noch nichts. Aber ein Buch lesen.
So wundert es mich nicht, dass sie das Interesse am selber lesen nach ein paar Tagen wieder verlor
und ich das Buch vorlas.
Mein Kind ist so nicht zu motivieren.
Sie kommt allerdings schon mal und sagt, wie schreibt man das. Dann nehme ich mir Zeit und
wir hören und überlegen, welche Buchstaben und Laute sie hört. Schreiben sie auf.

Ich habe mir auch etwas ausgeliehen . Etwas  ist gut. Es wieder einmal ein Stapel. Von dem
erzähle ich ein anderes mal.

Zur Zeit lese ich noch das Buch aus der Taschenbuch-Aktion.


Montag, 3. Oktober 2016

September - Rückblick

Der September ist vorbei und alles woran ich mich erinnere ist, dass die Sonne häufig schien, wir oft draußen waren und meine Tochter samt Hund ausgezogen ist.
Etwas wenig für einen Rückblick, also hingesetzt und Bilanz ziehen.


unser letzter gemeinsamer Abend


Immer wieder darüber nachzudenken bzw. zu schreiben, dass die großen Kinder ausziehen,
ist auf Dauer langweilig, vor allem für den Leser. Bei einem Blick in meinen Blog sehe ich,
geschrieben habe nicht viel, es findet wohl in meinem Kopf statt.

Mir ist aufgefallen, dass viele Elternblogger über ihr Leben mit jüngeren Kindern schreiben.
Meine großen Kinder sind zwischen 19 und 26 . Da fallen ganz andere Themen an.  Allerdings
besteht auch die "Gefahr" das sie lesen, was Mama schreibt.
Wie ist das also, dieses vorerst "letzte" Loslassen des eigenen Kindes.
Auf jeden Fall bei jedem Kind anders, das kann ich Euch heute sagen. Genau wie die Geburt,
verändert der Auszug das Leben der Mutter, also mir, drastisch.
Ich werde freier, aber auch - ich finde gerade keine Adjektiv . Ich fühle mich definitiv nicht
einsamer als zuvor, aber es fehlt etwas.
Mit dem Kind, geht ein Stück meiner Selbst.
Ein Stück meiner Selbst kommt allerdings auch zum Vorschein. Verborgen , irgendwo
in mir, kriecht es heraus und will gelebt werden. Sehr schön, kann ich Euch sagen.
So liegt Lachen und Weinen in diesem September ganz nah beieinander.

Diese Veränderung war im September sehr beherrschend und wird mit dem Auszug
des Sohnes im Oktober fortgesetzt.

Am Wochenende ganz ohne Kinder, durfte ich drei Tage nur ich sein. Spontan hatte ich
alle Termine abgesagt und nur für mich Zeit.
Ich habe viel in der Wohnung gekramt und in Ruhe einen Film angeschaut. Im Bett gefrühstückt,
gelesen und Radio gehört.
Wie lange habe ich schon kein Radio mehr gehört, weil in dieser Familie spricht immer jemand.

                                   Frühstück im Bett/ Wohnzimmer umgeräumt                              

Was meinen Blog angeht, habe ich für mich festgestellt, dass er gut so ist wie er ist.
Er muss nicht spannender sein, damit mehr Menschen ihn lesen. Er muss nicht spezifischer
werden.
Auch bin ich keine Buchbloggerin im großen Stil. Ich lese gerne und auch viel, aber immer
nach jedem Buch eine Rezession schreiben, das Buch fotografieren usw.
Nein, das ist keine Hobby, dass ist Stress. Für wen ?
Es gibt so viele Buch-Blogs, wer braucht noch einen.
Ich mache es wie immer. Habe ich Zeit und ein ( oder mehrere) Bücher gelesen , dann teile ich
das mit Euch.
Wenn ich gleichzeitig versuche auch in den sozialen Medien aktuell zu sein, fehlt mir die
Zeit und Muße für den Blog.
Dieses Buch fand seinen Weg zu mir. Irgendwo eine Empfehlung gelesen.

Ich möchte auch keine Geld mit meinem Blog verdienen.
Mein Blog ist mein Schreibprojekt. Ich habe schon immer gerne geschrieben. Aus Freude.
Wenn ich es organisiere, das Projekt, dann geht mir die Kreativität verloren.

Was mich auch blockiert hat, ist mein Anspruch ,  jeden Post mit einem Bild zu begleiten.
Da ich dafür noch weniger Zeit habe, wie zum Schreiben, blieben ganz viele Posts in der Schublade.

 Ein tierischer Nachbar


Was sonst noch los war:
  • - die Kleine geht immer noch nicht gerne in die Schule. Aber immerhin mittlerweile morgens
  • alleine aus der Türe. Seit drei Tagen. 
  • - das Job-Angebot hängt weiter in der Schwebe
  • - letzten Sonntag habe ich mit dem Chor gesungen und gemerkt wie sehr mehr das Singen 
  • mit diesen Menschen fehlt
  • -komme überhaupt nicht mehr zum Stricken
  • - mit der Kleinen war ich in einem Marionettentheater. Es wurde Wickie gespielt. Toll
  • -ich bin den ganzen September nicht in die Bücherei gekommen
  • -eine Wohnung habe ich auch noch nicht gefunden, der Markt ist tot 

 und der begegnete mir auch im September - vollkommen unnötig

Sonntag, 2. Oktober 2016

Das Jahr des Taschenbuchs - September



Letzte Woche habe ich irgendwo im Fernsehen ein Interview mit Henrike Dielen gesehen.
Ich erzählte von ihrer Entfühung im April 2014, die damals durch alle Medien ging.
Ich hatte diese Entführung von damals schon wieder vergessen, doch als ich die Archiv-
aufnahmen sah, kam die Erinnerung.

Spontan habe ich den Buchhändler meines Vertrauens angerufen und am nächsten Tag
hielt ich ihre Biografie in den Händen.

Heute am Sonntag habe ich Zeit. Der Kaffee läuft. Die Reise kann los gehen.


Samstag, 24. September 2016

Sarah Lesch | Songs Sommerabend 2016

Ich sollte mal wieder was posten

Es ist Samstag .
Das kleine Mädchen verbringt das Wochenende beim Vater.
Der große Bruder bereitet seinen Auszug vor und ist auch übers Wochenende weg.
Ich bin allein und genieße die Ruhe.

Die vergangene Woche war psychisch sehr anstrengend.

Nach einem unerfreulichen Zusammenstoß mit der großen Tochter, brauchte ich einige
Tage um festzustellen, wie ich mich in der nächsten Zukunft verhalten möchte. Was ich
will und was mir gut tut .
Als ich mich gerade wieder gefangen hatte, bekam ich Post von meiner Lieblingsbehörde,
die diesmal sehr unangenehm ist. Eine Rückforderung aufgrund des Auszugs der Tochter,
mit der ich absolut nicht gerechnet habe.
Heute versuche ich mich zu beruhigen, Lösungen zu suchen, wie ich im nächsten Monat einiger-
maßen meinen Verpflichtungen nachkommen kann und auch noch mein Kind satt bekomme.

Das liest sich dramatisch, fühlt sich dramatisch an , aber ich weiß, dass ich am Ende des Oktobers
in meinem Rückblick es anders sehen werde.

Es gibt so vieles für das ich gerade heute morgen dankbar bin:

  • meine Mama
  • meine Freundinnen
  • meine Gesundheit
  • meinen Therapeuten
  • der Sachbearbeiterin meiner Lieblingsbehörde ( die super Ideen hatte, was meinen eventuellen Arbeitsbeginn im Oktober angeht)
  • meine warme Jacke
  • meine Kinder - alle !!!!

Es geht mir nicht schlecht, wir haben Essen, Trinken, eine warme Unterkunft und leben in einem friedlichem Land , mit einem guten Sozialsystem. Meine Ängste und Sorgen beziehen sich auf
meine Zukunft.

Aber  - ich lebe jetzt ! Heute ! In diesem Moment !



Samstag, 10. September 2016

Rezension " Der Augenjäger" von Sebastian Fitzek

Seit Passagier 23 bin ich ein Fan von Sebastian Fitzek.

Diesmal war es Der Augenjäger, eine Fortsetzung von  "Der Augensammler".
Wie Fitzek in seinem Vorwort erwähnt, ist es nicht zwingend notwendig den
Augensammler gelesen zu haben.
Die Figuren und Rückblicke sind schlüssig.

Das Buch ist spannend. Es hat mich nicht gefesselt, aber sehr gut unterhalten.
Es ist für mich kein Buch, dass ich nicht aus der Hand legen kann. Pausen von
ein bis zwei Tagen, waren durchaus drin.

Zitat : Aus Mangel an Zeugen und Beweisen bittet die Polizei, Alina Gregoriev um Mithilfe. Die blinde Physiotherapeutin, die seit dem Feall des Augensammlers als Medium gilt, soll Hinweise auf Sukers nächste "Patientin" geben. Zögernd lässt sich Alina  darauf ein - und wird von dieser Sekunde an in einen Strudel aus Wahn und Gewalt gerissen

Fakten:
Droemer Verlag  
Gebundenen Ausgabe von 2011, 428 Seiten



 Quelle des Fotos : www.bücher.de

Sonntag, 4. September 2016

Blogrunde am Sonntag und kleiner Wochenrückblick

Die erste Woche mit dem Schulkind ist geschafft. Der erste Schwung ist vorbei und
bereits seit Mittwoch gibt es Morgenkämpfe.
Um so schöner ist unser Wochenende.
Über Schule wird nicht gesprochen, wir haben eine Radtour gemacht, außer Haus
gegessen . Ich habe den Resthaushalt erledigt und sie gespielt , sich gelangweilt
und  sich mit Freundinnen getroffen
Ruckzuck war der Samstag vorbei.


Heute Morgen habe ich endlich wieder einmal Zeit zu einer ausgiebigen Blog Runde.
Bei Sonja bin ich  auf Anna gestoßen. Schaut doch einfach mal vorbei, ich findeihre Art zu schreiben herzerfrischend.

Über Sonja´s Aktion "Monatsmotto" habe ich dann noch bei  "die alltagsfeierin"
vorbeigeschaut  .

Den Blog von Sophie und Sebastian möchte ich Euch ebenfalls ans Herz legen.
Dort bloggt eine Familie , Autoren sind hier allerdings die Kinder. Und manchmal
auch die Mama.


Während ich hier lese und schreibe, entstehen im Hinterkopf mögliche Blogthemen
und der Wunsch wieder mehr zu fotografieren und zu schreiben.

In unserer Stadtbücherei waren wir diese Woche auch und ein neuer Stapel Bücher ,
eigentlich sind es zwei, zog bei uns ein. ( Bilder gibt es in einem späteren Post)

Die Skorpionin liebt Tierbücher und plant in unserer neuen Wohnung ( die es noch
nicht gibt ) einen Zoo. Manchmal schmerzt es ganz schön, denn die meisten Wohnungen,
die ich mir angeschaut habe sind ohne Tierhaltung. Das kleine Mädchen hätte so gern
einen Hund oder eine Katze. Ich habe es schon mal angesprochen, aber eine Sechsjährige
glaubt noch,dass alles geht.

Für heute steht gammeln und entspannen auf dem Terminkalender, in diesem Sinne
Euch allen einen schönen Sonntag. 

Freitag, 2. September 2016








1. Ich bin wirklich froh, dass es zwischen all den Turbulenzen der letzten Wochen, Momente
zum Luft holen gab.

2. Eis ist  beruhigend.

3. Wäre nächste Woche Weihnachten, ich wäre nicht vorbereitet.

4. Mit dem Auto einkaufen fahren,ist sehr bequem .

5. Wenn ich an Paris denke, dann habe ich immer noch den Wunsch diese Stadt kennenzulernen.

6. Man nehme etwas Kaffeepulver , füge Salz und Kakao dazu , und schütte heißes Wasser dazu.

7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf den Kriminalisten, morgen habe ich Hausarbeit aufholen und Kindzeit geplant und Sonntag möchte ich lesen, lesen, lesen !

Sonntag, 21. August 2016

Das Jahr des Taschenbuchs - Juli und August




Da ist mir doch glatt der Juli-Post durch die Lappen gegangen.

Ich habe mir noch mal einen Clive Cussler geleistet. Normalerweise kommt so einer
nur auf meinen Reader, weil es einfach zu dicke Schinken sind, aber der hier lächelte mich
so an, da konnte ich nicht widerstehen. 477 Seiten gehen ja.



Frau Winter ist eine Empfehlung meiner Buchhändlerin . Mal sehen was mich da erwartete.
Sie ist mein August-Post.


Donnerstag, 18. August 2016

Sarah Lark - Die Feuerblüten Triologie

 
Zweimal habe ich dieses Buch bereits mit aus der Bücherrei gebracht und jedes Mal ungelesen ( weil Ausleihfrist überschritten und ich keine Zeit zum Lesen ) zurückgebracht.

Ich bin sehr angetan. Den zweiten Band habe ich mir bereits vorbestellt.

Die Geschichte von Ina und Cat ist sehr faszinierend.
Ina, die mit ihrer Familie aus Deutschland 1837 nach Neuseeland auswandert
und Cat die beim Volk der Maori landet.
Ihre Lebensfäden sind eng miteinander verbunden. 

Ich bin gespannt wie die Geschichte weitergeht. 

Wenn ihr mehr über das Buch lesen wollt, könnt ihr das hier bei den Amazonen .



Dienstag, 16. August 2016


Am Wochenende war Schützenfest und meine große Tochter begleitete ihren Freund.

Damit haben die zwei sich einen weiteren Traum erfüllt.

Als sie so an mir vorbei zog, war ich wieder einmal erstaunt.
Kleider machen Leute - ich kenne sie nur in Top und Jeans.

Heute ist das Fest zu Ende und ich bin gespannt, wenn sie
morgen wieder nach Hause kommt, was sie zu erzählen hat.

In solchem Momenten sind Ärger und Sorgen vergessen.Und das ist gut so.

Samstag, 13. August 2016

Warum brauchen Alleinerziehende ab dem 7.Lebensjahr des Kindes weniger Geld

Diese Frage stellte ich mir , als ich vor wenigen Tagen den Leistungsbescheid für die kommenden
sechs Monate erhielt.
Wenn das kleine Mädchen im November sieben Jahre alt wird, gibt es für mich weniger Geld vom Staat.
Nun, es ist keine Überraschung, da dies ja allgemein bekannt ist unter uns Alleinerziehenden, genauso wie die Tatsache, dass der Unterhaltsvorschuss ( in unserem Fall ) nächstes Jahr weg fällt.

Muss ich das verstehen ?
Was rechnet der Gesetzgeber ?

Ich kann mir natürlich vorstellen,dass eine Mutter, die weniger Geld bekommt, motiviert ( haha) werden soll, arbeiten zu gehen um das Defizit auszugleichen.

Möchte ich sehr gerne und darum suche ich auch seit ewigen Zeit Arbeit, Hilfsarbeit , Minijob ...ihr wisst schon.
Wenn ich Glück habe bekomme ich meine Unterlagen mit ein paar netten Worten zurück.
Arbeit habe ich bisher nicht gefunden.
Woran es liegt, ich habe keine Ahnung. Meine Unterlagen sind mehrmals geprüft, auch von jemandem der in einer Personalabteilung arbeitet.
Diese Dame hat mir auch erklärt, warum es eventuell nicht klappt.
Ich habe ein Kind ( vorher Kindergarten, jetzt Grundschule) und bevor sie eine alleinerziehende
Mutter mit Kind unter zehn Jahren ( ihre Worte) einstellt, probiert sie lieber Mütter die verheiratet
sind.
Sie sagt: Ja. dein Kind ist betreut - aber wenn es krank ist, wer schaut dann danach ? Meine Kasse muss um 8.00 Uhr besetzt sein und wenn du nicht kommst ? Was machst du in den 13 Wochen Ferien ? Kannst du sie von 07.00 - 14.00 Uhr alleine lassen ?

Ich suche weiter und hoffe,dass es klappt.
 

Freitag, 12. August 2016

Den Kurs ändern

Irgendwie bin ich immer noch nicht ganz bei mir angekommen. Ich merke es an meinem Blog.
Es fällt mir schwer mich aufzuraffen hier zu lesen, ganz zu schweigen etwas zu schreiben.
Geplant war eine Neugestaltung bis Ende Juli und nun fehlt mir einfach die Kraft , es
weiter zu organisieren.
Bloggen ist mein Hobby und ich finde, so ein Hobby sollte Spass machen. Also zwinge ich
mich in diesen Tagen zu nichts . Empfinde genug Zwang im Alltag.

Wohnungssuche

Mittlerweile habe ich mir drei Wohnungen angeschaut. Die letzte ist viel zu groß und
womöglich auch zu teuer. Doch mir geht es auch darum einen Blick für Wohnungen zu
bekommen. Mit jeder Besichtigung lerne ich und habe beim nächsten Mal schon mehr
und gezieltere Fragen. Auch bin ich dazu übergegangen eine Freundin mitzunehmen,
einfach um mich hinterher austauschen zu können . Vier Augen sehen sowieso mehr
als zwei.
Mir ist klarer geworden was ich will und was nicht . Zum Beispiel, dass ich nicht auf ein
eigenes Schlafzimmer verzichten möchte, aber bereit bin beim Balkon Abstriche zu machen.


Finanzielle Situation

Die macht mir große Sorgen. In den vergangenen Tagen habe ich meinen Leistungsbescheid
für die kommenden sechs Monate erhalten. Wenn die Skorpionen sieben Jahre alt wird, vermindert
sich der Alleinerziehendenzuschlag um hundert Euro. Ab November muss ich also mit weniger
Geld auskommen, unabhängig davon, dass die großen Kinder ausziehen und es sowieso enger
wird.
Ich verstehe nicht, was der Gesetzgeber sich dabei denkt. Warum brauche ich weniger Geld,
wenn das Kind sieben wird. Natürlich kann ich mir vorstellen was es bewirken soll . Das Kind
ist sieben , geht in die Schule, die Mutter kann mehr arbeiten gehen.  Habe ich heute zehn Euro
für zwei Personen für Essen und Trinken, habe ich dann sieben. Das macht richtig Sinn.

Die Skorpionin

Bekommt natürlich viel mehr mit, als gut für sie ist.
Die Wohnungssuche macht ihr Angst, weil sie befürchtet, dass wir keine Wohnung mit Hundehaltung
finden und somit ihr geliebter Hund ( der ja eigentlich ihrer Schwester gehört) nicht mehr bei uns
leben oder zumindestens bei uns übernachten darf.
Leider hat sie auch mitbekommen, dass ein eventueller Schulwechsel bevorstehen kann.
Abends fließen hier immer die Tränen. Seit einer Woche. Es ist sehr anstrengend.
Ich habe ihr versprochen, dass ich alles tun werde, damit sie ihre Schule weiter besuchen kann.
Wenn ich allerdings sage, wir können Ronja doch bei deiner Schwester besuchen, blockt sie ab.
Sie sieht es ganz klar. Ronja ist ihre Freundin, die mit ihr spielt , wenn die Erwachsenen keine Lust haben. Die mit ihr kuschelt usw. Besuchen ist nur wiedersehen.

Ich

Müsste ich mich nicht von dem Hund, den ich jetzt seit neun Jahren rund um die Uhr um mich habe,
verabschieden, könnte ich mich auf den Neuanfang freuen. Weniger Verantwortung, weniger Streitereien unter den großen Geschwister und noch so ein paar Vereinfachungen des Alltags.
Aus meinen Chören habe ich mich auf unbestimmte Zeit zurück gezogen, denn bereits jetzt
habe ich von einem Tag auf den Tag keinen mehr, der abends auf seine kleine Schwester aufpassen
möchte.
Das macht mich nachdenklich.
Das kleine Mädchen ist manchmal auch sehr pragmatisch
Tagsüber.
So meinte sie vor ein paar Tagen, dass es doch schön sein wird, wenn wir nicht bei strömenden Regen mit den Hund raus müssen und auch keine Kotze oder ausgeleerten Mülleimer aufwischen
müssen.
In solchen Momenten muss ich immer lachen.

Letztendlich ist es so, dass unsere Schiff den Kurs ändert. Ein Ruderboot kann das schneller, als ein großer Dampfer.


Mittwoch, 27. Juli 2016

Das Joshua Profil von S.Fitzek

Wow . Nachdem ich Passagier 23 gelesen hatte, wollte ich mehr und ich wurde nicht enttäuscht.



Ich werde nicht zu viel erzählen.
Kennt ihr den Film " The Game " aus dem Jahre 1997. Streckenweise wurde ich daran erinnert
und toll. Worin es in dem Buch geht ... Spannung !
Das Buch "Zero" von Elsberg hatte mich schon mit seiner " Entwicklung von Computerprogrammen"
gepackt.
Hier wird das Thema auf eine andere Weise spannend erzählt.
Wir lernen die Abgründe in Menschen kennen, ihre Ängste. Das Verdrängen von Verletzungen.
Besonders berührt hat mich dann auch das Nachwort von Sebastian Fitzek ab Seite 399.
Aber lest selbst.
Laut dem Verlag gibt es ab Oktober 2016 eine Taschenbuchausgabe.



Titel: Das Joshua Profil
Verlag: Lübbe
Autor : Sebastian Fitzek
430 Seiten

Freitag, 22. Juli 2016

Küchengeschichten 2/16



Die erste Küche die ich kennenlernte war natürlich die meiner Eltern.

Bei meiner Geburt in den sechziger Jahren lebten meine Eltern und mein Bruder
in einer Bergmannssiedlung.
Vier Familien in einem Haus, acht in einem Block.
Alle Wohnungen gleich groß. Knapp 50 Quadratmeter.

Wir Geschwister teilten uns ein Kinderzimmer, das gerade mal acht Quadratmeter groß
war.
Gekocht und gegessen wurde in der Kochnische.
Ein Holzkohleofen, der zum Heizen und Warmhalten diente, ein Elektroherd mit
4 Platten und Backofen. Ein Kühlschrank.
Das war die eine Seite der Küche.
Auf der Kopfseite war Platz für ein Schubladenschränkchen, einen Spülstein und
einen integrierten, schmalen Wandschrank.
Gegenüber den Öfen stand in der Ecke ein Tisch. Direkt unter dem kleinen Küchen-
fenster. Wenn wir zu viert essen wollten, wurde der Tisch mitten in die Nische gerückt.
Ich saß als kleinste in der Ecke, mein Vater an einem Kopfende, meine Mutter quasi
zwischen Tisch und Öfen, meinem Vater gegenüber mein Bruder, dessen Stuhl im
Türrahmen zum Wohnzimmer platziert war.

So war die Küche noch bis zum Tode meines Vaters im Jahre 2001 eingerichtet. Danach wurden
die Wohnungen umgebaut und meine Mutter bekam ihre erste Einbauküche. Kochen tut sie hier nur
noch selten. Backen gar nicht mehr.

Gespült wurde damals auf dem Küchentisch in zwei Emailleschüsseln.
In einer befand sich das Spülwasser, in der anderen wurde das Geschirr
zum Abtropfen hineingestellt.
An diese Schüsseln erinnere ich mich noch gut. Darin wurde auch immer
der Rotkohl gewaschen und ich stibitze mir das rohe Kraut.

Auf diesem engen Raum kochte meine Mutter für unsere Familie das tägliche
Essen. Stellte alle Vorräte, wie Marmelade und Eingemachtes her.
Mein Vater fuhr mit seinem Fahrrad, nach der Schicht oder am Wochenende übers
Land und schaffte Brombeeren, Holunder, Äpfel, Birnen, Pflaumen, Quitten, Mirabellen
Kirschen usw. herbei.
Im Keller gab es einen Vorratsraum .
Auf der einen Seite stand ein Regal . Darauf befanden sich gefüllte Weckgläser.
Gegenüber eine Gefriertruhe . Dort wurde das Fleisch und Gemüse ( Bohnen usw.)
eingefroren. Einmal im Jahr teilten sich meinen Eltern mit einer befreundeten Familie
ein Schwein. Am Schlachttag stand meine Mutter den ganzen Tag im Keller und
in der Küche und versorgte die Vorräte.
Im Nebenkeller wurden neben den Kohlen zum Heizen, auch die Kartoffeln und
Zwiebeln aus eigenem Anbau gelagert.
Denn einen Gemüse- und Obstgarten hatten wir auch. Klein aber fein.
Dort baute mein Vater Möhren, Zwiebeln, Kartoffeln, Salat,Radieschen, Petersilie, Schnittlauch,
Rot- und Weißkohl, Wirsing, Erdbeeren, Stachelbeeren, Johannisbeeren und Himbeeren
an. 

Wie ganz anders ist es heute bei mir.

Donnerstag, 21. Juli 2016

Ein Glas Sauerkirschen

Mit einem Glas Sauerkirschen fing es am Sonntag an.
Na ja, eigentlich beendete ich den Sonntag mit einem Glas Sauerkirschen.
Kirschen aus dem Glas gingen bisher immer.
Sonntag nicht.
Nach nur wenigen Naschkirschen kribbelte es im Mund, musste ich mich
laufend Räuspern.

Ich nahm meine Medikamente, wurde am Montag bei meiner Hausärztin vorstellig,
die weitere Behandlung wurde besprochen.

Seit dem bin ich antriebslos.
Ich habe keine Lust zu lesen, weder den Stapel Bücher noch die Blogs die ich sonst
immer besuche.
Keine Lust neue Beiträge zu formulieren oder den Blog weiter zu renovieren.
Ich fühle mich müde.

Meinen Haushalt lasse ich schleifen, kochen darf die Große. Ich mache das nötigste.

Mein Kopf ist leer, das Fernsehen langweilt mich, ich gehe früh schlafen.

Nein - es ist keine Depression. Das glaube ich nicht.
Eher Erschöpfung, als hätte ich etwas Großes beendet und laufe jetzt leer.

Mal sehen wie es weiter geht.

Hier ist es super warm, drückend , sonnig .
Ich mache das Beste daraus.

Das Wochenende steht quasi vor der Türe und ich wünsche Euch viel Spaß
und Zeit für Euch.


Freitag, 15. Juli 2016

Imagine (UNICEF: World Version)







Stell dir vor, es gibt den Himmel nicht,
Es ist ganz einfach, wenn du's nur versuchst.
Keine Hölle unter uns,
Über uns nur das Firmament.
Stell dir all die Menschen vor
Leben nur für den Tag.
Stell dir vor, es gäbe keine Länder,
Das ist nicht so schwer.
Nichts, wofür es sich zu töten oder sterben lohnte
Und auch keine Religion.
Stell dir vor, all die Leute
Lebten ihr Leben in Frieden.
Yoohoo-Ooh
Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
Aber, ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
Und die ganze Welt wird eins sein.
Stell dir vor, es gäbe keinen Besitz mehr.
Ich frage mich, ob du das kannst.
Keinen Grund für Habgier oder Hunger,
Eine Menschheit in Brüderlichkeit.
Stell dir vor, all die Menschen,
Sie teilten sich die Welt, einfach so!
Du wirst vielleicht sagen, ich sei ein Träumer,
Aber, ich bin nicht der einzige!
Und ich hoffe, eines Tages wirst auch du einer von uns sein,
Und die ganze Welt wird eins sein.

Freitagsfüller

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1.   Die ganze Welt spielt  verrückt .

2.   Wer viel hat, will mehr .

3.   Brauchen wir eigentlich das neue Pokemon Go ?

4.   Barfuss lauf ich lieber, statt mit Flip-Flops.

5.   Schneller geht es, wenn man langsam macht   .

6.   Im Alltags muss ich ab und zu  auf die Bremse treten .


7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen trockenen Dämmerschoppen, morgen habe ich Picknick geplant und Sonntag möchte ich eine Taufe fotografieren und am liebsten noch zum Abschied der Nationen !


Liebe Barbara, danke für die Inspiration.

Mittwoch, 13. Juli 2016

Buchrezession - Das kleine Einhorn im Land der Riesen

Über das kleine Einhorn und seine Abenteuer könnt ihr hier lesen.



Das Buch ist vom  Loewe Verlag. Es hat 32 Seiten , ist der groß geschrieben und
wie bei der BilderMaus üblich, werden dort Wörter durch Bilder ersetzt. Hinten im
Buch gibt es ein Verzeichnis ( Bilder-Wörter) , so dass der Leser genau weiß welche
Wörter eingesetzt werden müssen.
Meine kleine Tochter liebt diese Bücher, so hat sie das Gefühl, bereits vor der Einschulung
lesen zu können.

Inhalt:
Die Elfe Miri ist krank und ihr Freund, das kleine Einhorn möchte ihr helfen gesund zu werden.
Es nimmt seinen ganzen Mut zusammen und tritt eine abenteuerliche Reise an, um die Blume zu
suchen, die Miri gesund machen soll.


Montag, 11. Juli 2016

Ferienzeit-Wartezeit

Das kleine Mädchen ist aufgeregt.
Nur noch sechs Wochen, dann geht es los.
Sie macht sich so viele Gedanken.
Werde ich gute Noten schreiben ?
Hat Mama mich auch lieb, wenn ich keine guten Noten schreibe.
Wie soll ich alles schaffen, Schule - Hausaufgaben-Spielen- Zeit mit Mama

Sie ist sehr sensibel in dieser Zeit des Umbruchs.
Noten sind bei uns gar kein Thema, aber sie bekam natürlich mit wie wichtig
gute Noten für die Große waren, die ihr Abitur gemacht hat.
Häufig versichere ich ihr, dass für mich am wichtigsten ist, dass sie Freude in
der Schule hat. Lesen , Schreiben und Rechnen lernt - in ihrem Tempo.
Sie baut Druck auf.

Dieser Druck macht sie launisch, ängstlich, müde , anhänglich.
Ursprünglich wollte sie in den Ferien zu ihrem Vater in Urlaub fahren.
Jetzt hält sie die Trennung von mir manchmal keine Stunde aus.
Geht sie zu Freunden spielen, dann erzählt sie mir hinterher wie sehr
sie mich vermisst hat.

Sie stellt sich so unter Druck, dass Druck von außen - zieh dich bitten an,
wir müssen los - sie zum explodieren bringt. Da geht gar nichts mehr.
Meistens kann ich die Ruhe bewahren, weil mit klar ist , warum sie so
reagiert. Manchmal ist es auch mir zu viel.

Und so wartet sie, dass der Juli vorbeigeht und auch der August.
Einschulung ist Ende August.

Kleines Mädchen ... Großes Mädchen


Freitag, 8. Juli 2016

Küchengeschichten 1/16

An dieser Stelle möchte ich ein oder zweimal im Monat " Geschichten aus der Küche " mit
Euch teilen.


Als hauptberufliche Hausfrau verbringe ich viel Zeit in der Küche .
Küchen anderer Haushalte interessieren mich ebenfalls sehr.
Wie sagte meine jüngste Tochter mit vier Jahren: "Dein Platz ist in der Küche - oder ? "Dieses Platz teile ich mir mit meiner großen Tochter, die nach Lust und Laune backt oder kocht.



Die Bedeutung der Küche wird schon mal unterschätzt.
Ich finde, sie ist das Herz einer jeden Wohnung oder Hauses.


Gerade im Alltag mit Familie, egal wie groß sie ist , kann es schon mal frustrierend sein zu Kochen.
Eine(r) mäkelt immer - war lange die Devise. Doch dann entschied ich mich für einen
Wunschzettel. Wir machten einen groben Plan und jeder durfte sich einmal in der Woche
wünschen was gekocht wird. Bei vier Kindern war die halbe Woche ruck zuck verplant.

Für mich ist die Küche ein Ort der Entspannung. Ich koche gerne ( wenn nur das Aufräumen
nicht wäre) und lerne immer wieder Neues hinzu.



Mein erstes Kocherlebnis hatte ich mit zwanzig Jahren in meiner ersten eigenen Küche.
Ich konnte nicht kochen, da meiner Mutter mich aus ihrer Kochnische immer verjagte.
So stand ich nun vor meinem Herd und wollte meinem Schatz sein Lieblingsessen zubereiten.
Leider wußte ich weder wie man rohen Kartoffeln eine leckere Beilage zaubert,
noch wie aus dem Stück Fleisch ein Zigeunerschnitzel werden sollte.
Damals - lach - 1987 gab es noch kein Handy oder YouTube .
Ich rief meine Mutter an.
Wir hatten ein Festnetztelefon mit Drehscheibe und laaanngem Kabel.
So stand ich in der Küche und bekam Anweisungen .
Am lustigsten war das Würzen .
Originalton meiner Mutter : Dann nimmst du ein bisschen davon und ein bisschen davon.

Damit es meinen Kindern anders ergeht, wenn sie in die weite Welt hinaus ziehen, durften
und dürfen alle vier in die Küche und herumwerkeln.


Samstag, 2. Juli 2016

Monatsrückblick Juni


Der Juni ist zu Ende


Familie

Das ganze große Thema am Anfag des Monats „ wann zieht der Große aus „ allerdings je mehr wir uns dem Monatsende näherten, je mehr nahmen die Mädchen und ihre Abschlussveranstaltungen  Raum ein.



Beruf

In Anbetracht dessen, dass meine "Schonzeit" im September endet und meine Hausaufgabe für 2016 lautete - Was will ich beruflich tun ? - bin jetzt im Juni zu einem Schluss bekommen. Meine Tätigkeit als selbstständige Legasthenietrainerin gebe ich auf ( das habe ich schon öfter geschrieben, aber diesmal entsorgte ich die Unterlagen komplett ) und stecke meine Kraft, meinen Elan nun in das Projekt " Zurück ins Büro". Organisieren, Planen, Schreiben, Ablage, Zahlen - es liegt mir einfach.

Bücher und Filme

  Downton Abbey - Staffel 1 [3 DVDs]


Downtown Abbey - Staffel 1 - 5 ... ich liebe es. Bereits als Kind hat mich die Serie „ das Haus am Eaton Place „ fasziniert.













 Im Zusammenhang mit meinem Wunsch , meinen Blog zu renovieren und auch andere Plattformen zu nutzen , empfinde ich dieses Buch manchmal als "gruselig". Hab ihr so eine Fitness-App ?


Die liebe  athena schreibt so begeistert über dieses Buch, dass ich "Die Hexen" zeitgleich mit "Zero" lese.

Handarbeiten
Vor vielen Wochen, als wir unseren Stricktreff gründeten, nahm ich mir vor zu lernen, wie man Socken strickt. Die Socke ruht auf dem Nadelspiel.
Das Wetter ist hier im Aachener Revier fast herbstlich, darum stricke ich mir spontan einen Schal.

Ein unfertige Schultüte wartet auf Fertigstellung und auch die Einladungen zum Einschulungskaffee drängen.


Themen die mich offline beschäftigt haben:

  • die EM - in dieser Familie kommt man nicht drumherum
  • ausmisten meinen Schreibtisches.
  • seit ein paar Tagen die "fashion week " - ich habe dort einen tollen Strickpullover mit Strasssteinen gesehen 

Was war bei Euch im Juni los ?

Freitag, 1. Juli 2016

Freitags-Füller 26-016







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1.   Es reicht jetzt ... Ich möchte endlich auch wieder modisch kleiden und nicht nur praktisch.


2.   Selbst gemachter Schokoladenpudding
     ist meine neuste Entdeckung im Bereich leckeres Essen.

3.   Wiederholt sich das Leben ?

4.    Zitronentee ist nicht nur ein Sommergetränk, heiß schmeckt er mir auch im Winter gut.

5.   Mit der linken Hand kann ich überhaupt nicht mit einer Schere umgehen.
 .
6.    Schnecken finde ich echt fies.
7.  Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf einen Abend nur mit mir , morgen habe ich  drei Termine geplant und Sonntag möchte ich an meiner Blogumgestaltung
bastenl !


Wie immer freitags gibt  Barbara den Freitags-Füller vor.
Mein letzter liegt schon etwas zurück .

Was habt Ihr so am Wochenende geplant ?

Mittwoch, 29. Juni 2016

Das Jahr des Taschenbuchs - Juni




Nachdem die liebe athena so für dieses Buch geschwärmt hat, stand mein Taschenbuch im Juni fest.



Ich sage es Euch, von der ersten Zeile an spannend, ich kann es nicht aus der Hand legen. Wir gut das mein Buchhändler es vorrätig hatte.