Mittwoch, 29. März 2017

Der März neigt sich dem Ende zu .Die Zeit fliegt nur so dahin. Ich mache Pläne . Der Alltag lässt mir kaum Luft zum Denken. Es ist mehr ein Agieren. Am Wochenende bin ich oft so ausgelaugt, dass ich am liebsten gar nichts machen möchte, ausser lesen und schlafen. Wenn das mal so einfach wäre mit einer Siebenjährigen, die alles nachholen möchte, was in der Woche nicht zu schaffen war.

Bei unserem Besuch in Köln, im Prinzip schon während der Zugfahrt dorthin, bemerkte ich an mir eine Veränderung. Dieses „Raus“ aus dem alten Trott tat mir sehr gut. Ich lebte auf. Das es den ganzen Tag regnete, störte nicht. Die Stunden mit meinem Sohn verflogen sehr schnell, doch es bleibt die Erinnerung an ein Gespräch mit einem erwachsenen Mann. Der Pläne und Träume hat, seine Lebensituation sehr realistisch einschätzt und der auf Pläne, Träume und Ideen seiner Mutter eingehen kann. Der den Spiegel vorhalten kann, mögliche Richtungen auf Entwicklungen der Mutter aufzeigt.

Dieses Jahr werde ich fünfzig und obwohl mir die Zahl selber wenig bedeutet, bedeutet sie gleichzeitig viel . Fünfzig gelebte Jahre, nochmal fünfzig Jahre sind nicht vorstellbar.Festzustellen, dass es noch soviele nicht gelebte Träume gibt, das es Träume gibt, die nicht gelebt sondern nur geträumt werden wollen. Auch ich bin erwachsen geworden. Gewachsen an meinem Leben. Manchmal plane ich wie ein Kind. Immer weniger möchte ich gefallen. Immer häufiger nur ich sein. Hundert Prozent ich.

Während ich diesen Text schreiben, hat die Siebenjährige bereits dreimal geklingelt und brauchte dringend dies oder das. Klingelt das Handy, um mir mitzuteilen, dass ich morgen bitte an dieses oder jenes denke.

Ich vermisse meinen Blog, meine Zeit durch das Internet zu streifen und zu lesen . Ich liebe den Alltag mit all den Fragen der Kinder in der Schule, den Ärger und meinem Flieder auf dem Balkon, von dem ich gedacht habe, der wird nichts mehr in diesem Jahr.

Meine große Tochter und ich ... es fällt mir immer noch schwer sie loszulassen. Mein kleines Mädchen, ist eine Frau mit einem eigenen Haushalt. An manchen Tagen fühle ich mich verlassen  und bin gleichzeitig stolz darauf, dass sie ihr Ding macht. Es ist nicht einfach loszulassen.

Zack, da war sie wieder , die kleine Tochter ...

Es ist schon eine sehr spannende Zeit. Die Veränderungen in den Beziehungen zu meinen Kindern und meine Veränderungen in meiner Beziehung zu mir.

Der April kann kommen.

Montag, 13. März 2017

In den vergangenen Wochen war viel los in meinem Leben.

Die Skorpionin ist zum ersten Mal mit dem Bus alleine zu einer Freundin ins
Nachbardorf gefahren, wir haben Karneval zum ersten Mal ohne die großen
Geschwister gefeiert.
Meiner Mutter ging es gesundheitlich nicht so gut.
Ja und die Frau in mir versucht irgendwie nicht zu kurz zu kommen.
Zur Zeit lese ich das " Unschooling Handbuch " von Mary Griffith,
sowie immer noch "Helix" von Elsberg.
Ich führe ein kleines Tagebuch um mir bewusst zu werden, was das Schulkind
alles außerhalb der Schule lernt.
Wie in jedem Jahr faste ich Fleisch, Knabbergebäck und Zuckergetränke.
Nach einer kurzen Anlaufschwäche, läuft es ganz gut.
Als Single-Frau hatte ich einen ziemlich Niemand-hat-mich-lieb Durchhänger,
der überwunden ist.
In unserem Haushalt wird viel gebastelt und gelesen , so dass weniger Zeit für
den Blog übrig war.
Als Mutter von erwachsenen Kinder habe ich manchmal das Gefühl, verlassen
zu sein. Sie brauchen mich nicht mehr. Spätestens dann kommt die WhatsAppNachricht
" Kannst Du mal ..." und die Glucke in mir hat wieder Nahrung bekommen.
Ein wenig mehr Kontakt außerhalb von Mutter sein und Job hätte ich schon
gerne, bin aber abends so müde, dass ich es meistens nicht schaffe, mich zu
irgendetwas aufzuraffen.
Menschen, die ich treffen möchte leben über ganz Deutschland verteilt. Hier
vor Ort ändern sich wieder einmal die Voraussetzung um Bekanntschaften zu
pflegen.
Meine Lymphtherapeutin ist sehr begeistert von meiner Abnahme, die natürlich
auch meinen Beinen sehr gut bekommt.
Außerdem warf sie heute mit den Begriffen LIEBE-FAMILIE-FREUNDSCHAFT
um sich.
Nach einer Arbeitspause, wegen eines Eingriffs, hatte sie Zeit nachzudenken und wie
sei meinte, die o.g. Begriffe mal neu an ihr Leben anzupassen.

Oh ja, da könnte ich auch einiges zu schreiben.

Während es für die Kleinen in der Schule sehr wichtig ist BEST FRIENDS FOR EVER
zu sein, bin ich mir nicht mehr sicher, wer meine Freunde sind. Wer ist für mich da ?
Ich schaue auf meinen Alltag und sehe, ich bin in vielen "Freundschaften" wesentlich
aktiver als die andere Hälfte. Bisher hat es mich nicht gestört, doch habe ich festgestellt,
dass es auch nicht weiter auffällt, wenn ich mich nicht melde.

Und da wäre noch DATIV und AKKUSATIV, die mich seit vier Wochen quälen. Lach.
Jeden Tag aufs neue, in der Hausaufgabenbetreuung, wer ist wer. Ich kann es jetzt !!
Lernen auf Lebenszeit - so normal.

Bis zum nächsten Mal.