Samstag, 23. September 2017

Zeit für ein Buch: 54 Minuten von Marieke Nijkamp







Wie in jedem Jahr zu Beginn des Schulhalbjahres hält die Direktorin der Opportunity High  in der Turnhalle ihre Ansprache. Nicht alle Schüler sind dabei. Fünf Schüler trainieren mit ihrem Coach auf dem Sportgelände, zwei Schüler steigen in das Büro der Rektorin ein, um Akten zu suchen.
Als die Schüler und Lehrer um zehn Uhr die Turnhalle verlassen wollen, sind alle Türen versperrt.
Tyler, ein Schüler der Opportunity High beginnt zu schießen.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Autumn, die Schwester des Amokläufers, Sylvia ihrer Freundin, Tomàs Zwillingsbruder von Sylvia
und Claire , der Exfreundin von Tyler erzählt.

Schade finde ich, dass die Geschichte die hinter Tyler steht, der wirklich böse ist, nicht erzählt wird. Es wird mir nicht ganz klar, was ihn letztendlich zu diesem Schritt geführt hat.
Die Geschichten der anderen entfalten sich nach und nach.
Auch soziale Medien spielen mit und es ist erschreckend zu lesen,
wie dort reagiert wird, als der Amoklauf bekannt wird.

Mir gefällt die Geschichte mit einigen Abstrichen ( mir fehlt einfach die Perspektive von Tyler ) gut und daher bekommt sie 4 Sterne.

Montag, 11. September 2017

Keine Lust auf Schule



Es ist nicht ganz einfach, unser Leben zur Zeit.
Die Ferien sind zu Ende und von ersten Schultag des neuen Schuljahres an,
weigert sich die Zweitklässlerin in die Schule zu gehen.
Das ist sehr anstrengend - für uns beide.
Termine beim Arzt sind gemacht und ich warte dringend darauf.
Es muss abgeklärt werden ob die Bauchschmerzen organisch oder seelisch sind.
Ich tippe auf letzteres.
Eine Psychologin hat mir einen Tipp gegeben, in welche Richtung ich mich
informieren kann, damit mir und dem Kind geholfen wird, bis das Termine
greifen.
Und so ist es ein täglicher Eiertanz - das morgendliche Aufstehen und im Hinterkopf
die Angst , geht sie oder nicht.
Bisher ist sie noch jeden Tag dort angekommen.
Die Lehrerin ist in die Problematik involviert. Der einzige Fach-Mensch der sofort
Zeit für ein Gespräch hatte.( Dafür bin ich immer noch sehr dankbar - Nachtrag )

Das Thema " Trennungsangst" steht ganz groß im Raum und ich überdenke alle
Pläne ,die ich bezüglich Schulwechsel - freies Lernen - jedes Kind hat seinen
Rythmus usw - habe.
Sie selbst fragt sich Belohnungstabellen, die ich persönlich ablehne von wegen
Konditionierung. Sie braucht diese Tabellen als Struktur. Um zu sehen, das habe
ich geschafft.
Je mehr ich nachdenke, desto mehr falle ich auf mich zurück. Wie ein Blatt in
Wind habe ich mich in den vergangenen Monaten beim Thema Schule ver-
halten und an manchen Tagen glaube ich, dass genau das es ist , was sie mit
verunsichert.

Ich bin aus sämtlichen Gruppen in den sozialen Netzwerken ausgetreten, die
etwas mit Schule und Lernen zu tun habe. Fühle mich beeinflusst und in eine
für uns nicht gute Richtung gezerrt.

Wir müssen wieder bei uns ankommen. Ich muss wieder bei mir ankommen.


Mal sehen , wohin der Weg uns führt.