Mammographie ja oder nein ?

 Mammographie ja oder nein  ?

 eine ganz persönliche Entscheidung


Mit meinem Geburtstag im Oktober wurde dieser Blog automatisch ein 50+ Blog.
Zeit um sich mit den ernsten Themen des Lebens zu beschäftigen.
Das sagt man doch so ?

Passend zu diesem Geburtstag flatterte mir letzte Woche die Einladung zu einer ganz besonderen Untersuchung ins Haus.
Durch andere Frauen in meinem Alter war sie mir schon angekündigt worden. Sie sind alle schon dort gewesen und haben darüber berichtet.

Alles was jetzt zu diesem Thema von mir geäußert wird, ist meine ganz persönliche Meinung und hat nicht den Hintergrund, meine Leser davon zu überzeugen, es so zu machen wie ich.

Das möchte ich vorweg schicken.

Jede Frau muss diese Entscheidung für sich selbst treffen und entscheiden, was sie für sich als den richtigen Weg empfindet.
Keine(r) kann ihr da wirklich raten.

Ausschlaggebend für die Beschäftigung mit dem Thema war im Frühjahr meine bevorstehende Krebsvorsorge beim Frauenarzt. Seit Jahren lasse ich die Ultraschalluntersuchung meiner Eierstöcke durchführen. Eine Zusatzleistung, die ich selber zahlen muss und die ich mir im Frühjahr 2017 finanziell nicht leisten konnte.

Ja, auch das kann einer HARTZ IV Aufstockerin und alleinerziehenden Mutter passieren. Man kann sich bestimmte Untersuchungen nicht mehr leisten.

Zurück zum Thema. Veranlasst wurde diese Untersuchung vor Jahren von meiner Frauenärztin mit der Begründung , das meine Bauchfettdecke so dick wäre, dass sie meine Eierstöcke nicht mehr abtasten könnte. Jedes Jahr habe ich ohne zu hinterfragen, diese Untersuchung machen lassen.
Während ich noch darüber nachdachte, fiel mir in der Bücherei das Buch der Verbraucherzentrale 
 

in die Hände. Die Lektüre war sehr spannend und ich hatte einige AHA Erlebnisse.
Ich suchte im Internet nach weiteren Informationen und stieß dabei unweigerlich auch auf das Thema Mammographie. 

Bereits damals habe ich mich mit einigen Frauen und  meiner Ärztin darüber unterhalten. 
 
Eine Frau hat eine Freundin , die Brustkrebs hat und sie kann meine Entscheidung überhaupt nicht verstehen. Wobei dieser Krebs nicht bei einer Mammographie festgestellt wurde, sondern beim Abtasten der Brust. Die Freundin ist Anfang vierzig.

Eine andere Frau erzählte davon, wie schmerzhaft und entwürdigend sie die Untersuchung fand. Doch sie wird sie wieder machen. Sie hat Angst davor, das Krebs, so dass er denn in ihr ist, zu spät erkannt wird.

Wieder eine andere Frau läuft mit einem auffallenden Befund noch bis 2018 durchs Leben. Sie soll nach einem halben Jahr noch mal kommen, die Ärzte schauen dann, wie das, was sie auf den Ergebnisbildern gesehen haben, sich entwickelt hat. Vielleicht ist es die Vernarbung einer Brustentzündung, die sie damals beim Stillen hatte.

Es gibt also für jede Frau eine eigene Entscheidung.

Ich werde nicht zur Mammographie gehen.

Sollte innerhalb der nächsten zwei Jahre bei mir Brustkrebs diagnostiziert werden, dann werden viele Stimmen sagen – siehste !
Aber auch damit, werde ich leben müssen. Niemand sonst.


Auszug aus der Internetseite http://www.mammo-programm.de/

Überdiagnosen im Mammographie-Screening

Durch die Brustkrebs-Früherkennung wird auch Brustkrebs entdeckt, der langsam wächst, nicht streut und zu Lebzeiten der Frauen nicht lebensbedrohlich geworden wäre (Überdiagnose). Ohne Früherkennung hätten diese Frauen nichts von ihrem Brustkrebs erfahren.

Kann Brustkrebs übersehen werden?

Auch zwischen zwei Screening-Untersuchungen kann Brustkrebs auftreten. Etwa ein Viertel aller Brustkrebserkrankungen bei Programm-Teilnehmerinnen wird zwischen zwei Screening-Runden entdeckt.

Kann das Mammographie-Screening empfohlen werden?

Die Mammographie gilt bislang als einzige wirksame Screening-Methode zur Brustkrebs-Früherkennung für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren. Das ist durch Studien belegt. Deshalb wird das Mammographie-Screening-Programm Frauen in dieser Altersgruppe auch angeboten und von den Krankenkassen bezahlt.

Kommentare

  1. Ich war dieses Jahr schon mit Anfang 40 auf Anraten meiner FA dort wegen erblicher Vorbelastung und auffälligem Befund beim Ultraschalls, der abgeklärt werden sollte. Ertasten hätte ich das nicht können, zu klein. Ich fand die Untersuchung gar nicht schlimm, geschweige denn schmerzhaft.
    Meine Mutter nutze das ehedem nicht und hatte mit 60 eine Totalamputation. Dann will ich lieber rechtzeitig Bescheid wissen und mit möglichst mimimaler OP davon kommen.
    K.

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