Samstag, 31. Dezember 2016

2016 geht

Dies ist mein dritter Versuch einen Jahresrückblick zu schreiben.

Projekte, die ich mir vorgenommen hatte, kamen nicht zustande.
Andere kamen in mein Leben ohne das ich sie geplant hätte.

Ich schließe das Jahr mit einem dicken Minus auf meiner Waage und
einem leichten Plus auf meinem Konto. Hätte mir das jemand vor
genau einem Jahr erzählt, ich hätte es für einen guten Witz gehalten.

Ein großer Wunsch ist für mich in Erfüllung gegangen, für einen Preis,
den ich noch nicht bereit war zu zahlen.

Lese ich in meinem Tagebuch und meinem Blog, dann liegt der Januar
und seine Probleme, Ängste und Sorgen so weit von mir entfernt.
Woran das liegt ?
Heute geht es mir gut.
In den letzten Monaten lösten sich einige Knoten und ich merke, wie
ich entspannter werde.
Meiner großen Existensangst gebe ich nicht allzuviel Raum , daher
beschreibe ich sie nicht schon wieder. Wer weiß , was in den
nächsten Tagen, Wochen und Monaten in meinem Leben geschieht.

Über Pläne und Projekte in 2017 schreibe ich heute nicht.
Sie bringen mich in Zugzwang, setzen mich selber unter Druck.
Neues wird kommen und wie im vergehenden Jahr, werde ich es mit
Euch teilen.
Und wenn es auch  nur zwei Menschen sind, die hier mitlesen. Dann
teile ich sie mit diesen.
Das Projekt, meinen Blog spannender, attraktiver und was weiß ich noch
zu machen, dieses Projekt nehme ich definitiv nicht mit.
Was ich mitnehme, sind all die aufmunternden Kommentare meiner
Leser und Leserinnen, wenn ich meinen Kummer mit Euch teilte.

Meine Lymphtherapeutin frage mich gestern : " Und was wünscht du dir
für 2017 ? " Meine Antwort: " Einfach überleben".
Darauf sagte sie: " Du bist die dritte Patientin heute die das sagt ".

Mehr braucht es auch nicht oder ?

Leben - mit meinen Kindern, Freunden und Lesern.
Leben - Lachen -Lieben

Ich wünsche Euch einen schönen Abschluss und einen nicht ganz so verkaterten Neustart. 

Eure Sammlerin


Donnerstag, 29. Dezember 2016

Früher war alles ...Gedanken zu meinem Leseverhalten

Früher war alles besser anders.
Das mit dem Besser haben wir alle schon gehört oder auch gesagt.
Im Zuge meines Rückblickes schaue ich auch auf früher.
Früher = die Zeit bevor ich meinen Mann kennenlernte und alles anders
wurde (lach)
Früher = die Zeit bevor ich das Internet und Spielkonsolen in mein Leben ließ

Früher konnte ich mich auf lange Texte konzentrieren, die Nachrichten im Fernsehen
wurden um 20.00 Uhr geschaut.
Heute fällt es mir schwer die Tageszeitung zu lesen. Zuerst schaue ich die Bilder,
dann die Überschriften, bleibe hängen an kurzen Texte. Interessiert mich ein langer
Text fällt es mir schwer ihn konzentriert bis zum Ende zu lesen.
Früher habe ich vielmehr gelesen und viel weniger fern gesehen. Gute Filme
schaute ich im Kino, wenn das Geld reichte.
Heute streame ich alles was mir gefällt, schaue mir Filme an zu allen möglichen
Tageszeiten ( wenn es in den Tagesablauf passt ).
Nachrichten ... aber das wisst ihr selber ...mit Nachrichten wirst du heute erschlagen.
Früher ging ich in die Bücherei, dort durfte man sich drei Bücher ausleihen für vier
Wochen - gut war. Manchmal kaufte ich mir auch ein Buch.
Heute habe ich im Schnitt fünf bis sechs Bücher aus der Bücherei hier stehen, lese
e-books, kaufe Bücher und lese doch viel weniger, als noch zu der Zeit als meine
Kinder klein waren und es noch kein Internet gab.

Lesen und Bücher ist seit frühester Kindheit mein Hobby. Mich konnte man immer
mit einem Buch vor der Nase antreffen, wenn ich nicht gerade mit meinem Strickzeug
durch die Gegend lief.
Heute erschlägt mich das Überangebot der Möglichkeiten.
Es gibt Blogs, Challenges, Newsletter usw.
Mein Händler vor Ort empfiehlt, meine Leiterin der Stadtbücherei ebenso
und fragt nach Rezensionen.

Früher war es schwer an gute Bücher ran zu kommen, Bücher die mein Interesse
bediente. Weil man entweder zur Buchmesse fahren  oder sich auf sein
Glück im Buchhandel verlassen musste.
Heute ist es schwer an gute Bücher ran zu kommen, weil ich so erschlagen werde
von den Möglichkeiten, dass ich am Ende nicht weiß, welches Buch ich nehmen
soll.

In meinem Kalender 2016 gibt es eine Liste mit Titeln, die ich in 2016 gerne ge-
lesen hätte und eine Liste über die Bücher, die ich gelesen habe. Die erstere ist
wesentlich länger. Hat lesen noch was mit Genuss zu tun oder muss ich lesen,
damit ich die Liste , die Leserunde ... schaffe ?

Bücher und Lesen sollen wieder zu meinem Hobby werden. Bei dem ich
entspanne, in andere Welten eintauche. In meinem Tempo. Ich lasse den
Druck nicht mehr an mich heran.

Wie ich zu dieser Erkenntnis gekommen bin. Durch " Das Jahr des Taschenbuches",
das Kielfeder ins Leben gerufen hatte. 

Ein Taschenbuch aussuchen, es lesen. Ich merkte, dass ich entweder Zeit für das
Taschenbuch hatte oder für eines der anderen Bücher in der "Warteschleife".
Anfang November, als ich mit meiner neuen Aufgabe begann, brachte ich alle
Bücher in die Bücherei zurück. Seitdem versuche ich nie mehr als ein Buch
auszuleihen.
An Weihnachten bekam ich zwei Bücher geschenkt, die ich erst lesen möchte,
wenn ich das ausgeliehene Buch zu Ende gelesen habe.

Ich werde sehen...

Mittwoch, 28. Dezember 2016

Überall Rückblicke auf ein vergangenes Jahr. Ich liebe das.
Egal ob es im Fernsehen stattfindet oder in den Blogs.

Meinen Rückblick bereite ich gerade vor. Ich nehme dabei diesen Blog und mein
offline Tagebuch zu Hilfe.
Gerade in dieser Zeit "zwischen den Tagen " läuft mein Kopf-Kreativ-Programm auf
Hochtouren. Gleichzeitig besuche ich Freunde oder Freunde besuchen mich, denn wir
wollen die freien Tage nutzen.
Gestern war sogar Besuch aus Berlin hier.
Die junge Frau kenne ich schon seit über 20 Jahren, sie gehört familientechnisch zur
Familie meines Ex-Mannes. Aber ich war schon immer diejenige , die den Kontakt
zu dieser Familie gepflegt hat.
Und so war es wunderbar, dass sie ihre Mutter zur Zeit besucht und auf einen Kaffee
(und mehr), gemeinsam mit ihrer Mutter vorbeischaute.
Morgen besuchen wir eine Familie und übermorgen bekommen wir wieder Besuch.
Und das ganze ist stressfrei. Keine hektischen Vorbereitungen, einfach treffen und
reden und reden und reden.
Am Samstag steht das neue Jahr vor der Türe und ich werde es genau wie im vergangenen
Jahr bewusst alleine begrüßen.

Für alle die noch eine Idee suchen, um mit ihren Kindern, Freunden und Verwandten
zu feiern und den Kindern das Warten zu versüßen , habe ich hier eine Idee.
Heute morgen fand ich sie bei Jule und war ein wenig traurig, dass ich sie selber nicht
umsetzen kann. Aber mein Kind wird wie immer um 19.00 Uhr schlafen gehen.

Auf den Sonntag freue ich mich auch, am Abend findet ein Neujahrsgottesdienst statt
und alle Chöre unser Stadt singen gemeinsam. Heute Abend ist Generalprobe.
Über meinen Glauben habe ich mir auch mal wieder Gedanken gemacht. Nicht weil
ich zweifele, sondern wie es um die Außendarstellung bestellt ist.
Es gibt so viele Blogs und Seiten in denen sich Menschen über ihren alternativen ,
naturspirituellen Glauben mitteilen. Das finde ich spannend und inspirierend.
Lese ich auf einem Blog, wo der Schreiber/die Schreiberin christliche Gebete/Worte/
Lieder veröffentlich ist mir das unangenehm. Schon komisch und sicher ein paar
Gedanken wert.
Klar geworden ist mir das bei Facebook, nach dem Besuch eines Gottesdienstes.
Ein Teilnehmer schrieb einen Text in Bezug auf Jesus und Gott und ich dachte:
" Oh, das ist mir to much "
Lese ich ein Segensritual der Göttin, staune ich und denke, so was gibt es bei
uns nicht. Blödsinn. In mir ist eine Blockade, meinen Glauben nach außen ,
ausserhalb der Gemeinde, zu tragen.

Zu Weihnachten gab es neuen Lesestoff, den stelle ich euch noch vor und ich
gönne mir gerade einen Probemonat bei "audible". So muss ich beim Stricken
nicht immer den Fernseher laufen lassen und bekomme nicht jede Katastrophe
oder Werbung um die Ohren geschlagen.

 Ich wünsche Euch noch einen schönen Mittwoch.

Dienstag, 20. Dezember 2016

Wenn das Christkind nicht rechtzeitig liefert

Ich kaufe nicht gerne beim bösen "a", aber manchmal ist hier vor Ort
nicht das zu bekommen,dass ich brauche.
Vor zwei Wochen bin ich zum ortsansässigen Händler, das
Weihnachtsgeschenk für die Kleine ordern.
Heute dann der Anruf. Lieferung 27.12.16

Toll.

Beim bösen "a" hätte ich es innerhalb 24 Stunden haben können,
aber ich wollte die heimische Wirtschaft ...
Nun denn.

Leider ist mein Geschenk, dass einzige Geschenk,
dass unter dem Weihnachtsbaum landet,
denn im Zweitberuf bin ich Christkind.

Nach zwei Stunden intensiven Nachdenken und Suchen im Netz ,
habe ich jetzt beim bösen "a" bestellt.
Zwei Gesellschaftsspiele, die standen gaaaannnzz unten auf der Liste.
Lieferung - übermorgen.
Jetzt noch eine Geschichte überlegen, warum ich dann ,
nach Weihnachten, ein Geschenk aus dem Ärmel zaubere.


Nicht das jetzt jemand denkt, das arme Kind.
Am zweiten Weihnachtstag regnet es hier Geschenke.
Halt nur unterm Weihnachtsbaum ist es bescheiden,
da wir diesen Abend alleine feiern.

Angesichts der Nachrichten in der Welt, ist das aber kein Problem.
Eher ein Reiskorn.







Samstag, 17. Dezember 2016

Es geht uns gut - oder ?

Nur noch eine Woche und dann ist Weihnachten.

Aber nein - nur noch eine Woche und dann sind Ferien.
Die Kleine und ich freuen uns schon.

Zeit für die schönen Dinge.

Bei ihr heißt das Zeit mir mir verbringen, spielen, hoffentlich Freunde treffen
und keinen Terminstress.
Und natürlich Weihnachten.

Für mich bedeutet es vor allem, das Kind ist entspannter.
Keine morgendlichen Kämpfe oder Vorwürfe.
Zeit zum Lesen und Handarbeiten. Rückbesinnung auf das vergangene Jahr.

In meine neue Lebenssituation habe ich mich eingelebt.
Mal ehrlich.
Es geht mir gut. Die Arbeit mit den Kindern macht mir Freude
und durch das Geld, dass ich verdiene, bin ich weniger abhängig vom Staat.
An diesem Punkt möchte ich mir keine Gedanken mehr machen, was ist im
März oder Oktober 2017.


Es geht uns gut.
Wir haben ein warmes Zuhause, genug zu essen und zu trinken.
Bei uns brennen täglich die Adventskerzen, nicht die Häuser.
Unser Wasser fließt, wenn wir den Wasserhahn aufdrehen, nicht weil
es eine Naturkatastrophe ist.
Wenn es dann mal wegen eines Rohrbruchs abgestellt wird, wissen wir ,dass
wir am Ende des Tages wieder frisches und sauberes, kaltes oder warmes
Wasser haben.
Wir leben in Häusern und Wohnungen - wir haben tatsächlich welche.
Wir leben nicht auf der Straße oder in Gemeinschaftseinrichtungen.

Wir haben die Wahl, ob wir die Zeit mit unseren Lieben verbringen wollen
oder nicht. Und wenn man sich nicht sehen kann, telefonieren wir.
Einige meiner Lieblingsmenschen arbeiten an Weihnachten, weil sie Ärzte,
Sanitäter oder Krankenschwestern sind.

Ich denke heute an all die Menschen, die keine Wahl haben.

Und zünde eine Kerze für sie an. 



(Das Wir seht für mich und mein Kind, aber Du kannst es gerne durch ein ICH ersetzen, wenn du den Text liest )


Dienstag, 13. Dezember 2016

Das Jahr des Taschenbuchs




Das Jahr des Taschenbuchs geht zu Ende und ich schulde Euch noch meine
Oktober - November - Dezember Lektüre.

Durch die Veränderungen in meinem Leben, bin ich zwar nicht zum Posten, aber doch
zum Lesen gekommen.
Meine Buchhändlerin freut sich immer mich zu sehen und ist schon gespannt auf mein
Leseprojekt in 2017 . Mal sehen, was mich inspiriert.
Ich möchte hier noch mal Kielfeder für diese geniale Idee danken.


Und hier meine Favoriten:

Oktober 2016


November 2016


Dezember 2016


Lesestoff fürs Kind

Zu unseren neuen/alten Ritualen gehört wieder, nach einer langen Pause,
dass abendliche Vorlesen.
Es ist eine halbe Stunde, in der wir nur Zeit miteinander verbringen, Telefon und Klingel
sind abgeschaltet.

Ihre Lieblingslektüre sind die Abenteuer der ??? Kids.
Bereits ich habe als Kind die Bücher rund um die drei ??? verschlungen.
Eine Besonderheit hat unsere Lektüre, denn der Titel lautet:
Die ???Kids und Du 
Am Ende eines jeden Kapitels darf der Leser entscheiden,welchen Weg
die Abenteurer einschlagen. Manchmal landet man in Sackgasse oder
gelangt durch Umwegen wieder auf den rechten Pfad.





Sonntag, 4. Dezember 2016

Noch immer habe ich keinen Rhytmus für mein Hobby, das Bloggen und die Blogrunden gefunden.
Mein Kopf ist mittlerweile so voll, dass ich mich nicht mal mehr auf lange Texte konzentrieren
kann.
Sehr traurig finde ich das.
Der letzte Monat im "Jahr des Taschenbuches" hat begonnen und ich habe vergessen, die letzten
gekauften Exemplare zu bloggen.
Jeden Abend nach den Nachrichten nehme ich mir eine halbe Stunde Zeit zum Lesen. Oder ich
stricke  noch an meinem Pullover. Spätestens um 20.30 Uhr ist bei mir Schicht. Dann kann ich nicht
mehr.
Die Kleine steht, wie immer während der Winterzeit, morgens um 5.00 Uhr ( manchmal auch 4.30 Uhr) auf, der Tag ist wahnsinnig lang. Die Wochenenden beginnen früh.
Erholung  = Fehlanzeige

Mein ganzes Leben ändert sich im Moment dermaßen .
Zum Einkaufen in meiner Kleinstadt komme ich gar nicht mehr.
Weihnachtsgeschenke bestelle ich online, was ich hasse. Online-Banking habe ich
vorher gar nicht gemacht. Meine Karte benutzte ich nur zum Geld abheben.
Kochen müsste ich abends, dafür bin ich zu müde. Also esse ich weniger, konsumiere
weniger. Frühstück und Abendbrot. Hunger habe ich keinen. Dazu bin ich zu müde.
Selber basteln entfällt dieses Jahr komplett und die Weihnachtsdeko besteht aus einem
Adventskranz. Minimalismus mal anders.
Wenn es einen Vorsatz für 2017 gibt, dann den, dass ich wieder mein Leben und meine
Regeln leben möchte.

Den ganzen Tag Probleme von Kindern zu lösen und sich mit Kindern zu beschäftigen, hat den
Nachteil, dass ich keine Zeit habe mich mit Erwachsenen auszutaschen. Es sei denn mit meiner
Hausärztin, die ich mittlerweile wöchentlich sehe, da ich von einer Krankheit in die nächste
wandere.
Über WhatsApp schreibe ich mit meinen Freundinnen. Gesehen habe ich seit Oktober keine
mehr. Das wird sich auch im Dezember nicht ändern.
Ich werde einsam.
Sehen kann das niemand, denn im Außen bin ich der "positive" Mensch. Ich habe fast immer
gute Laune .Nicht aufgesetzt. Ich bin so.
Während meine Kollegen und Freunde zum Weihnachtsmarkt aufbrechen, finde ich keinen
Babysitter, der Zeit hat oder den ich mir leisten kann. Mit Kind und Kollegen/Freunden auf den Weihnachtsmarkt passt nicht. Sie wäre die einzige.

Nun denn.
Von Außen wird immer noch erwartet,dass ich glücklich bin und diese Erwartung erfülle ich im
Außen. In mir wird alles leerer. Ich lebe auf der Insel der Alleinerziehenden, deren Alltag sich um
Kind, Haushalt, Arbeit, Kind, Haushalt und Schlafen gehen dreht.
Am Wochenende dreht sich meine Welt um Einkaufen, Kochen, Kind und die Wohnungssuche,
denn wir haben nur noch zwei Monate Zeit.
Dann stellt die Lieblingsbehörde die Zahlung für diese Wohnung ein.


Das kleine Mädchen hasst die Schule immer noch. Weniger den Unterricht, denn da hat sie sich nun
gefügt. Aber die Betreuung von 13.10  - 16.30 Uhr. Den Kontakt zu ihren Freunden hat sie verloren,
während wir uns am Wochenende verabreden, können ihre Freunde nur unter der Woche. 


P.S. Ich lese den oben geschriebenen Text und denke , dass ich so niemals leben wollte.
Grau und ohne große Freude.  Jetzt bin ich da, wo ich nicht hinwollte. Ich muss schauen,d ass
ich da weg komme.