Sonntag, 30. April 2017

Sonntagskaffee am Morgen

Die vergangene Woche hatte es in sich.

Sich wieder in den Schul- und Arbeitsalltag einzufinden, war kein großes Ding.

Am Mittwoch besuche ich eine Theateraufführung des Grenzlandtheater .
Gespielt wurde das Stück " Vater " . Inhaltlich ging es um das Thema " Demenz".
Das Theaterstück dauerte 1,5 Stunden , bereits nach einer guten halben Stunde
war ich "raus". Meiner Begleitung ging es ebenso. Wir fanden uns nicht mehr zurecht,
wer war wer und in welcher Zeitspanne spielte es.
Wie gut, dass wir später draußen die Schauspieler trafen und es ganz offen ansprechen
konnten. Der Knoten platze . Ach so ... alles bekam einen Platz.
In den vergangenen Jahren gab es Tage, an denen ich es bedauerte, dass mein Vater so
jung, mit 66 an einem Herzinfarkt starb. Gestern wäre er 82 geworden. Während des
Theaterstückes sah ich den frühen Tod zum ersten Mal als eine Art Geschenk, nicht
einen starken Mann als schwachen, alten und eventuell hilflosen Menschen kennen und
leiden gelernt zu haben. Mein Vater wurde quasi lachend aus dem Leben gerissen.
So bleibt er mir in Erinnerung.

Donnerstagabend , es war schon nach zwanzig Uhr, erhielt ich einen Anruf. Am Telefon
eine ältere, heisere Stimme und ich dachte schon es wäre wieder dieser Mensch der mich
ab und an telefonisch belästigt. Im Gegenteil. Es war ein Vermieter , der sich auf meinen
Anruf Anfang April noch mal melden wollte. Gestern durfte ich nun mit drei Mitbewer-
bern die Wohnung besuchen. Die Vormieterin kenne ich, wir haben uns im KiGa kennen-
gelernt und letzten Oktober über ihren Auszug gesprochen. Eine Mitbewerberin ist eine
Freundin meines Sohnes. Auch wie ich allein erziehend.
Die Wohnung passt genau in die Parameter des Jobcenters. Den Mietpreis bekommt man
hier sehr selten und dann noch in einem gepflegten Haus. Mit Garage, also müssen die
Räder nicht mehr aus dem Keller geschleppt werden.  2. OG ohne Balkon, dafür drei
Zimmer ( also für jeden ein Schlafzimmer) . Wir würden in unserer kleinen Stadt bleiben,
der Schulweg der Skorpionin verlängert sich auf 1,5 km. Sie müsste ihn alleine gehen,
denn aus diesem Viertel besuchen die Schüler die Schule neben dem Mietobjekt.
Zwei Gründe also gegen die Wohnung  : Kein Balkon, längerer Allein-Schulweg..
Nicht wirklich Gründe gegen die Wohnung.
Gestern Abend im Bett dann, dass große Geheule meinerseits. Mir wird klar - ich will
hier gar nicht weg !!! Auch wenn der Wohnraum nicht angemessen ist - ich will hier
nicht weg !!
Es ist jedoch keine Frage des Wollens. Am Freitag habe ich einen Brief vom Jobcenter
bekommen, dass ich ab sofort nur noch Geld für angemessenen Wohnraum bekomme
und für die restlichen zweihundert Euro selber aufkommen muss. Da mir niemand sagen
kann, ob mein Arbeitsvertrag im Herbst verlängert wird , bin ich gezwungen umzuziehen.
Mit Arbeit kann ich mir meine jetzige Wohnung leisten - ohne nicht.
Ich werde also nachher nach dem Frühstück beim Vermieter wie besprochen anrufen und
sagen, dass ich die Wohnung gerne beziehen möchte. Für welchen Interessenten er sich
entscheidet, liegt dann nicht in meiner Macht.

Die Skorpionin bekam von dem Geheule nichts mit, ist sie doch seit langem noch mal
bei ihrem Vater und Geschwistern im Münsterland. Langes Wochenende für die Mutter,
die ihr Kind schmerzlich vermisst und ihre freie Zeit genießt mit Lesen, Aufräumen und
Fernsehen.

Sonntag, 23. April 2017

Bullet Journal ... und kein Ende

Irgendwie habe ich einen kreativen Schub ... oder so.
Das schöne am Internet ist ja , hast du einmal einen Suchbegriff eingegeben,
wirst du mit neuen/alten Infos zu diesem Begriff "totgeschlagen".

Besonders intensiv: Pinterest. Vor zwei Tagen legte ich eine  "Pinnwand" mit dem Titel " Bullet Journal" an. Vor Ideen kann ich mich nicht
retten.

Am Freitag war ich also in meiner kleinen Stadt unterwegs, weil ich unbedingt
das von so vielen angepriesenen "Leuchtturm 1917 " Notizbuch haben möchte.
Hier nicht erhältlich. Aber der Fachhändler bemüht sich bei seinem Zulieferer.
Was tun ,wenn du aber - jetzt sofort - anfangen willst ?
Im Internet bestellen ? - Wäre einfach . Nur eine Nacht schlafen .
Aber es würde mir meine Ich -will - weniger - Papier - benutzen - Bilanz
stören. Es gibt ja diesen Vorsatz , dass ich mir in den nächsten vier Wochen
meinen Papierverbrauch näher anschauen will.
Also keine Bestellung.
Holz- und Filzstifte sollte man meinen, gibt es in meinem Haushalt .
Ja, das stimmt. Aber huch, hätte ich selber mal damit gezeichnet, dann
wüsste ich, warum es dem Kind keinen Spaß macht . Die Holzstifte gehen
gar nicht. Nur die aus der Schulmappe, aber die rückt sie nicht raus.
( sind nur für die Schule - sage ich immer )

Ich habe erst mal eine Lösung gefunden, mit der ich ganz zufrieden bin.
Meinen Kalender, der sowieso auf dem Schreibtisch liegt.
Ich benutze den Mama AG Familienplaner  ( Der Link führt zu amazon).
Gekauft hatte ich ihn mir im letzten Jahr, da waren wir noch zu viert.
In unserem 2-Personen-Haushalt verfüge ich über viel Platz.
Die hinteren Seiten habe ich bisher ziemlich durcheinander geführt , ohne
einen Plan .
Die kommende Woche hatte schon ihre Termine, da habe ich jetzt mal drumherum
gearbeitet.
Es macht Spaß, entspannt und macht süchtig .

In meinen Hinterkopf laufen gerade drei Projekte an. Ob ich sie jemals veröffentliche,
keine Ahnung. Sie haben jedoch ihren Platz bereits im Kalender gefunden.
Eines davon ist, dass ich mich damit auseinander setze , was ich von wem konsumiere.
Dabei bin ich auch mal wieder über "FAIR TRADE " und " Nachhaltigkeit" ge-
stolpert.


Ich habe keinen neuen Kalender gekauft oder ein anderes Notizbuch, sondern
bin auf die Dinge gestoßen, die schon in meinem Haushalt vorhanden sind.
Meinen Kalender, Stifte ( es gibt bessere, aber sie sind da ), Zeichenbücher
( als Anregung für Motive) .

Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt : Die Erstklässlerin hat in einem Vokabelheft
( das sie Karneval gefangen hat) begonnen eine Wunschliste zu führen. Sie zeichnet
und sie schreibt !





Donnerstag, 20. April 2017

Das Organisieren organisieren

Auf der Suche nach einem Plan, einem Modell, in dem ich alle meine unterschiedlichen Listen unter bekomme, bin ich auf den Blog von Miss Konfetti gestoßen.
Vielleicht möchtet Ihr sie auch mal besuchen ?

Bisher führe ich je ein DIN A 5 Heft für

  • den Blog
  • den privaten Bereich ( um alles zu notieren, was mir so einfällt und um die Klebenotizen zu reduzieren )
  • den Job 
Außerdem habe ich noch einen Kalender in DIN A 5 in dem alle Termine, Geburtstage, der Speiseplan und der Haushaltsplan ( nach einer Idee der Familienmanagerin ) notiert werden.

Am PC führe ich zusätzlich noch ein Haushaltsbuch und eine Excel-Übersichtstabelle .

Ich möchte allerdings alles besser unter einen Hut bekommen .
Heute morgen besuchte ich also PINTEREST und gab als Suchbegriff " Pläne " ein. 
Es kam wie es kommen musste der Begriff " Bullet Journal " ist in meinen Wortschatz
eingezogen. Heute ist so ein Tag, an dem ich mich für alles und jeden begeistern kann und so verschwand ich für eine Stunde im Netz auf der Suche nach Inspirationen zum Thema " Bullet Journal ".

Danach brummte mir der Schädel und ich habe erst mal unser Ferien-Kleidungs-Chaos beseitigt.
Die arme Waschmaschine läuft und läuft. Die Wäsche trocknet in der kalten Frühlingssonne.
Zeit zum Bloggen.







Mittwoch, 19. April 2017

Wir haben tolle Ferien

Also ich muss sagen, die Ferien sind toll. Auch wenn unser Urlaub ins Wasser fiel, haben
wir bisher viel gemeinsam gemacht.

  • Besuch im Roncalli
  • Besuch eines Abenteuerspielplatzes
  • Schwimmen mit den Meerjungfrauflossen
  • DVD "Sing" geschaut
  • Ostern in aller Ruhe vorbereitet ( Eier färben und so )
  • Bummeln durch Aachen ( sie kauft sich Lernbücher - freiwillig)
  • gemütliche Treffen mit meinen Freundinnen
  • ausgiebiges Spielen mit ihren Freunden und Freundinnen
  • einen ganzen Tag im Schlafanzug gammeln 
  • Geburtstag feiern mit dem großen Bruder
  • Besuch des Vaters an Ostern


Ich habe die Zeit genutzt um meine Fotos am PC zu sichten , eine ganze Nacht "anno"
zu spielen und zu lesen, lesen, lesen.

Die Tochter war mit Freund zu einem ausgiebigen Frühstück hier.





Auch die drei waren beim Frühstück dabei .

Die "Kleine" ist ganz schön groß geworden.


Auch zu Hause kann es schön sein.


Das kleine Mädchen hat mich in den letzten zehn Tagen öfter überrascht. Als sie sich in einer
großen Buchhandlung ein Buch aussuchen durfte, waren es am Ende drei Bücher. Bücher
in denen sie im 20-er Raum rechnen übte und die Grundschrift . Täglich eine Seite ist ihr wichtig.
Vorgelesen habe ich ihr zwei Bücher. Aktuell lese ich ihr Club der Heldinnen  vor, das Buch schenkte
ihr die ortsansässige Buchhändlerin, weil sie in diesen Ferien ihr Taschengeld in Bücher investiert
hatte.

Am liebsten übt sie das Lesen übrigens, in dem sie mir über die Schulter schaut und meine WhatsApp Nachrichten liest. - Lach

Alles in allem eine gute Zeit.

Sonntag, 9. April 2017

Ferien

Es ist Sonntagmorgen, 4:30 Uhr.
Ferien.
Ich könnte also ausschlafen. Stattdessen
liege ich wach und hänge am Tablet.

Eine geplante Urlaubsreise ist kurzfristig ins Wasser gefallen und ich überlege was wir Schönes machen können.

Die Interessen von Mutter und Kind liegen da weit auseinander. Wie immer, müssen wir in den ersten Tagen wieder lernen uns aufeinander einzulassen, ohne das Schule und Arbeitsplatz den Rythmus diktieren.

Ich freue mich auf das Machen ohne Termindruck, Schlafen und Wachen ohne den Gedanken " Ich muss aber um 6:00 Uhr fit sein ".

Der Wetterbericht für heute ist vielversprechend.

Der Sonntag kann kommen.